LGT Navigator : Nach den kräftigen Kursverlusten am Dienstag konnten sich die Aktienindizes an der Wall Street zumindest wieder stabilisieren.
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Angesichts des hartnäckigen und breiten Preisauftriebs belasten Inflations- und Zinssorgen die Finanzmärkte aber weiterhin. In den Fokus rückt nun der nächste Zinsschritt der US-Notenbank in der kommenden Woche.
In New York ging der Dow Jones Industrial bei 31’135.09 Punkten (+0.01%) praktisch unverändert zum Vortagesschluss aus dem Handel. Der S&P 500 legte um +0.34% auf 3’946.01 Punkte zu und an der Nasdaq gewannen die Indizes rund +0.8%. Nach den in den letzten beiden Tagen veröffentlichten neuesten Daten zur Entwicklung der Verbraucher- und Erzeugerpreise in den USA, scheinen sich die Hoffnungen auf einen baldigen Rückgang der hohen Inflation zerschlagen zu haben. In der Folge wird die US-Notenbank die Zinsen weiter anheben müssen. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen blieb bei 3.41% stabil, während der US-Dollar zum Euro knapp unter der Parität gehandelt wurde.
In Asien tendierten die Aktienindizes mehrheitlich moderat im positiven Bereich. In Japan legt der Nikkei 225 um rund +0.15% zu. Neusten Daten zufolge wies die japanische Handelsbilanz aufgrund der gestiegenen Kosten für Energieeinfuhren und des schwachen Yens den 13ten Monat in Folge tiefrote Zahlen aus. Das Defizit erreichte im August mit umgerechnet EUR 19.5 Milliarden einen Rekordwert. In Festlandchina kletterte der Shanghai Composite heute um rund +0.4% und in Hongkong steigt der Hang Seng um knapp +0.5%.
Preisdruck auf Herstellerebene lässt in den USA leicht nach, bleibt aber auf hohem Niveau
In den USA haben sich die Erzeugerpreise im August wie erwartet abgeschwächt. Auf Jahressicht kommunizierte das Arbeitsministerium in Washington eine Teuerungsrate von +8.7% (Konsens +8.8%). Im Juli hatte die Steigerungsrate der Produzentenpreise noch +9.8% betragen. Die Kerninflation, also ohne Energiepreise, belief sich auf +7.3%, deutlich über den von Analysten prognostizierten +7.0%, jedoch leicht tiefer als noch im Vormonat mit +7.7%. Auf Monatssicht stiegen die Herstellerpreise in der Kernrate um +0.4%. Nachdem sowohl die Verbraucherpreis- als auch die Erzeugerpreisdaten einen nach wie vor hartnäckigen Inflationsdruck zeigten, dürfte die US-Notenbank (Fed) «dazu verdammt sein», ihre Geldpolitik weiter zu straffen. So ist am kommenden Mittwoch mit einem weiteren kräftigen Zinsschritt um 75 Basispunkte zu rechnen.
Moderater Rückgang der rekordhohen Inflation in Grossbritannien
Die britischen Verbraucherpreise sind im August von sehr hohem Niveau aus leicht zurückgegangen. Auf Jahressicht wurde eine Teuerungsrate von +9.9% ausgewiesen, verglichen mit den im Juli registrierten +10.1% – dem höchsten Stand seit rund 40 Jahren. Dämpfend wirkte sich vor allem ein Rückgang der Kraftstoffpreise aus. Die nach wie vor kräftig steigenden Lebensmittelpreise hielten den Inflationsdruck aber aufrecht. Die britische Notenbank dürfte sich in der nächsten Woche mit einem neuerlichen Zinsschritt gegen die hohe Inflation stemmen.
Industrie im Euroraum fährt Produktion deutlich zurück
Die Industrieproduktion in der Eurozone ist im Juli kräftiger gesunken als von Ökonomen erwartet. Auf Monatssicht ging der Ausstoss um -2.3% zurück, während Analysten im Schnitt mit einem Rückgang um -1.1% gerechnet hatten. Die Produktion von Investitionsgütern ging dabei besonders deutlich um -4.2% gegenüber dem Vormonat zurück. Andererseits war die Industrieproduktion im Juni aber stärker als bisher angenommen, so erhöhte sich diese um revidiert +1.1% anstatt der ursprünglich veranschlagten +0.7%.
Wirtschaftskalender 15. September
| MEZ | Land | Indikator | Letzte Periode |
| 08:00 | DE | Grosshandelspreise (August, J/J) | +19.5% |
| 08:45 | FR | Verbraucherpreise (August, J/J) | +6.5% |
| 11:00 | EZ | Handelsbialnz (Juli) | EUR -24.6 Mrd. |
| 14:30 | USA | Einzelhandelsumstätze (August, M/M) | 0.0% |
| 14:30 | USA | Importpreise (August, M/M) | -1.4% |
| 14:30 | USA | Erstanträge Arbeitslosenhilfe (wöchentich) | 233’000 |
| 14:30 | USA | Philly Fed Industrieindikator (September) | -10.6 |
| 15:15 | USA | Industrieproduktion (August, M/M) | +0.6% |
Unternehmenskalender 14. September
| Land | Unternehmen | Periode |
| SWE | H&M | Q3 Umsatz |
| USA | Adobe | Q3 |
Quelle: BondWorld.ch
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