22.05 : Schweizer BIP stagniert zum Jahresbeginn

Eurozone bleibt auf Wachstumskurs…


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Raiffeisen : Economic Research Wochenausblick


Die Daten zum Schweizer Wirtschaftswachstum im Q1 2015 werden nächste Woche zeigen, wie stark der initiale Effekt des starken Frankens auf die Wirtschaft ausgefallen ist. Der Aussenhandel ist gemäss den Zahlen der Zollverwaltung bis März zwar nicht eingebrochen, verzeichnete aber einen Dämpfer. Die preisbereinigten Exporte sind gegenüber dem Vorquartal leicht zurückgegangen. Dagegen sind die Importe leicht angestiegen. Somit dürfte der Wachstumsbeitrag vom Aussenhandel negativ ausfallen.

Rückläufige Dynamik erwarten wir auch beim privaten Konsum. Die Kaufkraftgewinne der Schweizer Konsumenten zeigten sich in den vergangenen Monaten nicht in den Detailhandelszahlen. Die Konsumentenstimmung bleibt schwach und der Einkaufstourismus hat ein substantielles Niveau erreicht. Dagegen dürften die Bauinvestitionen nach dem enttäuschenden Schlussquartal 2014 wieder einen positiven Wachstumsbeitrag leisten. Die Ausrüstungsinvestitionen, die auch Ausgaben für Forschung und Entwicklung enthalten, haben in den vergangenen Quartalen an Schwung zugelegt und dürften den positive Trend auch aktuell bestätigen. Insgesamt erwarten wir gegenüber dem robusten Vorquartal ein Nullwachstum. Der BIPAnstieg dürfte somit im Vorjahresvergleich von 1.9% auf 1.5% sinken.

Nach der Rückschau auf die Schweizer Wirtschaftsleistung im ersten Quartal am kommenden Freitag steht gleichentags die Veröffentlichung des KOFonjunkturbarometers für Mai auf der Agenda, das wichtige Hinweise auf die aktuelle Wachstumsdynamik gibt. Nach dem wechselkursbedingten Einbruch des Barometers zu Jahresbeginn hat sich der Indikator um die 90 Punkte eingependelt. Die ermutigenden Konjunkturdaten aus der Eurozone haben noch nicht ausgereicht, um eine Erholung auszulösen. Wir gehen davon aus, dass sich in den kommenden Veröffentlichungen die positiven Vorgaben aus der Eurozone allmählich in einem leicht ansteigenden Konjunkturbarometer widerspiegeln. Für eine leichte Verbesserung sprechen auch die Stabilisierung im EUR/CHF-Wechselkurs um 1.05 und die bereits im Vormonat ausgewiesene leichte Verbesserung bei den Aufträgen. Die Schweizer Aussenhandelszahlen für April dürften die anhaltenden Schwierigkeiten der Exporteure mit der harten Währung bestätigen, wobei auch hier langsam einsetzende Nachfrageeffekte aus der Eurozone einen stärkeren Rückgang verhindern sollten.

Die Wirtschaftsdaten aus der Eurozone bleiben positiv. Nach dem soliden Wachstum im Q1 haben die jüngsten Einkaufsmanager-Indizes für Mai eine anhaltende Expansion angezeigt. Der leichte Rückgang des aggregierten Index’ für die Eurozone ist nach dem starken Anstieg seit November 2014 nicht besorgniserregend. Die BIP-Daten für die Eurozone haben bestätigt, dass die privaten Konsumenten einen wesentlichen Beitrag zum Wirtschaftswachstum beigetragen haben. Das Konsumentenvertrauen war im Mai gegenüber dem Vormonat zwar leicht rückläufig, bleibt aber auf einem Wert deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Die Konsolidierung auf hohem Niveau kommt nach dem starken Anstieg der Vormonate nicht überraschend, insbesondere nachdem der Rückenwind durch den tiefen Ölpreis nachlässt. Der Preis pro Fass Rohöl der Sorte Brent hat sich seit dem Jahrestief im Januar von USD 45 auf USD 65 erhöht und reflektiert sich nun in steigenden Benzinpreisen.

Im Gegensatz zur Eurozone legte die US-Wirtschaft zuletzt wenig Schwung an den Tag. Die erste Revision der BIPZahlen zum Q1 dürfte sogar eine rückläufige Wirtschaftsleistung zeigen . Im Protokoll der US-Notenbank zur letzten Zinssitzung war der schwache Jahresauftakt ebenfalls ein zentrales Thema. Ein Zinsschritt im Juni scheint vor diesem Hintergrund wenig wahrscheinlich.Aber es gibt auch FedMitglieder, die der Ansicht sind, dass sich die Daten bis zum Sommer allenfalls so stark verbessern, dass die Wirtschaft einen ersten Zinsschritt bereits im Juni verdauen könnte. Wir gehen weiterhin davon aus, dass sich die Fed für die Zinserhöhung bis zum September Zeit nimmt.

Quelle: BONDWorld.ch


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