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LGT Navigator: Augenmerk auf positive News – Tech-Schwergewichte treiben Erholungsrally

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LGT Navigator : Gute Quartalszahlen einiger Tech-Schwergewichte sorgten an der Wall Street für Auftrieb und einige Erholung. Aus Konjunktursicht musste zwar zur Kenntnis genommen werden, dass die US-Wirtschaft im ersten Quartal geschrumpft ist, jedoch blieben der Privatkonsum und die Investitionen relativ solide.

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Heute stehen auch in Europa BIP- und Inflationszahlen im Mittelpunkt des Interesses. Die belastenden Faktoren wie der geldpolitische Straffungskurs, der anhaltend hohe Inflationsdruck, geopolitische Unsicherheiten, insbesondere der Krieg in der Ukraine, und Sorgen um die Energieversorgung bleiben aber bestehen – die Börsenstimmen werden deshalb zwischen Optimismus und Pessimismus schwanken.

Getrieben durch gut aufgenommene Unternehmensnachrichten legten die Aktienindizes der New Yorker Börse am Donnerstag kräftig zu. In recht volatilem Handel schloss der Dow Jones Industrial +1.85% höher bei 33’916.39 Punkten und der marktbreite S&P 500 ging gar mit einem soliden Plus von +2.47% bei 4’287.50 Zählern aus dem Tagesgeschäft. Die stärksten Zugewinne wurden an der Technologiebörse Nasdaq beobachtet, wo sich die Indizes von den Vortagesverlusten erholten und um rund +3.5% zulegten. Getrieben wurde die Erholung durch Quartalszahlen einiger Tech-Schwergewichte, wie beispielsweise des Facebook-Mutterkonzerns Meta. Die Aktie der Social-Media- Plattform legte zeitweise um rund +18% zu.

Apple berichtete nach Börsenschluss starke Quartalszahlen. Der iPhone-Konzern verdiente mit USD 25 Milliarden knapp +6% mehr als im Jahr zuvor und steigerte den Umsatz auf Jahressicht um +9% auf USD 97.3 Milliarden. Apple übertraf damit die Markterwartungen, jedoch drehte die Aktie im nachbörslichen Handel nach anfänglichen Zuwächsen um rund ein Prozent ins Minus.

Die positiven Vorgaben aus den USA sorgten auch an Asiens Aktienmärkten zum Wochenschluss für teilweise kräftige Gewinne. In Tokio legt der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um rund +1.7% zu und in Hongkong gewinnt der Hang Seng-Index fast +4%. 

Negatives Auftaktquartal für die US-Wirtschaft, aber Konsumausgaben bleiben robust

Das amerikanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist in den ersten drei Monaten des Jahres überraschend mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von -1.4% geschrumpft. Verantwortlich war vor allem eine kräftige Ausweitung des Handelsbilanzdefizits, während der Konsum und die Unternehmensinvestitionen robust blieben. Ökonomen hatten eine annualisierte Wachstumsrate von zumindest +1.0% vorausgesagt. Im Schlussquartal war die US-Wirtschaft noch um knapp sieben Prozent gewachsen.

Schwedens Zentralbank erhöht Leitzins

Die schwedische Zentralbank strafft ihre Geldpolitik und hat den Schlüsselzins um einen Viertel Prozentpunkt auf +0.25% erhöht. Damit notiert der Leitzins erstmals seit 2014 wieder im positiven Bereich. Hintergrund ist der zunehmende Inflationsdruck. In Schweden erreichte die Jahresteuerungsrate im März das höchste Niveau seit den 1990er Jahren. Die Riksbank stellt deswegen auch weitere Zinserhöhungen in Aussicht.

Nochmals höhere Inflation in Deutschland

In Deutschland sind die Verbraucherpreise im April um +7.4% gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr gestiegen. Damit lag die Teuerungsrate wegen der massiv verteuerten Energiepreise nochmals höher als im März mit +7.3%. Für Haushaltsenergie und Kraftstoffe mussten deutsche Privathaushalte im April rund +35% mehr berappen als im Vorjahresmonat. Die Preise für Nahrungsmittel verteuerten sich im Schnitt um +8.5%. Aktuelle Prognosen gehen davon aus, dass die Inflationsrate in Deutschland im Gesamtjahr 2022 über sechs Prozent betragen wird. Zum Vergleich: 2021 betrug die Teuerung in Deutschland im Jahresschnitt +3.1%.

Der stärker als vermutete Inflationsdruck im Euroraum erhöht auch immer mehr den Druck auf die Europäische Zentralbank (EZB) und heizt die Diskussion um den Zeitpunkt der Zinswende an. EZB-Präsidentin Christine Lagarde und weitere hochrangige EZB-Vertreter haben in jüngsten Aussagen eine erste Erhöhung der Leitzinsen im Sommer in Aussicht gestellt. Lagarde betonte, dass der Auftrag der EZB die Preisstabilität sei und die EZB mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem frühen Zeitpunkt ihre milliardenschweren Anleihenkäufe auslaufen lassen könnte, um die Preisstabilität zu garantieren. Dies sei dann der Zeitpunkt, eine Erhöhung der Zinsen zu erwägen.

Leichte Teuerungsentspannung in Spanien

In Spanien hat sich der Teuerungsdruck im April stärker als erwartet abgeschwächt. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die Lebenshaltungskosten um +8.3%. Das ist deutlich tiefer als noch im März mit +9.8%. Analysten waren im Schnitt von einem Rückgang auf 9.0% ausgegangen. Hintergrund der leichten Entspannung waren etwas geringere Stromkosten.

Wirtschaftskalender 29. April

MEZLandIndikatorLetzte Periode
07:30FRBIP Q1 (Q/Q))+0.7%
08:45FRVerbraucherpreise (April, J/J)+5.1%
09:00CHKOF Konjunkturbarometer (April)99.7
09:00ESPBIP Q1 (Q/Q)+2.2%
09:00AUTBIP Q1 (Q/Q)-1.5%
09:00AUTVerbraucherpreise (April, J/J) +6.7%
10:00ITBIP Q1 (Q/Q)+0.6%
10:00CHSNB Präsident Jordan spricht 
10:00DEBIP Q1 (Q/Q)-0.3%
11:00ITVerbraucherpreise (April, J/J)+6.8%
11:00EZVerbraucherpreise (April, J/J)+7.4%
11:00EZKern-Verbraucherpreise (April, J/J)+2.9%
11:00EZBIP Q1 (Q/Q)+0.3%
14:30USAKonsumausgaben (März, M/M)+0.2%
14:30USAPersönliche Einkommen (März, M/M)+0.5%
15:45USAChicago Einkaufsmanagerindex (April)62.9
16:00USAKonsumentenstimmung (April)59.4

Unternehmenskalender 29. April

LandUnternehmenPeriode
DEBASFQ1 
FRRemy CointreauQ1 Umsatz
ITEniQ1
NLSignifyQ1
NLKPNQ1 
ESPBBVAQ1
AUTOMVQ1 
AUTErste Group BankQ1
DNKDanske BankQ1
SWEElectroluxQ1
SWEVattenfallQ1
GBAstraZenecaQ1
GBReckitt BenckiserQ1
USABristol Myers-SquibbQ1
USAChevronQ1
USAExxonMobilQ1
USAColgate-PalmoliveQ1

Quelle: BondWorld.ch


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