LGT Navigator : Die Proteste gegen die strengen Covid-Massnahmen haben sich am Wochenende in ganz China ausgeweitet. In Shanghai kam es zwischen Demonstranten und der Polizei zu Zusammenstössen, und in Peking versammelten sich grosse Menschenmengen.
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An der Wall Street schloss der Dow Jones Industrial zu Wochenbeginn -1.45% tiefer bei 33’849.46 Punkten und der marktbreite S&P 500 verlor -1.54%; Schlussstand 3’963.94 Punkte. An der Nasdaq notierten die Indizes am Montag knapp -1.5% im Minus. Gedämpft wurde die Stimmung hauptsächlich durch die Ereignisse in China. Die Aktie des iPhone-Herstellers Apple fiel aus Sorge vor Produktionsausfällen und Unterbrechungen in den Lieferketten um rund -2.6%. Am Anleihenmarkt notiert die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen aktuell bei 3.7%. Der US-Dollar holte gegenüber dem Euro etwas auf und wird heute Morgen bei 1.0380 gehandelt. Zuvor war die europäische Gemeinschaftswährung gegenüber dem Greenback bis auf fast 1.05 auf den höchsten Stand seit Ende Juni gestiegen.
Im asiatisch-pazifischen Raum legten die Aktienindizes am Dienstag mehrheitlich zu. Hintergrund war ein gemeldeter Rückgang der Covid-Fälle in China. Der Hang Seng-Index in Hongkong gewann rund +4% und der Hang Seng Tech-Index legte sogar um rund +6% zu. Auf dem chinesischen Festland stieg der Shanghai Composite um +2.1%. In Tokio schloss der Nikkei 225-Index hingegen leicht um knapp -0.5% tiefer als am Vortag.
EZB-Spitze signalisiert weiterführenden Inflationskampfmodus
Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), betonte vor dem Währungsausschuss des Europäischen Parlaments, dass die Notenbank entschlossen ist, weiterhin gegen die Inflation anzukämpfen. «Wir sind entschlossen, die dafür notwendigen Massnahmen zu ergreifen». Auch das niederländischer EZB-Ratsmitglied Klaas Knot setzt sich für eine weitere entschiedene Inflationsbekämpfung ein. Ein anhaltend restriktiver Kurs sei notwendig angesichts der anhaltenden Inflationsrisiken und der Zeit die notwendig sei zur Wiederherstellung der Preisstabilität. Wie in den USA, wird auch an der Spitze der EZB derzeit debattiert, ob das zuletzt hohe Straffungstempo beibehalten oder verringert werden sollte. Der letzte Zinsentscheid der EZB in diesem Jahr ist auf den 15. Dezember festgesetzt.
Lieferengpässe kosten deutsche Industrie mehr als 60 Milliarden Euro
Einer aktuellen Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) zufolge verbuchte Deutschlands Industrie im Zeitraum von Anfang 2021 bis Mitte 2022 Produktionseinbussen im Umfang von nahezu 64 Milliarden Euro. Die Lieferengpässe haben vor allem die Autoindustrie hart getroffen. So sei die Wertschöpfung wegen des Mangels an Vorprodukten um rund 30 Milliarden Euro geringer ausgefallen. Die Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft sind laut IMK massiv. So hätte das deutsche BIP ohne die Lieferkettenstörungen Ende 2021 um 1.2% und Mitte 2022 um 1.5% höher gelegen. Wichtig sei es, in Zukunft auf stärkere Resilienz, mehr Lagerreserven, Diversifikation und Nachhaltigkeit der Lieferketten zu setzen.
Wirtschaftskalender 29. November
| MEZ | Land | Indikator | Letzte Periode |
| 09:00 | CH | BIP Q3 (Q/Q, Revision) | +0.3% |
| 09:00 | ES | Verbraucherpreise (November, J/J) | +7.3% |
| 11:00 | IT | Ereugerpreise (Oktober, J/J) | +41.8% |
| 11:00 | EZ | Wirtschaftsstimmung (November) | 92.5 |
| 11:00 | EZ | Geschäftsklima (November) | +0.76 |
| 11:00 | EZ | Konsumentenstimmung (November) | -23.9 |
| 14:00 | DE | Verbraucherpreise (November, J/J) | +11.6% |
| 15:00 | USA | S&P/CaseShiller Häuserpreise 20 Grossstädte (September, J/J) | +13.1% |
| 16:00 | GB | Bank of England Governeur Bailey spricht | |
| 16:00 | USA | Verbrauchervertrauen (November) | 102.5 |
Unternehmenskalender 29. November
| Land | Unternehmen | Periode |
| CH | Nestle (Investor Seminar) | |
| GB | Easyjet | Jahreszahlen |
| FR | Axa (Investorentag) |
Quelle: BondWorld.ch
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