LGT Navigator : Die Stimmung unter den Hausbauern ist in den USA im Juli auf den niedrigsten Stand seit Mai 2020 gesunken.
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Die sinkende Zuversicht hängt mit den steigenden Hypothekarzinsen zusammen, welche die Belehnung empfindlich teurer machen und so hoch sind wie seit der grossen Finanzkrise nicht mehr. Gleichzeitig machen die seit der Coronapandemie herrschenden Lieferengpässe der Baubranche zu schaffen.
Der Index der US-amerikanischen Vereinigung der Hausbauer (National Association of Home Builders, NAHB) für den US-Wohnungsmarkt ging im Juli zum siebten Mal in Folge zurück und erreichte mit 55 Punkten den niedrigsten Stand seit Mai 2020, während er im Juni noch bei 67 Punkten und damit weit unter den Prognosen von 65 Punkten lag. Dies war der zweitstärkste monatliche Rückgang in der Geschichte, gleich nach dem Einbruch zu Beginn der Pandemie. Die Stimmung der Bauherren hat sich im Laufe des Jahres zusammen mit anderen Indikatoren für den Wohnungsmarkt verschlechtert, da die Hypothekenzinsen in die Höhe schnellen. Laut dem NAHB-Vorsitzenden Jerry Konter führen Produktionsengpässe, steigende Hausbaukosten und die hohe Inflation dazu, dass viele Bauherren den Bau einstellen, weil die Kosten für Grundstück, Bau und Finanzierung den Marktwert des Hauses übersteigen. Der Abschwächungstrend dürfte sich in den kommenden Monaten fortsetzen, da sich die wirtschaftliche Dynamik verlangsamt.
Politik der Nationalbanken drückt den Goldpreis
Der Goldpreis hält sich nahe seines neuesten 11-Monats-Tiefs gegenüber dem US-Dollar, da die Anleger ihre Blicke auf eine weitere Straffung der Geldpolitik und die implizierten Auswirkungen auf das globale Wachstum richten. Der Goldpreis verharrt derzeit oberhalb von USD 1’700 je Unze, da er weiterhin durch die Stärke des US-Dollars unter Druck steht. Auch wenn die US-Fed ihre Geldpolitik möglicherweise nicht so stark straffen muss, wie von den Märkten ursprünglich erwartet, ist der kurzfristige Druck auf die Edelmetalle spürbar und hängt von der weiteren Entwicklung der Zinssätze und damit von der relativen Attraktivität rentierender Anlagen gegenüber ertragloser Goldbarren ab.
Energiemärkte weiterhin volatil
Die Ölmärkte haben in den letzten Wochen einen volatilen Handel erlebt. Der Brent-Ölpreis hielt sich ein paar Tage knapp über 100 USD pro Barrel, um dann anfangs dieser Woche mit zirka +5% den grössten Anstieg an einem Tag seit Mai verzeichnet zu haben. Dieser Anstieg kam zustande, nachdem Saudi-Arabien sich nach einem Besuch von US-Präsident Joe Biden weigerte, sich zu einer Produktionssteigerung zu verpflichten. Die USA setzt alles daran, die russischen Rohölpreise zu deckeln, um Moskau die Kriegsmittel zu entziehen. Hinzu kommt eine Störung entlang der Keystone-Pipeline, welche den Transport einiger kanadischer Öllieferungen an US-Raffinerien unterband. Andererseits rechnen die Händler bei einer sich abzeichnenden Rezession mit einer geringeren Nachfrage.
Wirtschaftskalender 19. Juli
| MEZ | Land | Indikator | Letzte Periode |
| 11:00 | EZ | Verbraucherpreisindex (Juni, J/J) | +8.6% |
| 14:30 | USA | Baugenehmigungen (Juni, M/M) | -7.0% |
| 14:30 | USA | Baubeginne (Juni, M/M) | -14.4% |
Unternehmenskalender 19. Juli
| Land | Unternehmen | Periode |
| USA | Johnson & Johnson | Q2 |
| CH | Novartis | Q2 |
| CH | SGS | H1 |
Quelle: BondWorld.ch
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