LGT Navigator : Nach einem verhaltenen Wochenstart ohne Impulse von den feiertagsbedingt geschlossenen US-Börsen steht nun die laufende Unternehmensberichtssaison im Mittelpunkt des Anlegerinteresses.
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In der laufenden Woche werden rund 130 US-Unternehmen und 70 börsenkotierte Unternehmen aus Europa ihre Zahlen zum vierten Quartal 2022 vorlegen. Mit Spannung warten Investoren zudem auf den geldpolitischen Entscheid der Bank of Japan. Die Spekulationen mehren sich, dass Japans Notenbank vor der geldpolitischen Wende steht. Neuste Daten zeigten unterdessen, dass die Pandemie Chinas Wirtschaft 2022 ausgebremst hat.
Europas Aktienmärkte starteten mit moderaten Gewinnen in die neue Woche. Der EuroStoxx 50 schloss Montag bei 4’157.00 Punkten (+0.15%). Die New Yorker Börse blieb gestern wegen eines Feiertages geschlossen. Die Aktienmärkte im asiatisch-pazifischen Raum tendierten am Dienstag mehrheitlich negativ. In Tokio stieg der Nikkei 225 um 1.3%. Im Zentrum steht der geldpolitische Entscheid der Bank of Japan am Mittwoch. Der Hang Seng Index in Hongkong gab hingegen um 1.2% nach. Auf dem chinesischen Festland fiel der Shanghai Composite um rund 0.3%. Hier standen die BIP-Zahlen für das letzte Jahr und das vierte Quartal im Fokus.
Chinas Wirtschaft wurde 2022 von der Pandemie ausgebremst
Chinas Bruttoinlandprodukt ist im letzten Jahr um noch 3% gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Das ist deutlich langsamer als die von der Regierung angepeilten 5.5%. Im Jahr 2021 expandierte das weltweit zweitgrösste BIP noch um 8.4%. Im vierten Quartal des letzten Jahres schlug sich Chinas Wirtschaft aber etwas besser als erwartet und wuchs im Quartalsvergleich um 2.9%. Neben der Null-Covid-Strategie mit Lockdowns und anderen Beschränkungen litt die chinesische Wirtschaft auch unter der schwachen heimischen Nachfrage, der hohen Verschuldung und der Immobilienkrise. Mit der Lockerung der strikten Pandemiemassnahmen scheint sich das Leben mittlerweile in vielen Metropolen zu normalisieren.
IWF warnt vor verstärkter Fragmentierung der Weltwirtschaft
Einem aktuellen Bericht des Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge könnte eine zunehmende Fragmentierung die Weltwirtschaft bis zu 7% des globalen BIP kosten. Vor allem die Covid-19-Pandemie und der Krieg in der Ukraine hätten zu einem Rückgang der internationalen Zusammenarbeit sowie zu Störungen der Finanz-, Lebensmittel- und Energieversorgung geführt. Zusätzliche Handelsbeschränkungen hätten die Uneinigkeit zwischen den Regionen noch verstärkt, argumentiert der IWF. Auch das Weltwirtschaftsforum in Davos steht unter dem Motto: Zusammenarbeit in einer fragmentierten Welt.
Wirtschaftskalender 17. Januar
| MEZ | Land | Indikator | Letzte Periode |
| 08:00 | DE | Verbraucherpreise (Dezember, J/J) | +9.6% |
| 10:00 | IT | Verbraucherpreise (Dezember, J/J) | +12.3% |
| 11:00 | DE | ZEW Konjunkturerwartungen (Januar) | -23.3 |
| 11:00 | EZ | ZEW Konjunkturerwartungen (Januar) | -23.6 |
| 13:00 | OPEC | Monatsbericht | |
| 14:30 | US | NY Fed Empire State Industrieindikator (Januar) | -11.2 |
Unternehmenskalender 17. Januar
| Land | Unternehmen | Periode |
| CH | Lindt & Sprüngli | Jahresumsatz |
| USA | Goldman Sachs | Q4 |
| USA | Morgan Stanley | Q4 |
Quelle: BondWorld.ch
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