LGT Navigator

LGT Navigator: Wieder verstärkte Risikobereitschaft trotz anhaltend hohem Unsicherheitsgrad

  • Home
  • LGT Navigator
  • LGT Navigator: Wieder verstärkte Risikobereitschaft trotz anhaltend hohem Unsicherheitsgrad

LGT Navigator : In New York und in Asien zeigten sich Aktieninvestoren wieder risikobereiter. Dies trotz der Aussicht auf eine aggressive geldpolitische Straffung in den USA angesichts der anhaltend hohen Inflation und steigender Renditen.

Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter


LGT Navigator


Etwas in den Hintergrund gerückt, scheinen auch die Sorgen hinsichtlich der Folgen der «Lockdown»-Massnahmen in China für die globalen Lieferketten sowie die Unsicherheiten über die weitere Entwicklung des unvermindert fortgesetzten Krieges in der Ukraine.  Im Zentrum des Interesses steht heute insbesondere das «Beige Book» der US-Notenbank sowie eine Vielzahl von Gewinnausweisen und Ausblicken börsennotierter Firmen im Rahmen der laufenden «Earnings Season».

An der New Yorker Börse verzeichneten die Aktienindizes am Dienstag solide Tagesgewinne. Der Dow Jones Industrial legte bis zum Handelsschluss um +1.45% auf 34’911.20 Punkte zu und der breite S&P 500 notierte +1.61% höher als am Vortag bei 4’462.21 Zählern. An der Technologiebörse Nasdaq stiegen die Indizes gar um rund +2%. Positiv aufgenommen wurden besser als erwartet ausgefallene Daten vom amerikanischen Häusermarkt. Im März wurden demnach +0.4% mehr Baugenehmigungen im Vergleich zum Vormonat registriert worden, während Analysten im Schnitt von einem Rückgang um -2.4% ausgegangen waren. Die Anzahl der Baustarts erhöhte sich auf Monatssicht um +0.3% verglichen mit einem Konsens von -1.6%. Frische Impulse lieferten beispielsweise die Quartalszahlen von Johnson & Johnson oder IBM, die beide die Gewinnerwartungen übertreffen konnten. Für Aufsehen sorgt auch weiterhin die Aktie des Kurznachrichtendienstes Twitter. Die Aktien gaben gestern wieder um fast -5% nach, nachdem das Management Gegenmassnahmen für den von Tesla -Chef Elon Musk angekündigten Übernahmeversuch ergriffen hat.

In Asien verbuchten die meisten Aktienmärkte am Mittwoch Gewinne. In Tokio legt der Nikkei 225 rund ein Prozent zu und baut damit die Gewinne vom Vortag aus. Der schwache Yen und hohe Rohstoffpreise sorgten in Japan erneut für ein Defizit in der Handelsbilanz – den achten Monat in Folge. In Hongkong konnte der Hang Seng mit einem Plus von rund +0.8% einen kleinen Teil der kräftigen Vortagesverluste aufholen.

An den Anleihenmärkten stieg die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf 2.94% und die Rendite 30-jähriger Treasuries kletterte erstmals seit Anfang 2019 über 3%. Die Rendite zehnjähriger inflationsgebundener US-Anleihen hielt sich unterdessen nahe dem anfangs Woche erreichten Zweijahreshöchststand.

IWF senkt Wachstumsprognose für Weltwirtschaft

Den aktualisierten Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge wird sich das globale Wachstumstempo im laufenden Jahr signifikant verlangsamen, bei einer gleichzeitig höheren Inflation. Der IWF prognostiziert nun eine globale Wachstumsrate von +3.6% verglichen mit den zu Jahresbeginn in Aussicht gestellten +4.4%. Den Hauptgrund für die schlechteren Perspektiven – vor allem für Europa und Russland – sieht der Währungsfonds im Krieg in der Ukraine und den weltweit spürbaren Auswirkungen. Dadurch seien auch die neuesten Konjunkturprognosen mit einer ungewöhnlich hohen Unsicherheit behaftet, warnte der IWF. Die auch durch den Ukraine-Konflikt nochmals deutlich gestiegenen Energie-, Rohstoff- und Lebensmittelpreise treiben zudem die Inflation. In diesem Jahr rechnet der IWF in den Industriestaaten mit einer Inflationsrate von +5.7% verglichen mit der vorherigen Prognose von +3.9%. In Schwellen- und Entwicklungsländern werde die Teuerung im Durchschnitt +8.7% betragen – 2.8 Prozentpunkte mehr als zuletzt angenommen.

Russland bleibt bei G20 mit von der Partie

Am Treffen der G20- Finanzminister und des Internationalen Währungsfonds in Washington wird auch Russland teilnehmen. Darauf haben sich die Mitglieder nach eingehenden Diskussionen geeinigt. Die wichtige multilaterale Zusammenarbeit dürfe nicht direkt oder indirekt durch Russland sabotiert werden, hiess es. Infolgedessen werde es aber nicht möglich sein, einen Konsens für eine gemeinsame Abschlusserklärung zu finden. Neben dem Krieg in der Ukraine und den Auswirkungen auf die Weltwirtschaft wird vor allem auch die globale Inflationsentwicklung im Zentrum der Gespräche stehen.

Frankreich drängt auf umfassendes Ölembargo gegen Russland

Die französische Regierung plädiert auf einen europäischen Importstopp für russisches Erdöl, um die Devisenquelle des Kremls auszutrocknen. «Wir müssen unsere europäischen Partner noch überzeugen», betonte Wirtschaftsminister Bruno Le Maire. Insbesondere Deutschland ist als Europas grösste Volkswirtschaft abhängig von russischer Energie und würde damit, der Warnungen aus der Industrie zufolge, erheblichen Schaden erleiden.

Wirtschaftskalender 20. April

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00DEErzeugerpreise (März, J/J)+25.9%
08:30DEBundesbank-Präsident Nagel spricht 
16:00USAVerkäufe bestehender Häuser (März, M/M)-7.2%
20:00USAFed Konjunkturbericht (Beige Book) 

Unternehmenskalender 20. April

LandUnternehmenPeriode
CHZur RoseQ1 Umsatz
FRDanoneQ1 Umsatz 
FRCarrefourQ1 Umsatz
NLHeinekenQ1
NLASMLQ1
GBRio Tinto Q1 Operation-Report
USATeslaQ1
USAAbbott LaboratoriesQ1
USAProcter & GambleQ1
USAUnited AirlinesQ1
USAAlcoaQ1

Quelle: BondWorld.ch


Newsletter
Ich habe gelesen
Privacy & Cookies Policy
und ich stimme der Verarbeitung meiner persönlichen Daten für die darin genannten Zwecke zu.
ETFWorld

Newsletter investmentworld.ch

Ich habe gelesen
Privacy & Cookies Policy
und ich stimme der Verarbeitung meiner persönlichen Daten für die darin genannten Zwecke zu.