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LGT Navigator: Biden zapft strategische Ölreserven an und Putin will Rubel

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LGT Navigator : Die USA kündigten eine Freigabe eines Grossteils ihrer Rohölreserven an. Dies sorgte an den Energiemärkten für sinkende Rohölpreise.

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Russlands Präsident Putin droht seinerseits, Gaslieferungen «unfreundlicher westlicher Kunden» einzustellen, sollten die Devisen nicht in Rubel konvertiert werden. Währenddessen sieht die NATO im Ukraine-Krieg keine echten Entspannungssignale. Russische Einheiten würden sich nicht zurückziehen, sondern lediglich neu positionieren, warnte Generalsekretär Stoltenberg. Heute erwarten wir aus den USA den regelmässigen Arbeitsmarktbericht sowie Einkaufsmanagerindizes aus dem amerikanischen und europäischen Industriesektor.

US-Präsident Joe Biden kündigte gestern an, zur Linderung der schmerzhaften Verteuerung der Treibstoffe vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine und dem Konflikt mit Russland einen grossen Teil der strategischen Ölreserven freizugeben. Dabei geht es um eine Million Barrel Rohöl pro Tag, oder insgesamt bis zu 180 Millionen Barrel Rohöl. Die Ölpreise gaben daraufhin zeitweise kräftig nach. Auf der anderen Seite kündigte Kremlchef Wladimir Putin an, dass russisches Gas nur geliefert werde, wenn westliche Staaten ein Konto bei der Gazprombank eröffnen, die Devisen dann im Namen des Kunden umgetauscht und dann in Rubel an Gazprom überwiesen würden.

An der Wall Street weiteten die Indizes ihre Vortagesverluste weiter aus. Der Dow Jones Industrial schloss -1.56% tiefer als am Vortag bei 34’678.35 Punkten, womit der Dow wieder deutlich unter der wichtigen Marke von 35’000 notiert. Zum Abschluss des ersten Quartals verbucht das Börsenbarometer damit ein Minus von -4.6%. Die Monatsbilanz im März fällt für den Dow mit einem Plus von +2.3% jedoch positiv aus. Der S&P 500 und die Indizes an der Nasdaq gaben am Donnerstag um rund -1.5% nach. Im ersten Quartal verloren die Technologie-Indizes an der Nasdaq damit rund -9%. An Asiens Börsen setzte sich der negative Trend zum Wochenschluss, respektive zu Beginn des zweiten Quartals, fort. Am Anleihenmarkt fiel die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen gestern auf 2.34% und notiert nun wieder bei 2.38%.

Inflationsindikator der US-Notenbank zieht weiter an

Der von der amerikanischen Zentralbank (Fed) bevorzugte Inflationsindikator (Personal Consumption Indicator, PCE) erhöhte sich im Februar von +6.0% im Vormonat auf +6.4%. Die «offizielle» Inflationsrate in den USA beträgt derzeit +7.9%. Welche Betrachtungsweise man auch annimmt, der Preisauftrieb scheint sich definitiv weiter zu verstärken.

Japans Unternehmer gemäss Tankan-Umfrage pessimistischer

Die Quartalsumfrage der Bank of Japan zur Stimmung japanischer Unternehmen, der sogenannte Tankan-Bericht, hat sich erstmals seit sieben Quartalen wieder verschlechtert. Der am meisten beachtete Indikator der grossen Produktionsunternehmen fiel zum Ende des ersten Quartals von plus 17 auf plus 14 Punkte zurück. Auch im Ausblick auf die kommenden drei Monate geht eine Mehrheit der Unternehmen von einer weiteren Eintrübung des Geschäftsklimas aus. Befragt werden rund 10’000 Firmen.

Sprunghafter Anstieg der Inflation in Frankreich und Italien

Die Lebenshaltungskosten in den zweit- und drittgrössten Volkswirtschaften der Eurozone haben sich im März weiter verteuert. In Frankreich stiegen die Verbraucherpreise auf Jahressicht um +5.1% (Konsens +4.9%), verglichen mit einer Teuerungsrate von +4.2% im Februar. Gegenüber dem Vormonat legten die Konsumentenpreise um +1.6% zu, getrieben von höheren Energie-, Lebensmittel- und Dienstleistungspreisen. In Italien erreichte die Jahresinflationsrate im März mit +7.0% (Konsens +7.2%) den höchsten Wert seit Einführung des Euro 1999. Im Vormonat hatte die Teuerung noch +6.2% betragen. Auf Monatssicht ergab sich eine durchschnittliche Preissteigerung von +2.6%.

Arbeitslosenrate im Euroraum so tief wie noch nie

In der Eurozone ist die Arbeitslosenquote im Februar auf ein Rekordtief (seit Einführung des Euro) von 6.8% gefallen. Noch vor Jahresfrist hatte die Arbeitslosenrate mit 8.2% noch deutlich höher gelegen, womit sich die Zahl der Arbeitslosen um 2.15 Millionen verringert hat. Das bisher höchste Niveau erreichte die Arbeitslosigkeit im Euroraum während der Eurokrise anfangs 2013 mit 12.1%.

Wirtschaftskalender 1. April

MEZLandIndikatorLetzte Periode
00:00CNFeiertag 
08:30CHVerbraucherpreise (März, J/J)+2.2%
09:00AUTVerbraucherpreise (März, J/J)+5.5%
09:15ESPEinkaufsmanagerindex Indutrie (März)56.9
09:30CHEinkaufsmanagerindex Indutrie (März)62.6
09:45ITEinkaufsmanagerindex Indutrie (März)58.3
09:50FREinkaufsmanagerindex Indutrie (März)54.8
09:55DEEinkaufsmanagerindex Indutrie (März)57.6
10:00EZEinkaufsmanagerindex Indutrie (März)57.0
10:30GBEinkaufsmanagerindex Indutrie (März)55.5
11:00EZVerbraucherpreise (März, J/J)+5.9%
11:00EZKern-Verbraucherpreise (März, J/J)+2.9%
14:30USABeschäftigung ex-Agrar (März)+678’000
14:30USAArbeitslosenrate (März)3.8%
15:45USAEinkaufsmanagerindex Industrie (März)58.5
16:00USAISM Einkaufsmanagerindex Industrie (März)58.6

Unternehmenskalender 4. April

LandUnternehmenPeriode
ESPRepsolQ1-Umsatz

Quelle: BondWorld.ch


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