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LGT Navigator: Von Hoffnungen getriebene Erholungsrally an den Börsen

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LGT Navigator : An der Wall Street sorgte eine optimistischere Sicht der Dinge für einen soliden Wochenabschluss.

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Vor dem Hintergrund einer rekordtiefen Konsumentenstimmung in den USA könnte die US-Notenbank in ihrem Zinserhöhungskurs etwas vorsichtiger vorgehen, um nicht eine Rezession zu riskieren, so die Annahme vieler Marktteilnehmer. Grundsätzlich dürften die Rezessionsängste aber ein dominanter Faktor der Börsenstimmung bleiben und die jüngste Erholung könnte sich durchaus als «Bärenmarktrally» entpuppen. Am G7-Gipfel standen wie erwartet der Ukraine-Krieg und der Konflikt mit Russland im Fokus. Für Aufsehen sorgte aber auch ein USD 600 Milliarden schweres Infrastrukturprojekt.

An der New Yorker Börse setzten die Aktienindizes zum Ende der letzten Woche die Erholung fort. Der Dow Jones Industrial schloss mit einem kräftigen Tagesgewinn von +2.68% bei 31’500.68 Punkten. Auf Wochensicht resultierte ein Plus von +5.4%. Der S&P 500 legte am Freitag um +3.06% auf 3’911.74 Punkte zu und an der Nasdaq stiegen die Indizes um rund +3.5%. Auch in Europa hatte sich die Erholung an den Börsen vor dem Wochenende fortgesetzt und der EuroStoxx 50 schloss am Freitag +2.82% höher. Gestützt wurde die Erholung durch Hoffnungen auf eine etwas weniger aggressive Vorgehensweise der US-Notenbank im Kampf gegen die Inflation, sollte diese bald ihren Höhepunkt erreicht haben.

In Asien schlossen sich die meisten Aktienmärkte den positiven Vorgaben aus den USA an und verbuchten zu Wochenbeginn teilweise kräftige Gewinne. In Hongkong legt der Hang Seng beispielsweise um knapp +2.5% zu und auch in Shanghai steigt der Composite-Index um +1.1%. In Tokio notiert der Nikkei 225 rund +1.6% höher.

Konsumentenstimmung in den USA auf Tiefpunkt

Die von der Universität Michigan monatlich befragten Privathaushalte zeigten sich im Juni pessimistisch, was ihre gegenwärtige Situation und den Ausblick angeht. Das Verbrauchervertrauensbarometer fiel dabei auf ein Rekordtief von 50.0 Punkten. Dabei erwarten 79% der befragten Verbraucher für das kommende Jahr schlechte Zeiten für die Wirtschaft – der höchste Wert seit 2009.

G7 versprechen USD 600 Milliarden «Belt and Road»-Projekt

Beim Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der G7-Nationen stand der Krieg in der Ukraine und der Konflikt mit Russland im Mittelpunkt. Zudem versuchten die G7 aber auch, der wirtschaftlichen Expansion Chinas etwas entgegenzusetzen. Mit dem sogenannten «Belt and Road»-Projekt wollen die sieben führenden Industrienationen über fünf Jahre rund USD 600 Mrd. in die Infrastruktur in den Entwicklungsländern stecken. Das Projekt soll eine nachhaltige Alternative zu Chinas «Seidenstrasse» darstellen.

Potenzielle Energiekrise belastet deutsche Unternehmer

Den neusten Umfrageergebnissen des Münchener Wirtschaftsforschungsinstituts Ifo hat sich die Stimmung der Unternehmen in Deutschland im Juni eingetrübt. Das viel beachtete Geschäftsklimabarometer fiel von 93.0 auf 92.3 Punkte zurück. Analysten waren von einem geringeren Rückgang auf 92.8 Zähler ausgegangen. Hintergrund sind insbesondere die steigenden Energiepreise und die Sorge vor einer Versorgungsknappheit der Industrie in Anbetracht des Risikos eines Lieferstopps aus Russland. Die Unternehmen blickten merklich pessimistischer auf das zweite Halbjahr, und vor allem die chemische Industrie sei höchst beunruhigt, kommentierte das Ifo.

Drohende Engpässe bei Gasversorgung sorgen in der EU für zunehmende Nervosität

Beim EU-Gipfel am vergangenen Freitag betonten die Staats- und Regierungschefs, dass die Anstrengung für die Energiesicherheit Europas weiter beschleunigt, und die Abhängigkeit von Russland reduzieren werden müssen. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar steht die Abhängigkeit Europas von russischem Gas im Mittelpunkt. Nachdem der Kreml bereits Gaslieferungen an Deutschland und andere EU-Staaten stark gedrosselt oder komplett gestoppt hat, versucht die EU, eine gemeinsame Antwort zu finden. Dies gestaltet sich aber nach wie vor äusserst schwierig angesichts unterschiedlicher energie- und sicherheitspolitischer Fragen der Mitgliedsländer. Die deutsche Regierung rief vergangene Woche die Alarmstufe in ihrem «Gas-Notfallplan» aus und rief Unternehmen und Konsumenten zum Energiesparen auf.

Wirtschaftskalender 27. Juni

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00DEEinzelhandelsumsätze (Mai, M/M)-5.4%
10:00DEBundesbank Monatsbericht 
14:30USAAuftragseingang dauerhafte Güter (Mai, M/M)+0.5%
16:00USAAusstehende Hausverkäufe (Mai, M/M)-3.9%

Unternehmenskalender 27. Juni

LandUnternehmenPeriode
USANikeQ4

Quelle: BondWorld.ch


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