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LGT Navigator: Wirtschaftsdaten signalisieren straffere Geldpolitik

LGT Navigator : Die Rallye an den Aktienmärkten seit Mitte Oktober ist ins Stocken geraten, da die Anleger der Meinung sind, dass die straffere Geldpolitik länger als erwartet anhalten könnte.

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Insbesondere die starken Einzelhandelsumsätze in den USA zeichnen das Bild einer Wirtschaft, die weitere Zinserhöhungen verkraften kann. Die Inflationsdaten im Vereinigten Königreich, die sich auf einem Mehrjahrzehnthoch befinden, deuten darauf hin, dass die Bank of England wahrscheinlich noch viel Arbeit vor sich hat, bevor die Preise nachgeben.

In New York beendete der Dow Jones Industrial den Mittwoch mit einem Minus von -0.12% bei 33,553.83 Punkten. Der S&P 500 verlor ebenfalls -0.83% und fiel auf 3958.79 Punkte. Die Indizes an der Nasdaq verloren am Mittwoch rund -1.45%.

Auch die asiatischen Aktien standen am Donnerstag unter Druck. In Hongkong fiel der Hang Seng Index um -2.36%, wobei chinesische Technologiewerte die Verluste anführten. Der Shanghai Composite und der Shenzhen Component wurden ebenfalls mit einem Minus von -0.66% bzw. -1.13% gehandelt. In Japan verlor der Nikkei 225 -0.34%.

US-Einzelhandelsumsätze steigen, britische Inflation zieht an

Die Einzelhandelsumsätze in den USA stiegen stärker als prognostiziert und trotzten damit der anhaltenden Inflation und einem sich verschlechternden wirtschaftlichen Umfeld. Die Daten demonstrieren die Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft, was der US-Notenbank Spielraum für weitere rasche Zinserhöhungen verschaffen könnte. Auch auf internationaler Ebene scheinen die Zentralbanken das Ende der straffen Geldpolitik noch nicht erreicht zu haben, denn im Oktober stiegen die Verbraucherpreise im Vereinigten Königreich so schnell wie seit über vier Jahrzehnten nicht mehr. Der Verbraucherpreisindex stieg um +11.1% gegenüber dem Vorjahr. Dies signalisiert den Anlegern, dass die Bank of England gezwungen sein könnte, entschiedene Massnahmen zu ergreifen, um die Inflation wieder auf ihr 2%-Ziel zu bringen.

Republikaner erobern das Repräsentantenhaus zurück

Die Republikaner haben am Mittwoch erneut das US-Repräsentantenhaus erobert, wobei die Partei laut Hochrechnungen mindestens 218 Sitze in der 435 Sitze umfassenden Kammer einnehmen wird. Auch wenn die Partei bei den Zwischenwahlen hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, stehen noch mehrere Sitze zur Disposition, und selbst eine knappe Mehrheit dürfte ausreichen, um die Pläne der Regierung Biden zu durchkreuzen. Vor allem die Kontrolle über das Repräsentantenhaus ermöglicht es den Republikanern, die Fiskalausgaben, etwa für die Ukraine und die Konjunkturprogramme, einzuschränken.

NATO entschärft Spannungen

Die Märkte konnten sich ebenfalls entspannen, nachdem die NATO erklärt hatte, dass die Rakete, die innerhalb der polnischen Grenze eingeschlagen war, wahrscheinlich von der ukrainischen Luftabwehr stammte, wodurch die Wahrscheinlichkeit einer Eskalation des Konflikts mit Russland verringert wurde. Dennoch wiesen die westlichen Länder darauf hin, dass Russlands jüngste schwere Bombardierungen in der Ukraine den Zwischenfall letztlich ausgelöst hätte. Russland bestritt auch, gezielte Angriffe in der Nähe der ukrainisch-polnischen Grenze durchgeführt zu haben.

Wirtschaftskalender 17. November

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00CHHandelsbilanz (Oktober)CHF +4.003 Mrd.
11:00EZVerbraucherpreisindex (Oktober, J/J)+10.7%
13:30GBStatement zur Herbstprognose 
14:30USBaugenehmigungen (Oktober, M/M)+1.4%
14:30USWohnbaubeginne (Oktober, M/M)-8.1%
14:30USErstanträge Arbeitslosenversicherung (wöchentlich)225’000
14:30USPhilly Fed Herstellungsindex (November)-8.7

Unternehmenskalender 17. November

LandUnternehmenPeriode
CHSwiss ReChief Economist Briefing
DESiemensQ4
DEThyssenkruppQ4
DEMTU Aero EnginesInvestoren- & Analystentag
CNAlibabaQ2
DEBASFR&D Webcast
USGeneral MotorsInvestor Day

Quelle: BondWorld.ch


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