LGT Navigator : An den Aktienbörsen setzte sich der positive Trend vor dem Wochenende fort. Neben der Hoffnung auf eine moderatere Zinspolitik der US-Notenbank dank tieferer Inflation sorgte die Lockerung der Corona-Politik in China für gute Stimmung.
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Unterdessen ist es den Demokraten mit dem Gewinn der Wahl in Nevada gelungen, die Mehrheit im US-Senat zu sichern. Im US-Repräsentantenhaus zeichnet sich hingegen nach wie vor eine äusserst knappe Mehrheit der Republikaner ab. Mit Spannung wird nun die Ankündigung von Ex-Präsident Donald Trump am Dienstag erwartet. In das Zentrum der Aufmerksamkeit rückt auch der am Dienstag beginnende G20-Gipfel in Bali. Mittlerweile hat auch Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping seine Teilnahme bestätigt.
An der New Yorker Börse haben die Aktienindizes nach der vorangegangenen Rally weiter zugelegt. Hoffnungen auf eine moderatere Inflation in den USA und dementsprechend eine weniger aggressive Gangart der US-Notenbank sorgten für Optimismus auf dem Börsenparkett. Positiv wirkte auch die Lockerung der Corona-Beschränkungen in China. Der Dow Jones Industrial schloss leicht höher bei 33’747.86 Zähler (+0.10%), verbuchte aber auf Wochensicht ein solides Plus von +4.15%. Der S&P 500 legte vor dem Wochenende um knapp ein Prozent auf 3’992.93 Punkte zu und an der Technologiebörse Nasdaq stiegen die Indizes am Freitag um rund +1.8%, was über die Woche gesehen einen Gewinn von fast +10% bedeutet.
In Asien starteten die Aktienmärkte ohne klare Tendenz in die neue Woche. In Hongkong legte der Hang Seng-Index um +2.6% zu und auf dem chinesischen Festland handelten der Shanghai Composite und der Shenzhen Component rund +0.6%, respektive +0.3% höher. In Tokio notierte der Nikkei 225 zum Wochenstart hingegen rund -0.8% tiefer. Der breiteste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ausserhalb Japans stieg um +1%.
Mit Spannung wird nun auch das am Dienstag beginnende Treffen der 20 grössten Industrienationen auf Bali erwartet. Im Zentrum stehen werden einerseits die Inflationsentwicklung und die entsprechende Antwort der grossen Zentralbanken, aber auch die Klimapolitik sowie die geopolitische Lage, insbesondere der Krieg in der Ukraine.
EU-Exekutive rechnet 2023 mit Miniwachstum und geringerer Inflation
Die Europäische Kommission geht wegen der Folgen des Ukraine-Kriegs im kommenden Jahr von einem moderaten Wirtschaftswachstum in der Eurozone von +0.3% aus. Das ist deutlich tiefer als noch im Sommer mit +1.4% vorausgesagt. In den Wintermonaten sei vor dem Hintergrund der hohen Energiepreise und dem Kaufkraftverlust wegen der Inflation kurzzeitig mit einer Rezession zu rechnen. Für das laufende Jahr geht die Exekutive in Brüssel von einem noch soliden BIP-Wachstum in der Eurozone von +3.2% aus, verglichen mit der vorangegangenen Prognose von +2.6%. Die Inflation sollte aber bereits in diesem Jahr einen Höhepunkt erreichen. Im Schnitt wird 2022 mit einer Teuerungsrate von +8.5% (Sommerprognose +7.6%) gerechnet. Im nächsten Jahre werde die Inflation dann auf durchschnittlich +6.1% sinken.
Ungebremste Inflation in Deutschland
Die Lebenshaltungskosten in Deutschland sind im Oktober auf Jahressicht um +10.4% gestiegen. Damit hat sich die Inflation gegenüber dem Vormonat (+10.0%) nochmals beschleunigt und den stärksten Anstieg seit etwa 70 Jahren registriert. Die Teuerung werde hauptsächlich von enormen Preiserhöhungen bei Energieprodukten (+43%) und Lebensmitteln (+20.3%) getrieben, breite sich aber zunehmend auch auf viele andere Waren und Dienstleistungen aus, kommentierte das Statistische Bundesamtes.
Wirtschaftskalender 14. November
| MEZ | Land | Indikator | Letzte Periode |
| 08:30 | CH | Erzeugerpreise (Oktober, J/J) | +5.4% |
| 11:00 | EZ | Industrieproduktion (September, M/M) | +1.5% |
| 13:00 | OPEC | Monatsbericht |
Unternehmenskalender 15. November
| Land | Unternehmen | Periode |
| CH | Alcon | Q3 |
| DE | Infineon | Q4 |
| GB | Vodafone | H1 |
| GB | BAE Systems | Q3 |
| US | Home Depot | Q3 |
| US | Walmart | Q3 |
Quelle: BondWorld.ch
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