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LGT Navigator: Kurzfristig wieder gewonnene Zuversicht

LGT Navigator : Solide Umsatzzahlen aus dem amerikanischen Einzelhandel sowie Hoffnungen auf eine Lockerung der Pandemiemassnahmen in China und in der Folge eine Entspannung der angespannten weltweiten Lieferketten, sorgten an den Kapitalmärkten für eine positivere Sicht und eine wieder bessere Stimmung.

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US-Notenbankchef Powell betonte unterdessen, dass die Geldpolitik weiter gestrafft werde, bis die Inflation eingedämmt ist. Das Fed werde nicht zögern, die Zinssätze über den neutralen Bereich hinaus anzuheben, wenn dies zur Kontrolle der steigenden Preise erforderlich sei.  Gleichzeitig sendete EZB-Präsidentin Lagarde ein klares Signal, dass die EZB die Zinsen im Juli anheben wird.

Neuste US-Konjunkturdaten stimmten die Anleger wieder zuversichtlicher und verdrängten die zuvor verstärkten Wachstumssorgen. Dies hob an der New Yorker Börse die Stimmung und sorgte für einen positiven Tagesabschluss. Der Dow Jones Industrial schloss bei 32’654.59 Punkten +1.34% höher und der S&P 500 legte um gut +2% auf 4’088.85 Punkte zu. An der Nasdaq waren die Tagesgewinne mit rund +2.6% noch ausgeprägter. Neben den soliden Umsatzzahlen der US-Retail-Branche sorgten auch die Hoffnung auf eine Lockerung der Pandemie-bedingten «Lockdowns» in China für Optimismus. Mit Blick auf die Einzelaktien bleibt die Aktie von Twitter im Scheinwerferlicht. Elon Musk besteht weiterhin auf einer genauen Überprüfung der potenziellen «Fake-Accounts» beim Kurznachrichtendienst. Beim US-Retailriesen Walmart sorgten hohe Kosten und Lieferkettenproblemen für einen empfindlichen Gewinnrückgang im ersten Quartal. Die Aktie stürzte daraufhin um fast -12% ab. Unterdessen stieg am Anleihemarkt die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen wieder auf fast 3%.

In Asien tendierten die Aktienmärkte am Mittwoch uneinheitlich. In Tokio notiert der 225 Werte umfassende Nikkei-Index rund +0.75% höher, während die Indizes in Hongkong und Shanghai tiefer handeln. Wie heute Morgen berichtet, ist Japans Wirtschaft im ersten Quartal um -0.2% im Vergleich zum Vorquartal geschrumpft.

US-Retailer zeigen solides Umsatzwachstum

Trotz steigender Preise und jüngst schlechterer Umfragewerte legten die Einzelhandelsumsätze in den USA im April zu. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Retail Sales um +0.9%. Damit blieb die Umsatzentwicklung zwar leicht unter den Erwartungen, jedoch war das Umsatzwachstum im März mit +1.4% fast dreimal so stark wie zunächst angenommen. Der Konsum ist eine der wichtigsten Stützen der weltgrössten Volkswirtschaft.

Powell bekräftigt restriktiveren geldpolitischen Kurs

Der amerikanische Notenbankpräsident Jerome Powell betonte, dass das Fed ihre Geldpolitik so lange straffen werde, bis sie klare und überzeugende Beweise dafür sehe, dass sich die Inflation wieder dem langjährigen Ziel der US-Notenbank von 2% nähert. Die Wiederherstellung der Preisstabilität sei für das reibungslose Funktionieren der Wirtschaft unerlässlich, so Powell. Der Fed-Vorsitzende fügte hinzu, dass es Wege gebe, die Nachfrage zu dämpfen und die Inflation zu senken, ohne dass es zu erheblichen Verlusten auf dem Arbeitsmarkt komme. Dies würde eine «weiche oder sanfte Landung» darstellen, meinte Powell.

Finnland stellt offiziellen Antrag auf NATO-Mitgliedschaft

Wie zuvor in Schweden hat gestern auch das finnische Parlament mit überwältigender Mehrheit dem Antrag auf eine NATO-Mitgliedschaft zugestimmt. Damit ist der Weg für eine finnische Bewerbung um die Mitgliedschaft im Verteidigungsbündnis frei. Den Anträgen aus Helsinki und Stockholm müssen alle 30 Nato-Staaten zustimmen.

Euro-Wirtschaft kann moderates Wachstumstempo halten

Im Euroraum war das Wirtschaftswachstum im Auftaktquartal 2022 leicht stärker als bisher angenommen. In den ersten drei Monaten expandierte das Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorquartal um +0.3%. Eine erste Schätzung hatte noch +0.2% ergeben. Damit blieb das Wachstumstempo in der Eurozone gegenüber dem Schlussquartal 2021 unverändert. Belastet wird die europäische Wirtschaft vor allem durch den Krieg in der Ukraine und die nochmals verschärften weltweiten Lieferkettenprobleme.

Inflation in Italien schwächt sich ab

In Italien hat sich die Teuerung der Verbraucherpreise auf hohem Niveau etwas entspannt. Auf Jahressicht wurde im April, revidierten Angaben zufolge, eine Inflationsrate von +6.3% gemessen, verglichen mit +6.8% im März. Eine erste Schätzung des Statistikamts in Rom hatte für April noch eine Teuerungsrate von +6.6% ergeben.

Britischer Notenbankchef warnt vor Hyperinflation und Reallohnschock

Bank of England-Gouverneur Andrew Bailey sieht angesichts des Ukraine-Kriegs und dem Konflikt mit Russland die Gefahr einer unkontrollierten Inflation. Bailey sprach von «apokalyptischen Preissteigerungen bei Lebensmitteln» wegen des Ausfalls von Lieferungen aus der Ukraine. Die Ukraine exportiert vor allem Weizen. In Grossbritannien ist die Inflationsrate im März auf +7% gestiegen und die Bank of England geht davon aus, dass die Teuerung wegen steigender Energie- und Lebensmittelpreise weiter auf gut 10% steigen wird. Der Zentralbankchef warnte auch vor einem «bedeutendem Reallohnschock».

Wirtschaftskalender 18. Mai

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00GBVerbraucherpreise (April, J/J)+7.0%
08:00GBErzeugerpreise (April, J/J)+11.9%
09:00AUTVerbraucherpreise (April, J/J)+7.2%
11:00EZVerbraucherpreise (April, J/J)+7.5%
11:00EZKern-Verbraucherpreise (April, J/J)+3.5%
14:30USABaubeginne (April, M/M)+0.3%
14:30USABaubewilligungen (April, M/M)+0.3%

Unternehmenskalender 18. Mai

LandUnternehmenPeriode
NLABN AmroQ1 
GBBurberryJahreszahlen
GBAvivaQ1 Umsatz
USACisco SystemsQ3
USAAnalog DevicesQ2
USATargetQ1

Quelle: BondWorld.ch


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