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LGT Navigator: Rezessionsängste und Zinssorgen dominieren die Börsenstimmung

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LGT Navigator : Die US-Börsen sind nach dem Feiertag am Montag mit weiteren Verlusten in die neue Woche gestartet. Dominiert wird die Stimmung auf dem Börsenparket von Rezessionsängsten und der Aussicht auf eine weitere Straffung der Zentralbankzinsen.

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Neuste Einkaufsmanagerumfragewerte des ISM aus dem US-Dienstleistungssektor fielen zwar besser als erwartet aus, konnten aber die Stimmung nicht heben. In das Blickfeld der Finanzmärkte rück nun der Zinsentscheid der EZB am Donnerstag.

An der Wall Street schloss der Dow Jones Industrial bei 31’145.30 Punkten, -0.55% tiefer als am Freitagsschluss, und damit auf dem Niveau von Mitte Juli. Der S&P 500 notierte -0.41% tiefer bei 3’908.19 Punkten und an der Nasdaq gingen die Indizes rund -0.7% tiefer aus dem Handel. Der Ausblick für die Weltwirtschaft wird durch die hohe Inflation und die entsprechenden geldpolitischen Reaktionen der grossen Zentralbanken zusehends schwieriger. Dies wird sich auch zusehends negativ auf die Gewinnaussichten der Unternehmen und damit auf die Gewinnschätzungen der Analysten auswirken. Die Märkte im asiatisch-pazifischen Raum tendierten zur Wochenmitte mehrheitlich im negativen Terrain.

Europas Aktienmärkte dürften angesichts der negativen Vorgaben schwächer in den Mittwoch starten. In den Fokus tritt nun der mit Spannung erwartete Zinsentscheid der EZB am Donnerstagnachmittag. Es wird mit einer kräftigen Zinserhöhung gerechnet. Positive Akzente auf dem Frankfurter Börsenparket setzte unterdessen die Aussicht auf den angekündigten Börsengang von Porsche. CEO Oliver Blume, der seit September auch Chef des Wolfsburger Volkswagen-Konzerns ist, bezeichnet den geplanten IPO als einen «historischen Moment und Meilenstein» für den Sportwagenbauer. Die Notierung wird für Ende September oder Anfang Oktober erwartet und spätestens zum Jahresende soll der IPO dann abgeschlossen sein.

Am Anleihenmarkt kamen die Kurse von US-Staatsanleihen unter Druck und die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen kletterte im Gegenzug weiter auf 3.34%, den höchsten Stand seit Juni. Die Rendite für 30-jährige Treasuries schloss auf dem höchsten Stand seit 2014. Mit grossem Interesse wird heute Abend der regelmässige Konjunkturbericht der US-Notenbank, das sogenannte «Beige Book», erwartet.

Überraschend schwaches Export- und Importwachstum in China

Die chinesischen Ausfuhren stiegen im August zwar in US-Dollar berechnet um +7.1% zum Vorjahr, blieben damit aber weit unter dem von Volkswirten prognostizieren zweistelligen Wachstum. Im Juli waren die Exporte noch um +18% gestiegen. Die Importe entwickelten sich mit einem Zuwachs von nur +0.3% ebenfalls schlechter als erwartet. Im Juli hatten die Einfuhren noch um +2.3% zugenommen. Einerseits drücke eine schwächere globale Nachfrage auf die Exporte Chinas und andererseits sorge ein schwächerer inländischer Konsum für einen geringeren Bedarf an Importen.

US-Dienstleistungssektor hält sich laut ISM überraschend gut

Gemäss den neusten Umfrageergebnissen des Branchenverbandes ISM (Institute for Supply Management) hat sich die Stimmung im amerikanischen Dienstleistungsbereich überraschend aufgehellt. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex (PMI) verbesserte sich im August um 0.2 auf 56.9 Punkte, während Analysten einen Rückgang auf 55.3 Zähler prognostiziert hatten. Mit einem Wert von deutlich über 50 Punkten signalisiert der PMI einen nach wie vor soliden Wachstumstrend der Branche. Positiv zu vermerken ist vor allem der vierte aufeinanderfolgende Rückgang des Preisindex, der ein Indiz für einen etwas schwächeren Inflationstrend darstellen könnte.

Anhaltender Auftragsschwund in der deutschen Industrie

Der Bestellungseingang in der Industrie in Deutschland hat sich im Juli weiter und stärker als vermutet abgeschwächt. Im Vergleich zum Vormonat sammelten die Unternehmen -1.1% weniger Aufträge (Analystenkonsens -0.7%), wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Damit sind die Bestellungen bereits den sechsten Monat in Folge zurückgegangen. Hintergrund seien die Unsicherheiten, die sich aus dem Ukraine-Krieg und der hohen Gaspreise ergeben. Damit bleibe der Ausblick auf das zweite Halbjahr gedämpft, kommentierte das Bundeswirtschaftsministerium.

Wirtschaftskalender 7. September

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00DEIndustrieproduktion (Juli, M/M)+0.4%
11:00GBBank of England Gouverneur Bailey spricht 
11:00EZBIP Q2 (Q/Q)+0.5%
14:30USAHandelsbilanz (Juli)USD -79.6 Mrd.
20:00USAFed Beige Book (Wirtschaftsbericht) 

Unternehmenskalender 7. September

LandUnternehmenPeriode
USAApplePräsentation neuer Produkte

Quelle: BondWorld.ch


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