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LGT Navigator: US-Arbeitsmarktentwicklung im Fokus, aber im Schatten des Kriegs

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LGT Navigator : Zum Wochenabschluss steht einmal mehr die monatlich publizierte Arbeitsmarktstatistik aus Washington im Mittelpunkt.

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Am antizipierten ersten Zinsschritt der US-Notenbank dürften die neusten Beschäftigungszahlen aber wohl kaum noch was ändern. Währenddessen geht der Krieg in der Ukraine unvermindert weiter, trotz der direkten Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien.

In den USA werden heute Nachmittag um 14:30 Uhr (MEZ) die neusten Arbeitsmarktdaten veröffentlicht. Ökonomen gehen von einem weiterhin starken Stellenwachstum von rund +400’000 neu geschaffenen Jobs aus. Auch die kurzfristigen Zahlen zur Arbeitsmarktentwicklung deuteten eine solide Entwicklung an. So gingen die wöchentlich gemeldeten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 18’000 auf 215’000 Anträge zurück. Die amerikanische Zentralbank dürfte auch angesichts der bisherigen Stärke des Arbeitsmarktes von einer nachhaltigen Entwicklung ausgehen und den Leitzins Mitte März erstmals seit der Pandemie anheben.

An der New Yorker Börse sorgen der anhaltende Krieg in der Ukraine und schlechter als erwartete Daten zur Stimmung im US-Dienstleistungssektor für Abschläge. Der Dow Jones Industrial fiel um -0.29% auf 33’794.66 Punkte zurück und der S&P 500 verlor -0.53%, Schlussstand: 4’363.49 Zähler. Am stärksten waren die Abschläge an der Technologiebörse Nasdaq wo die Indizes knapp -1.5% verloren. Mit Spannung werden nun die neusten Arbeitsmarktdaten aus den USA erwartet, die jeweils auch für den weiteren geldpolitischen Kurs der US-Notenbank ausschlaggebend sind.

Auch in Asien stand die kriegerische Auseinandersetzung in Europa im Mittelpunkt, nachdem das grösste Atomkraftwerk in der Ukraine beschossen wurde und ein Feuer ausgebrochen war. In Tokio verliert der 225 Werte umfassende Nikkei -2.25% und in Hongkong notiert der Hang Seng-Index knapp -2.5% im Minus.

EU bereit für Ausweitung der Sanktionen gegen Russland

Die Europäische Union könnte weitere Sanktionen gegen Russland beschliessen, sollten die Gespräche zwischen den beiden Kriegsparteien zu keinem Ergebnis führen. Denkbar bleibt ein komplettes Embargo des Energietransfers oder Eingriffe in den Handel mit Kryptowährungen. Die EU-Kommission werde die Situation sehr genau beobachten, hiess es aus Brüssel.

Stimmung der US-Dienstleister eingetrübt

Der Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management ISM deutete mit einem Rückgang von 59.9 auf 56.5 Punkte im Februar eine Eintrübung der Stimmung in der US-Dienstleistungsbranche an. Analysten waren von einem Anstieg auf 61.0 Zähler ausgegangen. Das ISM verwies auf die anhaltenden Probleme in den globalen Lieferketten und die steigenden Preise sowie Personalknappheit.

Euro-Wirtschaft gewinnt im Februar wieder etwas an Schwung

Die Unternehmensstimmung in der Eurozone hat sich gemäss neusten Umfragewerten im Februar trotz der geopolitischen Unsicherheiten wieder etwas aufgehellt. In der Folge stieg der für die gesamte Privatwirtschaft zusammengefasste Einkaufsmanagerindex (PMI Composite) von 52.3 Punkten im Januar auf 55.5 Zähler. Positiv zu Buche schlug hingegen die breite Aufhebung aller Pandemiemassnahmen.

Erzeugerpreise im Euroraum verstärken Inflationsdruck weiter

Zu Jahresbeginn sind die Erzeugerpreise in der Eurozone erneut im Rekordtempo gestiegen. Auf Jahressicht ergab sich eine Steigerungsrate von +30.6%, womit die Preise auf Produzentenebene so stark gestiegen sind wie noch nie seit der Einführung des Euro 1999. Energie verteuerte sich für die Hersteller von Gütern um knapp +86% und die Preise für Vorleistungsgüter nahmen um rund +20% zu.

Höhere Teuerung in der Schweiz

Die Inflation in der Schweiz ist im Februar weiter gestiegen von +1.6% im Januar auf +2.2%. Im Monatsvergleich erhöhten sich die Konsumentenpreise um +0.7%. Teurer waren Energie oder auch Wohnungsmieten.

Inflation in der Türkei ausser Kontrolle

Die Lebenshaltungskosten in der Türkei haben sich im Februar gegenüber dem Vorjahr um knapp +55% erhöht. Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise um +4.8%, getrieben insbesondere durch teurere Energie und Lebensmittel oder auch Transportkosten. Die türkische Notenbank kann aufgrund des politischen Drucks keine Gegenwehr leisten. Angesichts der engen Beziehungen zu Russland hat die Türkei die Sanktionen des Westens bisher nicht mitgetragen, dürfte die Auswirkungen auf die Wirtschaft aber dennoch zu spüren bekommen.

Wirtschaftskalender 4. März

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00DEExporte (Januar, M/M)+0.9%
08:00DEImporte (Januar, M/M)+4.7%
08:45FRIndustrieproduktion (Januar, M/M)-0.2%
09:00CHSeco Konjunkturprognosen 
09:00AUTBIP Q4 (Q/Q Revision)-2.2%
10:00ITBIP Q4 (Q/Q Revision)+0.6%
11:00EZEinzelhandelsumsätze (Januar, M/M)-3.0%
14:30USAArbeitslosenrate (Februar)4.0%
14:30USABeschäftigungswachstum Gesamtwirtschaft (Februar, ex-Agrar)+467’000

Unternehmenskalender 4. März

LandUnternehmenPeriode
DEAllianzGeschäftsbericht
USAAppleHauptversammlung

Quelle: BondWorld.ch


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