LGT Navigator : Äusserungen von US-Notenbankchef Powell lassen darauf schliessen, dass der Zinsstraffungszyklus in den USA noch nicht zu Ende ist und mit weiteren Zinserhöhungen zu rechnen ist.
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Powell betonte aber auch, dass in diesem Jahr die Inflation weiter “signifikant” zurückgehen werde, diese Entwicklung aber in einem “sehr frühen Stadium” sei und weitere Fortschritte noch einige Zeit dauern dürften. An der Wall Street wurden die Aussagen Powells positiv interpretiert.
Der Vorsitzende der US-Notenbank (Fed), Jerome Powell, unterstrich, dass voraussichtlich weitere Massnahmen notwendig sein werden im Kampf gegen die hohe Inflation. Im laufenden Jahr sei zwar mit einem weiteren Rückgang der Teuerung zu rechnen, jedoch könnte es noch bis 2024 dauern, bis die Inflationsrate wieder das vom Fed anvisierte Ziel von 2% erreichen wird. Der Fed-Chef verwies dabei auf den US-Arbeitsmarkt, der nach wie vor in einer “ausserordentlich starken Verfassung” sei.
Der US-Dollar reagierte mit Kursverlusten auf die Aussagen von Powell und die Rendite zehnjähriger US-Staatspapiere zog auf 3.68% an. An der New Yorker Börse liessen sich die Anleger durch die Aussicht auf vorläufig weiter steigende Zinsen nicht aus der Ruhe bringen und der Optimismus überwog, dass dennoch ein Ende der Zinserhöhungen absehbar wird. In der Folge erholten sich die Aktienindizes von den Verlusten von Ende letzter und anfangs dieser Woche. Insbesondere die zinssensiblen Technologiewerte legten gestern deutlich zu. An der Nasdaq schlossen die Indizes nach einem volatilen Handel gut 2% höher. Der Dow Jones Industrial stieg um 0.78% auf 34’156.69 Punkte und der S&P 500 beendete den Handel am Dienstag bei 4’164.00 Punkten, 1.29% höher als am Vortag.
In Asien tendierten die Aktienmärkte uneinheitlich. Der Nikkei 225 in Tokio gab um 0.45% nach, belastet durch enttäuschende Ergebnisse von Nintendo und Softbank. In Südkorea notierte der Kospi-Index hingegen rund 1.3% höher. Der Hang-Seng-Index in Hongkong blieb praktisch unverändert zum Vortag, wobei der Hang-Seng-Tech-Index um 1.7% zurückfiel. Auf dem chinesischen Festland gaben die Aktienindizes in Shanghai und Shenzhen moderat nach.
Handelsbilanzdefizit der USA weitete sich Ende 2022 wieder aus
Die Vereinigten Staaten verzeichneten im Dezember aufgrund rückläufiger Exporte (-0.9%) und steigender Importe (+1.3%) ein wieder höheres Defizit im Aussenhandel. Den Angaben des Handelsministeriums in Washington zufolge erhöhte sich das Defizit um USD 6.4 Milliarden auf USD 67.4 Milliarden, damit aber weniger stark als von Ökonomen angenommen (Konsens USD 68.5 Mrd.). Für das Gesamtjahr 2022 wiesen die USA damit ein Aussenhandelsdefizit von USD 948.1 Milliarden aus – USD 103 Milliarden mehr als im Jahr zuvor.
In der Eurozone sind die mittelfristigen Inflationserwartungen wieder gestiegen
Der regelmässigen Umfrage (Consumer Expectations Survey) der Europäischen Zentralbank (EZB) zufolge rechnen die befragten Konsumenten im Euroraum mittelfristig nun wieder mit einer etwas höheren Inflation. Auf Sicht von drei Jahren wird mit einer Teuerungsrate von 3.0% gerechnet (bisher 2.9%). Die kurzfristigen Inflationserwartungen auf Sicht von zwölf Monaten blieben mit 5.0% stabil. Zuletzt hat sich die Inflationsrate in der Eurozone auf 8.5% abgeschwächt, nachdem die EZB Gegensteuer gegeben hat und die Leitzinsen um insgesamt drei Prozentpunkte gestrafft hat.
Chinas Automarkt mit schlechtem Jahresstart
Die Auslieferungen am chinesischen Automarkt – dem grössten der Welt – sind im Januar gegenüber der Vorjahresperiode um 41% eingebrochen. Zu Jahresbeginn wurden demnach 1.24 Millionen Autos ausgeliefert. Die Branchenvereinigung Chinese Passenger Car Association verwies auf Ende 2022 ausgelaufene Subventionen für umweltfreundlichere Autos und Steuersenkungen für spritsparende Modelle.
Wirtschaftskalender 8. Februar
| MEZ | Land | Indikator | Letzte Periode |
| 10:00 | IT | Einzelhandelsumsätze (Dezember, M/M) | +0.8% |
| 15:15 | USA | FOMC-Mitglied Williams spricht | |
| 16:00 | USA | Fed-Vizepräsident Barr spricht | |
| 22:00 | USA | US-Präsident Biden Rede zur Lage der Nation |
Unternehmenskalender 8. Februar
| Land | Unternehmen | Periode |
| DE | Deutsche Börse | Q4 |
| DE | Metro | Q1 |
| FR | Société Générale | Q4 |
| FR | Totalenergies | Q4 |
| NL | ABN Amro | Q4 |
| NL | Akzo Nobel | Q4 |
| AUT | Voestalpine | Q3 |
| SWE | Svenska Handelsbanken | Q4 |
| SWE | Vattenfall | Jahreszahlen |
| DNK | Vestas | Q4 |
| DNK | A.P. Moller-Maersk | Q4 |
| USA | Walt Disney | Q1 |
| USA | Uber Technologies | Q4 |
Quelle: BondWorld.ch
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