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DWS : Einkaufsmanagerindizes Eurozone: Gute Stimmung, aber keine Entwarnung auf der Inflationsseite

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DWS : Die Einkaufsmanagerindizes der Eurozone zeigen ein rundum positives Bild: So stieg in Deutschland der Gesamtindex von 53,8 auf 56,2 Punkte und entfernt sich damit noch weiter von der Expansionsschwelle von 50 Punkten.

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Von Martin Moryson, Chefvolkswirt Europa


Getrieben wurde diese Entwicklung vor allem vom Dienstleistungsbereich. Hier stieg die Geschäftsaktivität, die Geschäftserwartungen legten wieder kräftig zu und die Auftragseingänge verzeichneten ein kräftiges Plus. Da darf es einen nicht wundern, wenn die Preiskomponenten sowohl auf der Einkaufs- wie auf der Verkaufsseite zulegten – für den Inflationsausblick kein gutes Zeichen.

Auch im Verarbeitenden Gewerbe wird mit einer anhaltenden Verbesserung gerechnet. Die Auftragseingänge – auch aus dem Ausland – legten kräftig zu. Die Probleme mit den Vorleistungsgütern scheinen etwas abzunehmen: Die Lieferzeiten werden etwas kürzer, die Inputpreise steigen nicht mehr ganz so stark. Die Unternehmen scheinen weiterhin in der Lage zu sein, die Preise durchzureichen. Die Output-Preise steigen weiter. Das sind erst einmal gute Nachrichten für die Unternehmen, für die Inflationsrate in Deutschland jedoch nicht.

Noch erfreulicher stellt sich das Bild in Frankreich dar. Sowohl im Verarbeitenden Gewerbe wie auch im Dienstleistungssektor verbesserte sich die Gesamteinschätzung deutlich und übertraf die Markterwartungen bei Weitem. Hohe Auftragseingänge zusammen mit Beschaffungsschwierigkeiten von Rohstoffen und anderen Vorleistungen sorgten in der Industrie für einen kräftigen Anstieg im Auftragsbestand. Der Preisauftrieb auf der Inputpreise gab etwas nach, liegt aber auf nach wie vor sehr hohem Niveau. Ähnliches gilt für die Outputpreise.

Für die Eurozone insgesamt gilt das gleiche Bild. Die Lage verbessert sich deutlich, die Stimmung ist positiv. Die Verbesserungen im Vorleistungsbereich (Mangel an Halbleitern etc.) sind aber so graduell, dass für die Inflation für die kommenden Monate noch keine Entwarnung gegeben werden kann.

Quelle: BondWorld


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