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LGT Navigator: Zinsausblick und Konjunktursorgen trüben Weihnachtsstimmung an den Börsen

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LGT Navigator : Die Aussicht auf längere Zeit hohe Zinsen in den USA und Europa belastet die Börsen weiterhin.

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Die Aussicht auf längere Zeit hohe Zinsen in den USA und Europa belastet die Börsen weiterhin. Unterdessen ist die Inflation im Euroraum vom zuletzt erreichten Rekordhoch etwas zurückgegangen. Dennoch bleibt nicht nur das Fed, sondern vor allem auch die EZB auf einem restriktiven Kurs und wird die Zinsen den Aussagen von Notenbankpräsidentin Lagarde zufolge noch deutlich erhöhen. Zum Wochenbeginn steht nun die monatliche Unternehmensumfrage des Ifo-Instituts zum Geschäftsklima in Deutschland im Fokus.

Der Dow Jones Industrial beendete die letzte Woche mit einem Tagesverlust von 0.85% bei 32’920.46 Punkten und verlor damit auf Wochensicht 1.7%. Der S&P 500 gab am Freitag auf 3’852.36 Punkte nach, ein Minus von 1.11%. An der Nasdaq fielen die Indizes um rund 0.9% und verloren über die letzte Woche betrachtet 2.8%. Nach den Zentralbankentscheiden der letzten Woche bleibt die Geldpolitik auch mit Blick auf das nächste Jahr einer der wichtigsten Treiber an den Kapitalmärkten. Die Rendite zehnjähriger US-Staatspapiere notiert mit aktuell 3.51% nahe des nach dem Zinsentscheids der US-Notenbank erreichten Hochs von 3.56%. Der US-Dollar konnte einen Teil seiner Verluste gegenüber dem Euro wieder wettmachen und notiert zum Wochenstart um die Marke von 1.06. Nach den Leitzinserhöhungen der EZB hatte der Euro mit 1.0735 den höchsten Wert seit Juni erreicht.

An Asiens Börsen tendierten die Aktienindizes zu Wochenbeginn mehrheitlich negativ. Neben Zentralbankenpolitik und Rezessionsängsten steht hier vor allem die erneute Pandemiewelle in China nach Aufhebung eines Teils der strikten Covid-19-Massnahmen im Vordergrund. Auf dem chinesischen Festland fiel der Shanghai Composite um rund 1.3%, nachdem am Montag die meisten Schulen wegen der stark steigenden Zahl von Coronainfizierten erneut geschlossen wurden. In Hongkong gab der Hang Seng-Index um rund 0.5% nach. Mit Spannung wird nun der Zinsentscheid der People’s Bank of China am Dienstag erwartet. Wie eine aktuelle Umfrage (World Economics Sales Managers Survey) zeigte, ist das Geschäftsklima in China auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Umfrage im Jahr 2013 gesunken.

Inflation im Euroraum schwächt sich auf hohem Niveau leicht ab

Die Teuerungsrate im Euroraum ist im November von dem im Oktober gemessenen Rekordniveau von 10.6% auf 10.1% gesunken. Treiber blieben vor allem die Energiepreise (+34.9%), wenn auch nicht mehr ganz so stark wie bisher. Mehr bezahlen mussten Konsumenten vor allem auch für Nahrungsmittel, die im letzten Monat um 13.6% gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind. Die Kernrate, also ohne Berücksichtigung der Energie- und Lebensmittelpreise, blieb mit 5.0% unverändert.

Einkaufsmanagerumfragen in den USA und Europa signalisieren weiterhin eine Kontraktion

Die Stimmung in der Privatwirtschaft in den USA hat sich zum Jahresende hin eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) von S&P Gobal gab dabei von 46.4 Punkten im November auf ein Viermonatstief von 44.6 Zähler im Dezember nach. Hintergrund ist gemäss S&P Global die Nachfrageschwäche und der hohe Preisdruck.

Im Euroraum meldete S&P Global eine erneute Verbesserung der Unternehmensstimmung. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft in den Euroländern kletterte im Dezember von 47.8 auf 48.8 Punkte. Das war deutlich mehr als von Ökonomen erwartet – der Konsens lag bei 47.9 Zählern. Dabei hat sich die Stimmung sowohl in der Industrie als auch im Dienstleistungssektor aufgehellt. Der PMI bleibt aber nach wie vor unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

In Grossbritannien verbesserte sich der Einkaufsmanagerindex im November um 0.8 auf 49.0 Punkte. Während sich die Stimmung im britischen Dienstleistungssektor aufgehellt hat, trübte sie sich in der Industrie ein. Nach Einschätzung von Chris Williamson, Chefökonom von S&P Gobal, hat sich die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sich Grossbritannien in einer Rezession befindet.

Inflation in Deutschland bleibt laut Bundesbank auch 2023 auf hohem Niveau

Die deutsche Notenbank geht davon aus, dass die Teuerung in Deutschland nur nach und nach zurückgehen wird. Eine echte Entspannung sei nicht in Sicht. Für 2023 prognostiziert die Bundesbank einen Rückgang der Inflation von 8.6% auf 7.2% – aktuell liegt die Teuerungsrate bei 10%. Gleichzeitig könne in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres mit einer allmählichen Erholung der Wirtschaft gerechnet werden. Mit einem schweren Wirtschaftseinbruch wird nicht gerechnet, jedoch stellt die Bundesbank 2023 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0.5% in Aussicht. Im Sommer wurde noch ein BIP-Wachstum von 2.4% prognostiziert.

Wirtschaftskalender 19. Dezember

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00GBErzeugerpreise (Output, J/J)+14.8%
10:00DEIfo Geschäftsklima (Dezember)86.3
16:00USANAHB Immobilienmarktindex (Dezember)33.0

Unternehmenskalender 20. Dezember

LandUnternehmenPeriode
USAFedExQ2

Quelle: BondWorld.ch


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