LGT Navigator : Die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenversicherung in den USA lag in der vergangenen Woche nahe einem historischen Tiefstand.
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Die Veröffentlichung der Daten erfolgte nach einer Reihe von Wirtschaftsdaten der letzten Tage, die darauf hindeuten, dass die US-Wirtschaft eine weitere Straffung der Geldpolitik verkraften könnte. Gleichzeitig äusserte sich der Präsident der Fed von St. Louis, James Bullard, als jüngster in einer Reihe von Fed-Vertretern dahingehend, dass mit einer weiteren Straffung zu rechnen ist. Er sagte am Donnerstag, dass die Zinssätze möglicherweise noch auf bis zu 7% steigen müssten, um die Inflation einzudämmen.
In New York bewegten sich die Aktien weiterhin innerhalb der Handelsspanne der vorangegangenen Tage und konnten nicht auf die Gewinne aufbauen, die während der Rallye von Mitte Oktober erzielt worden waren. Der Dow Jones Industrial beendete den Tag mit -0.02% bei 33’546.32 Punkten und der S&P 500 fiel um -0.31% auf 3’946.56 Punkte. Auch die Indizes an der Nasdaq gaben im Laufe des Tages leicht nach und fielen um -0.19%.
Auch die asiatischen Aktienmärkte bewegten sich überwiegend innerhalb einer engen Handelsspanne, nachdem der japanische Verbraucherpreisindex so schnell gestiegen war wie seit vier Jahrzehnten nicht mehr. Der Nikkei 225 sank nach den Inflationsdaten um -0.11%. In Hongkong wurde der Hang Seng-Index mit einem Plus von +0.1% gehandelt. Der Shanghai Composite und der Shenzhen Component wurden ebenfalls weitgehend unverändert gehandelt.
Niedrige US-Arbeitslosenanträge
Die am Donnerstag veröffentlichten Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA sanken um 4’000 auf 222’000 und lagen damit unter den Erwartungen. Diese Zahl, die in der Nähe historischer Tiefststände liegt, deutet darauf hin, dass der Arbeitsmarkt solide ist und dass die US-Privathaushalte folglich die Inflation weiterhin durch Verbraucherausgaben ankurbeln können. Die Arbeitsmarktdaten kommen einen Tag nach den starken Einzelhandelsumsätzen, die eine Wirtschaft zeigen, die durchaus weitere Zinserhöhungen verkraften kann.
Grossbritannien erhöht die Steuern und kürzt die Ausgaben
Das Vereinigte Königreich stopft ein Loch in seinen öffentlichen Finanzen, indem es die Steuern erhöht und die Ausgaben kürzt. Die Regierung verlängerte ausserdem eine Sondersteuer für Öl- und Gasunternehmen, um Geld für die Finanzierung des Einfrierens der Energierechnungen für Privathaushalte zu beschaffen. Mit diesem Schritt sollen die Auswirkungen der hohen Inflation auf die Haushalte gemildert werden.
Wirtschaftskalender 18. November
| MEZ | Land | Indikator | Letzte Periode |
| 00:30 | JP | Verbraucherpreisindex (Oktober, J/J) | +3.0% |
| 07:30 | FR | Arbeitslosenquote (Q3) | 7.4% |
| 08:00 | GB | Einzelhandelsumsätze (Oktober, M/M) | -1.4% |
| 08:30 | SZ | Industrieproduktion (Quartal) | +7.9% |
| 09:30 | EZ | EZB-Präsidentin Lagarde spricht | |
| 14:00 | DE | Bundesbank Präsident Nagel spricht | |
| 16:00 | USA | Verkäufe bestehender Häuser (Oktober) | -1.5% |
| 16:00 | USA | Frühindikator | -0.4% |
Unternehmenskalender 18. November
| Land | Unternehmen | Periode |
| CH | SGS | Investorentage (bis 19.11.) |
Quelle: BondWorld.ch
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