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LGT Navigator: Der Schatten des Krieges wird immer länger

LGT Navigator : An den internationalen Börsen bleiben die Aktienkurse angesichts des fortlaufenden Kriegs in der Ukraine und keinerlei Anzeichen einer Lösung des Konflikts mit Russland stark angeschlagen.

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Die Möglichkeit eines vollumfänglichen Öl- und Gasembargo Russlands könnte nun immer stärker erwogen werden, was wiederum die Energiesicherheit insbesondere Europas stark beeinträchtigen könnte. Währenddessen läuft die Erholung am amerikanischen Arbeitsmarkt auf vollen Touren und hält das Fed auf ihrem antizipierten Zinserhöhungskurs. In dieser Woche steht vor allem der geldpolitische Entscheid der EZB am Donnerstag im Mittelpunkt.

Nach dem heftigen Einbruch der Aktienmärkte in Europa am Freitag – der Euro STOXX 50 schloss knapp -5% tiefer – und Abgaben auch in New York, eröffneten die Börsen in Asien angesichts der anhaltend hohen Unsicherheit die neue Woche ebenfalls stark negativ. In Tokio verliert der 225 Titel umfassende Nikkei-Index rund -3%. Der Dow Jones Industrial schloss am Freitag -0.53% tiefer bei 33’614.80 Punkten und verbuchte damit über die vergangene Woche einen Verlust von etwa -1.3%. Der S&P 500 schloss am Freitag -0.79% tiefer bei 4’328.87 Zählern und an der Nasdaq gingen die Indizes knapp -1.5% tiefer als am Vortag in das Wochenende.

Der Euro fiel gegenüber dem US-Dollar erstmals seit Mai 2020 unter die Marke von USD 1.09, während die Öl- und Rohstoffpreise sich auf hohem Niveau hielten. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen notiert unterdessen bei rund 1.7%. Gesucht blieben «sichere Häfen» wie der Schweizer Franken. Mit dem Ukraine-Krieg knackte der Franken gegenüber dem Euro erstmals seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank anfangs 2015 die Marke von 1.01 und hat die Parität in Griffweite.

Im Zentrum steht nun auch die Europäische Zentralbank (EZB), die am Donnerstag im Schatten des Ukraine-Kriegs ihren weiteren geldpolitischen Kurs festlegen wird. Vor dem Hintergrund der höchst unsicheren geopolitischen Lage könnte die EZB gezwungen sein, länger länger als die Inflationsentwicklung eigentlich verlangen würde, an ihrer expansiven Ausrichtung festzuhalten.

US-Arbeitsmarkt zeigt Stärke und bestärkt Zinserwartungen

In den Vereinigten Staaten ist das Beschäftigungswachstum in der amerikanischen Gesamtwirtschaft (ohne Agrarsektor) im Februar deutlich stärker ausgefallen als erwartet. So entstanden im letzten Monat +678’000 neue Arbeitsplätze, was den Analystenkonsens von +423’000 weit hinter sich liess. Zudem war der Jobzuwachs in den beiden Vormonaten kräftiger als zunächst geschätzt. So kamen im Januar und Dezember nochmals 92’000 Stellen hinzu. Gleichzeitig sank die Arbeitslosenrate von 4.0% auf 3.8% (Konsens 3.9%) und nähert sich damit dem Niveau vor der Coronakrise. Die US-Notenbank (Fed) dürfte sich in der soliden Entwicklung des Arbeitsmarktes bestätigt sehen und Mitte März den ersten von mehreren Zinsschritten vollziehen.

Kreditwürdigkeit Russland in Frage gestellt

Russlands Bonität an den Kapitalmärkten ist aufgrund des Krieges in der Ukraine und der wirtschaftlichen Sanktionen stark angeschlagen. Ende letzter Woche senkten die drei grossen Rating-Agenturen Standard & Poor’s (aktuelles Rating «CCC-»), Moody’s («B3») und Fitch («B») ihre Einstufung auf «Ramschniveau». Zudem werden weitere Rating-Herabstufungen in Aussicht gestellt und vor einem Zahlungsausfall Russlands gewarnt. Vor allem der beschränkte Zugriff der russischen Zentralbank auf ihre Währungsreserven und der Ausschluss russischer Banken aus dem SWIFT-Netz dürften schwerwiegende Folgen für Russland haben. Zudem führt der freie Fall des Rubel zu einem Anstieg der Inflation.

Italiens Wirtschaft blieb Ende 2021 auf Wachstumskurs

Die italienische Wirtschaft ist im vierten Quartal des letzten Jahres trotz Pandemie noch um +0.6% gegenüber dem Vorquartal gewachsen. Im Q3 hatte die drittgrösste Wirtschaft der Eurozone aber noch deutlich kräftiger um +2.6% zugelegt. Getrieben wurde das Wirtschaftswachstum im Schlussquartal 2021 vor allem durch die Konsumausgaben und Unternehmensinvestitionen.

Wirtschaftskalender 7. März

MEZLandIndikatorLetzte Periode
07:45CHArbeitslosenrate (Februar)2.3%
08:00DEAuftragseingang Industrie (Januar, M/M)+2.8%
10:30EZSentix Konjunkturausblick (März)+16.6

Unternehmenskalender 7. März

LandUnternehmenPeriode
CHBauerJahreszahlen
CHSNBJahreszahlen

Quelle: BondWorld.ch


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