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LGT Navigator: Getrübter Ausblick für die Japan AG

LGT Navigator : Die globale Abkühlung trübt auch die Aussichten für die exportabhängige Wirtschaft Japans, wie die neuste Ausgabe des sogenannten «Tankan»-Berichts der Bank of Japan zeigte.

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Die Börsen blicken zumeist auf eine negative Bilanz im dritten Quartal zurück und die Stimmung bleibt angesichts der Aussicht auf weitere Zinserhöhungen, eine hartnäckig hohe Inflation und geopolitische Risiken angeschlagen. Unterdessen sind die Spannungen zwischen dem Westen und Russland nochmals um eine Stufe eskaliert, nachdem der russische Präsident Putin die Annexion der vier von russischen Truppen besetzten Gebiete in der Ukraine besiegelt hat.

Die Quartalsumfrage der japanischen Zentralbank unter tausenden von grossen und mittleren Unternehmen im Industrie- und Dienstleistungssektor verdeutlichte, dass die Stimmung in der Wirtschaft sich in den drei Monaten bis September verschlechtert hat, während die Inflationserwartungen der Unternehmen ein Rekordhoch erreicht haben.

In Tokio startete die Börse zunächst mit Gewinnen in das letzte Quartal, konnte diese aber nicht halten und notiert zum Schluss rund +0.5% im Plus. Der breiteste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ausserhalb Japans gab hingegen um rund -0.8% nach. Der Hang Seng-Index in Hongkong fiel -1.2% und erreichte den niedrigsten Stand seit Oktober 2011. Die Märkte in China bleiben wegen der «Goldenen Woche» geschlossen. Am Ölmarkt legten die Notierungen der Brent-Rohöl-Futures und die West Texas Intermediate-Futures angesichts von Berichten über eine mögliche Angebotskürzung durch die OPEC+ zu.

An der Wall Street beendeten die Indizes das dritte Quartal mit deutlichen Verlusten. Der Dow Jones Industrial fiel zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit November 2020 und schloss -1.71% tiefer bei 28’725.51 Punkten. Auf Wochensicht verbuchte der Dow damit einen Rückgang von fast -3% und die Bilanz für den September passt mit fast -9% zur herbstlichen Stimmung. Über das ganze dritte Quartal gesehen bedeutet das ein Minus von -6.7%, womit der Dow auch den dritten Quartalsverlust in Folge verzeichnete. Der breite S&P 500 gab am Freitag um -1.51% auf 3’585.62 Punkte nach und an der Nasdaq fielen die Indizes um rund -1.7%. Für Aufmerksamkeit sorgte insbesondere auch der Einbruch der Nike-Aktien, die vor dem Wochenende nach der Vorlage der Geschäftszahlen und einem eingetrübten Ausblick um fast -13% einbüssten.

Inflationsindikator des Fed weiter angestiegen

Die Konsumausgaben in den USA sind im August gegenüber dem Vormonat um +0.4% stärker als erwartet gestiegen (Konsens +0.2%), und die Einkommen der privaten Haushalte legten um +0.3% zu. Dabei hat sich der Inflationsdruck nochmals erhöht. So kletterte der von der US-Notenbank bevorzugte und auf Konsumausgaben basierende Kern-PCE-Preisindex (Personal Consumption Expanditure) im August auf +4.9% von +4.7% im Juli.

Euro-Inflationsrate erreicht Zehnprozentmarke

Die Lebenshaltungskosten in den Euroländern sind im September auf Jahressicht im Schnitt um +10% gestiegen. Damit wurde erneut der stärkste Anstieg seit Einführung des Euro im Jahr 1999 registriert. Im August lag die Teuerungsrate noch bei +9.1% und Ökonomen waren von einem Anstieg im September auf +9.7% ausgegangen. Haupttreiber bleiben die Energiepreise, die im Jahresvergleich um gut +40% gestiegen sind. Deutlich mehr ausgeben mussten Konsumenten auch für Nahrungsmittel, die um knapp +12% zulegten. Die Kerninflationsrate, also ohne Energie und Lebensmittel, kletterte von +4.3% auf +4.8%.

Mit dem Anstieg der offiziellen Inflationsrate im Euroraum steigt auch der Druck auf die Europäische Zentralbank (EZB), die Zinsen rasch weiter zu erhöhen. Der nächste Zinsentscheid ist auf den 27. Oktober angesetzt.

Aussichten für die Schweizer Wirtschaft bleiben getrübt

Das monatlich publizierte Wirtschaftsbarometer der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich blieb im September mit 93.8 Punkten zwar fast unverändert zum Vormonatswert von 93.5, damit aber unter dem langfristigen Durchschnitt. Die Perspektiven für die Schweizer Wirtschaft bleiben laut KOF damit verhalten.

Wirtschaftskalender 3. Oktober

MEZLandIndikatorLetzte Periode
00:00DETag der Deutschen Einheit 
08:30CHVerbraucherpreise (September, J/J)+3.5%
09:15ESEinkaufsmanagerindex Industrie (September)49.9
09:30CHEinkaufsmanagerindex Industrie (September)56.4
09:45ITEinkaufsmanagerindex Industrie (September)48.0
09:50FREinkaufsmanagerindex Industrie (September)47.8
09:55DEEinkaufsmanagerindex Industrie (September)48.3
10:00EZEinkaufsmanagerindex Industrie (September)48.5
10:30GBEinkaufsmanagerindex Industrie (September)48.5
12:00EZEurogruppe Meeting 
15:45USAEinkaufsmanagerindex Industrie (September)51.8
16:00USAISM Einkaufsmanagerindex Industrie (September)52.8

Unternehmenskalender 4. Oktober

LandUnternehmenPeriode
CHSikaKapitalmarkttag
USAHasbroInvestorentag

Quelle: BondWorld.ch


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