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17 .04 : EZB mit bisherigen Massnahmen zufrieden

US-Wirtschaft bleibt im Zwischentief…


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Raiffeisen : Economic Research Wochenausblick


Der EUR konnte sich von der Schwächephase der letzten Wochen nicht erholen. Unter den Hauptwährungen füh-ren in diesem Jahr der USD und der CHF das Feld an, wäh-rend der EUR und die skandinavischen Währungen ge-genüber dem CHF deutlich mehr als 10% verloren. EZB-Präsident Draghi machte nach dem Zinsentscheid diese Woche keine Anstalten, sich über einen zu schwach wer-denden Euro zu sorgen. Aufgrund der merklich verbesser-ten konjunkturellen Lage in der Eurozone, die nicht zuletzt dem schwachen Euro geschuldet ist, zeigte sich Draghi zufrieden mit der bisherigen Wirkung der EZB Massnah-men. Insbesondere für die in den vergangenen Monaten deutlich verbesserten Kreditkonditionen für Private und Unternehmen rühmte er die Arbeit der Notenbank. Die EZB-Befragung der Banken zum Kreditgeschäft (Bank Lending Survey) im Q1 2015 zeigt, dass die Nachfrage nach Unternehmenskrediten weiterhin ansteigt, allerdings mit leicht rückläufiger Dynamik gegenüber dem Vorquar-tal. Dagegen steigt die Nachfrage nach Wohnbaukrediten in der Eurozone gemäss Umfrage stark an.

Während die Zeichen einer konjunkturellen Belebung im Euroraum immer deutlicher werden, steckt die US-Wirtschaft in einem Zwischentief. Zu rückläufigen Ein-kaufsmanager-Indizes der vergangenen Monate gesellte sich im März ein enttäuschender Arbeitsmarktbericht. Der für die US-Wirtschaft bedeutende private Konsum dürfte für ein Wirtschaftswachstum über Potential seine Anker-funktion aber halten können, trotz leicht enttäuschender Detailhandelsentwicklung im März. Nach drei negativen Monatsveränderungen in Folge wurde mit einer stärkeren Erholung gerechnet. Die Zinsmärkte quittierten die verhal-tenen Zahlen mit einem temporär deutlichen Renditerück-gang.

Die Daten aus China bestätigen den erwarteten, kontrol-lierten Rückgang des BIP-Wachstums. Der schwache Ex-port im März liess aufhorchen. Die Handelsdaten sind jedoch sehr volatil und der Rückgang im März hat nach dem Februar-Anstieg von fast 50% das Quartalsergebnis nicht einbrechen lassen. Mit der chinesischen Wachstums-verlangsamung wird eine weitere Lockerung der Geldpoli-tik wahrscheinlicher.

Die Daten der kommenden Woche geben weitere Hinwei-se zur aktuellen Verfassung der Wirtschaft im Euroraum. Der Einkaufsmanager-Index für die Eurozone hat seit De-zember 2014 vier Anstiege in Folge ausgewiesen und sich dem negativen Trend in den USA und in China entzogen – bei deutlicher Abwertung der Währung in diesem Zeit-raum. Deutschland hat beträchtlich zum Konjunkturopti-mismus in der Eurozone beigetragen, wobei die nachlas-sende globale Dynamik auf die deutschen Indikatoren bisher durch den Währungsvorteil kompensiert wurde. Zuversicht ist für Deutschlands Wirtschaft weiterhin ange-zeigt, aber Anlass zur Euphorie geben die Daten nicht. Die jüngsten Bestellungseingänge haben enttäuscht, und die Daten zur Industrieproduktion vermochten in diesem Jahr noch nicht zu überzeugen. Sowohl der deutsche IFO-Geschäftsklima-Index wie auch der aggregierte Einkaufs-manager-Index für die Eurozone könnten somit im April nach den Vormonatsanstiegen zwischenzeitlich eine Pause einlegen.

Die Schweizer Handelszahlen für März werden weitere Anhaltspunkte zum Einfluss der Aufhebung der Euroun-tergrenze liefern, nachdem die Februarzahlen noch zu nah am SNB-Entscheid lagen, um eine erste Beurteilung abge-ben zu können. Der Exporttrend in den schwankungsan-fälligen Monatszahlen zeigt bereits seit dem vierten Quar-tal 2014 eine leicht negative Entwicklung und dürfte sich im März fortsetzen, ohne einzubrechen. Der negative Trend hält bei den nominalen Importen schon seit dem Sommer 2014 an, nicht zuletzt aufgrund der stark gesun-kenen Energiepreise, und hat den Handelsbilanzüber-schuss ausgeweitet.

Die Wachstumsperspektiven für die USA und die Eurozone bleiben mittelfristig intakt. Die Indikatoren der kommen-den Tage dürften aber kurzfristig keine Begeisterung er-zeugen und den Druck auf die Zinskurve aufrecht halten. Somit tendieren nun auch die Renditen 10-jähriger deut-scher Staatsanleihen gegen 0% und der EUR dürfte in den kommenden Tagen kaum zur Erholung ansetzen.

Source: BONDWorld.ch


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