penna 1

20-03-2015 Raiffeisen : Economic Research Wochenausblick

SNB mit relativ optimistischer Wirtschaftsprognose

Situation in Griechenland spitzt sich erneut zu….


Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. Click here to register for your free copy 


Raiffeisen : Economic Research Wochenausblick


Der US-Notenbank ist es an ihrer März-Sitzung gelungen, einen Zinsschritt für Mitte Jahr in Aussicht zu stellen, ohne die Finanzmärkte in Unruhe zu versetzten. Mit den gesenkten Wachstums- und Inflationsprognosen wurde ein gemächlicher Zinserhöhungsrhythmus in Aussicht gestellt. Somit haben sich die Befürchtungen von Marktteilnehmern im Vorfeld der Fed-Sitzung, wonach die Zinserhöhungen in den USA Verwerfungen auslösen könnten, vorerst nicht bewahrheitet.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hielt bei ihrer vierteljährlichen Lagebeurteilung wie erwartet am Zielband für den 3-Monatslibor (-1.25% bis -0.25%) fest. Auch der Negativzins von -0.75% auf Sichtguthaben, die den Freibetrag vom 20-fachen der Mindestreserven überschreiten, wurde bestätigt und der Freibetrag wurde nicht angepasst. Damit bleiben ca. CHF 160 Mrd. der insgesamt über CHF 440 Mrd. an Giroguthaben bei der SNB vom Negativzins betroffen. Für die SNB ist der Franken “insgesamt deutlich überbewertet”, auch nachdem sich der USD auf das Niveau vom Jahresanfang bewegt hat. Aufgrund der CHF-Aufwertung gegenüber dem EUR hat die SNB die Prognose für das Schweizer Wirtschaftswachstum 2015 von rund 2% auf knapp 1% gesenkt (Raiffeisen-Prognose: 1.1%). Die Inflation wird auf -1.1% geschätzt. Somit würden positive Realzinsen resultieren, was gemäss SNB die Besorgnis der Anleger über den Negativzins relativieren sollte. Wir gehen davon aus, dass das Ziel für den 3- Monatslibor in den kommenden 12 Monaten im negative Bereich verharrt. Allerdings könnten sich in diesem Zeitraum für die Währungshüter Möglichkeiten eröffnen, den Zins näher an die Nullgrenze anzuheben. Dies setzt allerdings eine weitere konjunkturelle Verbesserung in der Eurozone mit einer leichten Erholung des EUR voraus.

Die BIP-Prognose der SNB deckt sich mit der jüngsten Einschätzung des Staatssekretariats für Wirtschaft, das 2015 ein Wachstum von 0.9% erwartet. Rezessionsprognosen, wie nach dem SNB-Entscheid vom Januar weit verbreitet, dürften sich auch in den kommenden Wochen weiter lichten. Denn der Einfluss der Aufhebung der Untergrenze auf das Wirtschaftswachstum wird mit zunehmenden Daten visibler. Die mit Spannung erwarteten Zahlen zum Aussenhandel für Februar zeigen zwar einen Rückgang der Exporte, aber keinen Einbruch. Unterstützend wirkt der Umstand, dass Asien und Nordamerika über einen Drittel der Exporte abnehmen und die preisliche Wettbewerbsfähigkeit in diese Regionen aufgrund des starken USD erhalten geblieben ist. Auch die solide globale Wirtschaftsentwicklung in wichtigen Abnehmerländern kann teilweise für den schwachen EUR kompensieren. Diesbezüglich sind insbesondere die anstehenden Konjunkturdaten aus der Eurozone im Fokus, die eine anhaltende Erholung bestätigen sollten. Der deutsche Ifo Geschäftsklimaindex dürfte für März erneut einen leichten Anstieg zeigen. Für den Einkaufsmanagerindex in der Eurozone erwarten wir im März insgesamt ebenfalls einen leichten Anstieg und somit eine Bestätigung des positive Trends seit November 2014.

In der Eurozone werden die Konjunkturdaten von den Entwicklungen in Griechenland in den Hintergrund gedrängt. Seit der Einigung zwischen Griechenland und der Eurogruppe im Februar, das Hilfsprogramm bis Juni zu verlängern, haben sich die Fronten zwischen den Parteien wieder verhärtet. Zusätzliche Staatsausgaben und der Mangel an Reformwille haben einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone wieder wahrscheinlicher gemacht. Eine neuerliche Annäherung anlässlich des zurzeit stattfindenden Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs der EU ist bei weitem nicht gesichert. Die Renditen 10-jähriger griechischer Staatsanleihen sind auf knapp 12% hochgeschnellt und widerspiegeln die gestiegenen Konkurs- und Austrittsrisiken.

Im Gegensatz zu Griechenland haben sich die Renditen in den USA nach der jüngsten Fed-Kommunikation und in den Kernländern der Eurozone nach dem Beginn des “Quantitative Easing” weiter zurückgebildet. Der Renditerückgang ist aber unseres Erachtens temporär. Wir gehen im Jahresverlauf von soliden Konjunkturdaten und einem steigenden Inflationstrend aus, was sich leicht positiv auf die Renditen auswirken dürfte.

Source: BONDWorld.ch


Newsletter
Ich habe gelesen
Privacy & Cookies Policy
und ich stimme der Verarbeitung meiner persönlichen Daten für die darin genannten Zwecke zu.
ETFWorld

Newsletter investmentworld.ch

Ich habe gelesen
Privacy & Cookies Policy
und ich stimme der Verarbeitung meiner persönlichen Daten für die darin genannten Zwecke zu.