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LGT Navigator: Marktstimmung bleibt angespannt vor wichtigen Inflationsdaten

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LGT Navigator : Vor der Veröffentlichung der US-Inflationsdaten am heutigen Mittwoch waren Anleger an der Wall Street zurückhaltend und die Börsen haben ihre Verluste am Dienstag ausgeweitet.

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Auch in Europa dominiert Unsicherheit die Marktstimmung. Der Euro erreichte am Dienstag erstmals seit 2002 die Parität zum US-Dollar.

An der Wall Street haben sich die Verluste am Dienstag ausgeweitet. Der S&P 500 verlor bis Handelsschluss -0.9% und der Dow Jones büsste -0.6% ein. Der Nasdaq Composite gab knapp -1.0% nach. Anleger warten heute mit Spannung auf die US-Inflationsdaten für den Juni, die am Nachmittag veröffentlicht werden. Fallen sie unerwartet hoch aus, dürfte die US-Notenbank die Leitzinsen erneut deutlich anheben.

An den asiatischen Börsen geht es am Mittwoch dagegen aufwärts. Der Nikkei gewinnt in Tokio +0.4%. Der Hang Seng Index avanciert in Hongkong um +0.6% und der Shanghai Composite gewinnt +0.4%.

Euro bleibt unter Druck

Die Talfahrt des Euro setzt sich indes fort. Erstmals seit rund zwanzig Jahren kostete die europäische Gemeinschaftswährung am Montag genau einen US-Dollar und erreichte damit die Parität. Dabei handelt es sich aber nicht um den niedrigsten Stand in der Geschichte des Euro: Noch günstiger notierte die Währung gegenüber der US-Valuta im Oktober 2000, als sie USD 0.82685 kostete.

Seit Anfang 2022 hat sich der Euro gegenüber dem US-Dollar damit um 13 US-Cent verbilligt. Die Gründe für die Euroschwäche sind vielfältig. So belasten die Auswirkungen des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine Europa besonders stark. Zum Problem wird vor allem die hohe Abhängigkeit von russischer Energie, wobei ein Lieferstopp die europäische Wirtschaft in eine Rezession stürzen könnte. Auch das zögerliche Vorgehen der Europäischen Zentralbank (EZB) belastet den Euro. Trotz hoher Inflation im Währungsraum hat die EZB die Leitzinsen bislang nicht erhöht. Zwar hat sie signalisiert, dass sie die Geldpolitik am kommenden geldpolitischen Treffen am 21. Juli straffen wird. Allerdings erwarten die Finanzmärkte einen relativ bescheidenen Zinsschritt von +25 Basispunkten. Damit hinkt die EZB anderen Zentralbanken deutlich hinterher. So hat die US-Notenbank die Leitzinsen im laufenden Jahr bereits mehrfach erhöht und zuletzt einen Zinsschritt von 75 Basispunkten beschlossen. Auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat für eine Überraschung gesorgt, als sie die Zinsen im Juni um 50 Basispunkte angehoben hat.

ZEW-Konjunkturerwartungen brechen ein

Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzprofis haben sich im Juli deutlich eingetrübt. Der ZEW-Index, der vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) berechnet wird, ist gegenüber dem Vormonat um -25.8 Punkte auf -53.8 Zähler gefallen. Analysten hatten zwar mit einem kräftigen Minus gerechnet, hatten im Schnitt aber lediglich einen Rückgang auf -40.5 Punkte erwartet. Die Experten schätzen auch die aktuelle Konjunkturlage schlechter ein. Der entsprechende Index fiel um -18.2 Punkte auf -45.8 Zähler.

IEA warnt vor schwierigem Winter in Europa

Die Internationale Energieagentur (IEA) warnt die europäischen Staaten vor einer ernsten Herausforderung bei der Öl- und Gasversorgung in den kommenden Monaten. Dieser Winter werde in Europa sehr schwierig werden, sagte IEA-Direktor Fatih Birol am Dienstag auf einem Energieforum in Sydney. Das könne ernste Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben. Laut Birol hat die Welt noch nie eine so tiefgreifende Energiekrise erlebt. Zudem befürchtet er, dass das Schlimmste möglicherweise erst noch bevorsteht. Die Sorgen um die Energieversorgung haben sich jüngst noch einmal verschärft, da Russland die wichtige Gas-Pipeline Nord Stream 1 wegen routinemässigen Wartungsarbeiten geschlossen hat. Die grosse Frage ist nun, ob die Pipeline nach Abschluss der Arbeiten wieder geöffnet wird.

Wirtschaftskalender 13. Juli

MEZLandIndikatorLetzte Periode
04:00ChinaHandelsbilanz (Juni)  
08:00DEVerbraucherpreise (Juni, J/J)+8.2%
08:00UKBruttoinlandprodukt (Q1, J/J)+8.7%
11:00EZIndustrieproduktion (Mai, M/M)+0.4%
14:30USAVerbraucherpreise (Juni, J/J)+8.6%
20:00USABeige Book 

Unternehmenskalender 13. Juli

LandUnternehmenPeriode
USADelta Air LinesQ2

Quelle: BondWorld.ch


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