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LGT Navigator: Potenzielles Embargo treibt Rohstoffpreise weiter an

LGT Navigator : Der Krieg in der Ukraine und die stark steigenden Rohstoffpreise setzen den Aktienmärkten zu und trüben immer mehr den globalen Konjunkturausblick.

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Vor dem Hintergrund eines möglichen Embargos für russisches Öl kletterten die Ölpreise auf den höchsten Stand seit 2008 und werden langsam, aber sicher die Budgets der Verbraucher strapazieren sowie den Konsum schmerzhaft belasten. Angesichts dessen bleibt die Anlegerstimmung höchst angespannt und die Sorge vor einer potenziellen Stagflation nimmt zu. Erneut keine greifbaren Ergebnisse brachten die direkten Gespräche zwischen den Konfliktparteien.

In Europa eröffneten die Börsen zunächst tief im roten Bereich – der deutsche Dax verlor zu Handelsbeginn bis zu -5% und fiel auf den tiefsten Stand seit November 2020 zurück. Seit Beginn der Invasion Russlands in der Ukraine musste der deutsche Leitindex zeitweise rund 2’000 Punkte oder rund -14% abgeben. Im Laufe des Montags konnten sich die europäischen Indizes zunächst wieder fangen, schlossen dann aber mit einbrechenden Kursen in New York dennoch klar im roten Terrain. Auch an der Wall Street sorgten die geopolitischen Unsicherheiten und der heftige Anstieg der Rohstoffpreise für anhaltenden Druck. Der Dow Jones Industrial gab zu Wochenbeginn um -2.37% auf 32’817.38 Punkte nach und der S&P 500 fiel um fast -3% auf 4’201.09 Zähler. An der Technologieaktienbörse Nasdaq gaben die Indizes um rund -3.75% nach. Fast die einzigen Gewinner sind derzeit  Aktien aus dem Energiesektor oder von Herstellern von Rüstungsgütern und Verteidigungstechnik.

An Asiens Börsen setzte sich der negative Trend am Dienstag mehrheitlich fort. In Tokio verlor der Nikkei 225-Index rund -1.8%. Vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs bleiben «sichere Häfen» wie der Schweizer Franken oder Gold gesucht. Zum Wochenstart kletterte der Goldpreis in US-Dollar erstmals seit Mitte 2020 auf mehr als USD 2’000. In Euro erreichte der Goldpreis wegen der Schwäche des Euro bereits ein neues Rekordhoch. Am Devisenmarkt fiel der Euro gegenüber dem US-Dollar zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit Mai 2020. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen zog unterdessen von rund 1.70% wieder auf etwa 1.79% an,

Ölpreise legen weiter kräftig zu und Russland droht, den Gashahn zuzudrehen

Ein nun ernsthaft diskutierter Importstopp für Öl aus Russland hat die Ölpreisnotierungen am Montag auf den höchsten Stand seit 2008 getrieben. Zeitweise musste für ein Barrel der Nordseesorte Brent mit rund USD 139 fast +18% mehr bezahlt werden als am vergangenen Freitag, bevor sich der Preis im Laufe des Montags wieder abschwächte. Damit hat sich Brent seit Beginn der Invasion Russlands um rund ein Drittel verteuert und seit Jahresbeginn sogar um rund zwei Drittel. Der Preis für die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kletterte zu Wochenbeginn erstmals seit 2008 über die Marke von USD 130. Ein Embargo für russisches Öl würde vor allem Europa stark treffen und die Energiesicherheit des Kontinents gefährden.

Russland droht nun seinerseits mit einem Gas-Lieferstopp durch die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1. Die Europäische Union deckt den Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) zufolge etwa 40% des Verbrauchs mit russischem Gas.

Konjunkturausblick der Investoren trübt sich laut Sentix-Umfrage stark ein

Die Perspektiven für die Euro-Wirtschaft haben sich gemäss den Einschätzungen von deutschen Finanzprofis angesichts des Ukraine-Kriegs wieder deutlich verschlechtert. So fiel der vom Finanzmarktanalyseunternehmen Sentix monatlich erstellte Konjunkturindikator um 23.6 auf minus 7.0 Punkte zurück. Der Rückgang fiel damit noch deutlich stärker aus, als von Analysten prognostiziert. Die Erwartungen der rund 1’200 befragten Investoren haben sich dabei so stark eingetrübt wie noch nie in der 20-jährigen Historie des Sentix-Konjunkturindex. Im Vordergrund standen vor allem der befürchtete weitere Anstieg der Energiekosten.

Wirtschaftskalender 8. März

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00DEIndustrieproduktion (Januar, M/M)-0.3%
11:00EZBIP Q4 (Q/Q, Revision)+0.3%
14:30USAHandelsbilanz (Januar)USD -80.7 Mrd.

Unternehmenskalender 8. März

LandUnternehmenPeriode
CHLindt & SprüngliJahreszahlen
FRDanoneKapitalmarkttag

 Quelle: BondWorld.ch


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