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LGT Navigator: Hoffen auf einen schwachen Arbeitsmarkt?

LGT Navigator : Vor dem heute Nachmittag anstehenden monatlichen Arbeitsmarktbericht aus Washington übten sich die Anleger, nach den starken Bewegungen in der ersten Wochenhälfte, mehrheitlich in Zurückhaltung.

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Die US-Notenbank orientiert sich in ihrer Geldpolitik stark an der Entwicklung des Arbeitsmarktes und ein anhaltend robustes Jobwachstum würde weitere Zinserhöhungen rechtfertigen. Daher dürften «Bullen» am Aktienmarkt gewissermassen auf einen schwächer als erwarteten Arbeitsmarktbericht hoffen, der das Fed zu einem möglicherweise moderateren Kurs bewegen könnte. Angesichts der Inflationsentwicklung scheint dies eine sehr vage Hoffnung.

Analysten gehen im Schnitt davon aus, dass die Gesamtwirtschaft in den USA (ohne Berücksichtigung des Agrarsektors) im September 250’000 neue Arbeitsplätze geschaffen hat. Damit hätte sich aber das Beschäftigungswachstum gegenüber dem Vormonat doch deutlich verlangsamt. Im August wurde der ersten Berechnung zufolge ein Zuwachs von 315’000 Jobs gemeldet.

Inflationssorgen und steigende Renditen setzten Börsen wieder unter Druck

An der Wall Street gerieten die Aktienindizes am Donnerstag erneut unter Druck. Steigende Ölpreise nach der, vor allem von den USA scharf kritisierten, Förderkürzung der Opec+ und die Aussicht auf einen eventuell anhaltend soliden US-Arbeitsmarkt deuten auf eine unveränderte Gangart der Zinspolitik des Fed hin. Neuste Aussagen von US-Notenbankvertretern bekräftigten diese Annahme. Der Kampf gegen die Inflation scheint bei weitem noch nicht gewonnen. Der Dow Jones Industrial gab um -1.15% auf 29’926.94 Punkte nach und der breite S&P 500 fiel um -1.02% auf 3’744.52 Punkte. An der Nasdaq schlossen die Indizes rund -0.75% tiefer als am Tag zuvor. Am Anleihenmarkt kletterte die Rendite der zehn Jahre laufenden US-Staatsanleihen auf 3.82% und damit wieder in Richtung 4%-Marke.

Aktienmärkte im asiatisch-pazifischen Raum gaben zum Wochenschluss im Vorfeld des US-Arbeitsmarktberichts nach. In Tokio notiert der Nikkei 225 rund -0.6% tiefer und in Hongkong fiel der Hang-Seng-Index -1.1%, wobei der Hang Seng Tech-Index rund -2.8% verlor. Der MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ausserhalb Japans gab um rund -1% nach. Chinas Börsen blieben auch am Freitag wegen der «Golden Week»-Feiertage geschlossen.

EZB-Protokoll bekräftigt Notwendigkeit weiterer Zinserhöhungen

Der EZB-Rat befürchtete anlässlich des letzten geldpolitischen Richtungsentscheids vom 8. September, dass sich der rasante Inflationsanstieg im Euroraum verfestigen könnte. Die Teuerung sei viel zu hoch und werde wahrscheinlich für einen längeren Zeitraum über dem Zielwert des EZB-Rates liegen, hielt die EZB in ihrem gestern veröffentlichten Protokoll fest. In der Folge hatte die EZB die Leitzinsen kräftig um 75 Basispunkte erhöht. Die erwartete Abschwächung der Wirtschaftstätigkeit werde nicht ausreichen, um die Inflation in signifikantem Umfang zu senken, was weitere Zinsschritte zur Folge haben müsse. Der nächste Zinsentscheid der EZB ist auf den 27. Oktober angesetzt.

Wirtschaftskalender 7. Oktober

MEZLandIndikatorLetzte Periode
07:45CHArbeitslosenrate (September)2.1%
08:00DEImportpreise (August, J/J)+28.9%
08:00DEEinzelhandelsumsätze (August, M/M)+1.9%
12:00EZTreffen der EU Staats- und Regierungschefs 
14:30USAArbeitslosenrate (September)3.7%
14:30USABeschäftigung ausserhalb der Landwirtschaft (September)+315’000
14:30USADurchschnittliche Stundenlöhne (September, M/M)+0.3%

Unternehmenskalender 10. Oktober

LandUnternehmenPeriode
AUTOMVQ3 Umsatz
ESRepsolQ3 Umsatz

Quelle: BondWorld.ch


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