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LGT Navigator: US-Arbeitsmarktbericht im Fokus

LGT Navigator : Heute (14:30 Uhr MEZ) steht einmal mehr die monatliche US-Arbeitsmarktstatistik im Mittelpunkt der Kapitalmärkte.

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Sollte sich der Arbeitsmarkt weiterhin als robust erweisen und sollte insbesondere das Lohnwachstum solide bleiben, dürfte dies die US-Notenbank «zwingen» die Zinsschraube weiter anzuziehen, um den starken Inflationsdruck zu dämpfen. Neueste Daten von ADP zeigen zwar eine etwas geringere Dynamik beim Beschäftigungswachstum, jedoch auch einen Aufwärtsdruck bei den Löhnen. Die jüngsten Einkaufsmanagerumfragewerte aus der Industrie bekräftigen hingegen den Ausblick auf eine sich abkühlende Wirtschaftsentwicklung.

An der Wall Street konnten die Aktienindizes indessen den viertägigen Abwärtstrend vorerst beenden und moderate Tagesgewinne ausweisen. Der Dow Jones Industrial schloss am Donnerstag +0.46% höher als am Vortag bei 31’656.42 Punkten. Die Nervosität auf dem Börsenparkett blieb Händlern zufolge aber nach wie vor spürbar. Der breite S&P 500 legte um +0.3% auf 3’966.85 Zähler zu und an der Nasdaq blieben die Indizes praktisch unverändert zum Vortag. Am Anleihenmarkt kletterte die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen unterdessen weiter auf 3.26% – das höchste Niveau seit etwa zwei Monaten. Der Goldpreis setzte am Donnerstag, angesichts der Aussicht auf weiter steigende Zinsen, die Abwärtsbewegung der letzten Tage fort und fiel unter die Marke von USD 1’700. Zuletzt rutschte Gold am 21. Juli unter diese Marke.

Die Aktien im asiatisch-pazifischen Raum tendierten zum Wochenschluss uneinheitlich. In Tokio blieb der Nikkei 225 praktisch unverändert, während der Hang-Seng-Index in Hongkong um -0.6% nachgab. Der Shanghai Composite auf dem chinesischen Festland legte hingegen um rund +0.3% zu. Der MSCI-Index für den asiatisch-pazifischen Raum ausserhalb Japans notiert am Freitag rund +0.3% tiefer als am Vortag.

Produktivität der US-Wirtschaft im Frühjahr erneut deutlich gesunken

Die Produktivität oder das Verhältnis von Produktion und Arbeitszeit fiel im zweiten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um -4.1%. Analysten hatten mit einem Rückgang um -4.3% gerechnet. Im ersten Quartal war die Produktivität mit -7.4% noch deutlich stärker gesunken – dies war der stärkste Rückgang in dieser Periode seit 1947. Die Lohnstückkosten erhöhten sich im zweiten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um +10.2%, was Experten zufolge mit dem Mangel an Arbeitskräften bei gleichzeitig robustem Arbeitsmarkt zusammenhängt. Der Anstieg der Lohnstückkosten dürfte den Inflationsdruck weiter erhöhen.

Industrie-PMI in den USA fällt auf den niedrigsten Stand seit Juli 2020

Der wegen seiner Korrelation mit dem Wachstum der US-Gesamtwirtschaft viel beachtete ISM-Einkaufsmanagerindex (PMI) gab im August auf 51.5 Punkte von 52.2 Zählern im Juli nach. Damit bleibt der Indikator zwar weiterhin über der 50er Wachstumsschwelle, deutet aber eine schwächere Entwicklung des Sektors an. Hintergrund sind insbesondere geringere Auftragseingänge.

Anhaltend trübe Stimmung in der Euro-Industrie

Die Industrieunternehmen in der Eurozone zeigten sich im August nochmals pessimistischer. Mit einem Wert von 49.6 Punkten notiert der Einkaufsmanagerindex von S&P Global im August 0.2 Punkte tiefer als im Monat zuvor und fällt damit auf den tiefsten Stand seit rund zwei Jahren.

Arbeitslosenrate im Euroraum auf Rekordtief

In den Euroländern ist die durchschnittliche Arbeitslosigkeit im Juli auf das bisher tiefste Niveau seit 1999, also seit dem Bestehen der Währungsunion, gesunken. Laut Eurostat fiel die Arbeitslosenquote im Sommer auf 6.6% und liegt damit deutlich unter der noch vor einem Jahr registrierten Arbeitslosenrate von 7.7%. Im Juli waren demnach knapp elf Millionen Menschen ohne Arbeit, 1.58 Millionen weniger als im Vorjahresmonat.

Stimmung in der britischen Industrie auf tiefstem Stand seit Mai 2020

Der Einkaufsmanagerindex für den britischen Industriesektor fiel im Juli um 4.8 auf 47.3 Punkte zurück und notiert damit nun auf dem niedrigsten Wert seit 27 Monaten. Unter 50 Punkten signalisiert der PMI eine Kontraktion des Wirtschaftssektors. S&P Global kommentierte, dass Kunden aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit und Rezessionsangst sowie steigender Preise und Materialknappheit Aufträge zurückziehen oder verschieben.

Italiens Wirtschaft wächst im Frühjahr kräftig

Das Bruttoinlandsprodukt Italiens hat im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal um +1.1% zugenommen, womit die drittgrösste Volkswirtschaft im Euroraum leicht stärker gewachsen ist als bisher angenommen. Im Vergleich zum ersten Quartal hat sich damit die Dynamik dank eines starken Privatkonsums deutlich verbessert – in den ersten drei Monaten des Jahres schaffte Italien gerade mal ein Wachstum von +0.1%.

Wirtschaftskalender 2. September

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00DEExporte (Juli, M/M)+4.5%
08:00DEImporte (Juli, M/M)+0.2%
11:00EZErzeugerpreise (Juli, J/J)+35.8%
14:30USAArbeitslosenrate (August)3.5%
14:30USABeschäftigung ex-Agrar (August)+528’000
14:30USADurchschnittliche Stundenlöhne (August, J/J)+5.2%
16:00USAAuftragseingang dauerhafte Güter (Juli, M/M)+2.0%

Unternehmenskalender 6. September

LandUnternehmenPeriode
NLDSMInvestorentag

Quelle: BondWorld.ch


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