LGT Navigator : Den bisherigen Ergebnissen zufolge bleibt das Rennen um die Mehrheit in den beiden Parlamentskammern in Washington noch offen.
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Nach einer spannenden Wahlnacht lässt sich aber schon sagen, dass die Republikaner hinter ihren eigenen Erwartungen zurückgeblieben sind und die Demokraten besser abschneiden als erwartet. Nach wie vor können die Republikaner jedoch angesichts noch ausstehender, wichtiger Ergebnisse aus verschiedenen Bundesstaaten die Mehrheit sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat für sich entscheiden und damit die Politik des Landes in den zwei verbleibenden Jahren der Administration von Präsident Biden massgeblich beeinflussen. An der Wall Street überwog im Vorfeld ein positiver Ton. Das nächste Highlight dieser Woche werden nun die Inflationsdaten aus den USA am Donnerstag sein.
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt (07.15 Uhr MEZ) haben sich die Republikaner 190 Sitze im Repräsentantenhaus gesichert. Die Demokraten kommen auf 167 bestätigte Sitze. Für die Mehrheit sind 218 Sitze notwendig. Im US-Senat bleibt das Rennen um die Mehrheit nach wie vor auf Messers Schneide. Die Republikaner kommen dem aktuellen Stand zufolge auf 46 Sitze und die Demokraten auf 46. Hier braucht es 51 Sitze für eine Mehrheit und acht Ergebnisse sind noch offen.
Wall Street setzt auf klaren Sieg der Republikaner
An der New Yorker Börse blieb die Stimmung am Tag der US-Zwischenwahlen positiv geprägt und die Börsianer scheinen auf einen eindeutigen Sieg der Republikaner in beiden Kammern des Kongresses gesetzt zu haben. Der Dow Jones Industrial schloss +1.02% höher bei 33’160.83 Punkten und erreichte zwischenzeitlich das höchste Niveau seit zweieinhalb Monaten. Der breite S&P 500 beendete den Handel am Dienstag bei 3’828.11 Punkten, +0.56% höher. An der Nasdaq legten die Indizes um rund +0.75% zu. Gleichzeitig blieb die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen bei 4.14% praktisch unverändert.
Die Aktienmärkte im asiatisch-pazifischen Raum tendierten am Mittwoch angesichts des noch unentschiedenen Rennens in den US-Zwischenzählern uneinheitlich. In Tokio handelt der Nikkei 225-Index rund -0.5% tiefer als zum Vortagesschluss. Der Hang-Seng in Hongkong verliert rund -1.5% und auf dem chinesischen Festland gaben die Indizes in Shanghai und Shenzhen um -0.4% respektive -0.6% nach. Neuste Daten aus China zeigten, dass die Erzeugerpreise im Oktober erstmals seit Dezember 2020 gefallen sind. Die Inflationsrate der chinesischen Verbraucherpreise betrug im Oktober moderate +2.1%, verglichen mit +2.8% im September.
Konsensbildung an der EZB-Spitze für weitere Zinsstraffungen
Diverse Mitglieder des geldpolitischen Rates der Europäischen Zentralbank (EZB) scheinen die Finanzmärkte auf weitere Zinserhöhungen in naher Zukunft einzustimmen. Trotz des zunehmenden Risikos einer Rezession, meinte etwa EZB-Vizepräsident Luis de Guindos, müssten die Zinsen weiterhin auf ein Niveau angehoben werden, um sicherzustellen, dass die Inflation wieder mit der Definition von Preisstabilität in Einklang komme. Bundesbankpräsident Joachim Nagel kommentierte, weitere Zinserhöhungen seien erforderlich, um die Inflationsrate zurück auf zwei Prozent zu bringen, und hierfür würden grosse Zinsschritte notwendig sein. Je länger die Inflation hoch bleibt, umso schwieriger werde es für die Geldpolitik, die Preisstabilität wiederherzustellen, warnte der Bundesbankvorsitzende.
Wirtschaftskalender 10. November (keine wichtigen Daten am 9. November)
| MEZ | Land | Indikator | Letzte Periode |
| 10:00 | EZ | EZB Monatsbericht | |
| 10:00 | IT | Industrieproduktion (September, M/M) | +2.3% |
| 14:30 | USA | Verbraucherpreise (Oktober, M/M) | +0.4% |
| 14:30 | USA | Verbraucherpreise (Oktober, J/J) | +8.2% |
| 14:30 | USA | Kern-Verbraucherpreise (Oktober, J/J) | +6.6% |
| 14:30 | USA | Erstanträge Arbeitslosenversicherung (wöchentlich) | 217’000 |
Unternehmenskalender 9. November
| Land | Unternehmen | Periode |
| CH | Swiss Life | Q3 |
| DE | Siemens Healthineers | Jahreszahlen |
| DE | Commerzbank | Q3 |
| DE | Adidas | Q3 |
| DE | E.ON | Q3 |
| FR | Veolia Environnement | Q3 |
| FR | Scor | Q3 |
| NL | ABN Amro | Q3 |
| NL | Ahold Delhaize | Q3 |
| AUT | Voestalpine | Q2 |
| ESP | Iberdrola | Q3 |
| GB | Marks & Spencer | H1 |
| GB | Aviva | Q3 Umsatz |
Quelle: BondWorld.ch
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