LGT Navigator : Die weltweiten Aktienmärkte steuerten am Freitag auf ihre stärkste Wochenrally seit einem Jahr zu.
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Die Äusserungen des Vorsitzenden des Federal Reserve (Fed), Jerome Powell, sowie die jüngsten Entscheidungen der wichtigsten Zentralbanken der Welt, die Zinssätze unverändert zu belassen, stützen die Spekulationen, dass die Zentralbanken das Ende ihrer aggressivsten Straffungszyklen seit Jahrzehnten erreicht haben. Die Aktienmärkte in den USA, Europa und Asien verzeichneten kräftige Kursgewinne, während die Renditen für US-Staatsanleihen weiter zurückgingen.
In New York erholte sich die Wall Street im Vorfeld der für Freitag erwarteten Arbeitsmarktdaten, anhand derer die Anleger beurteilen können, ob der Arbeitsmarkt eine weitere Zinserhöhung verkraften könnte. Der Dow Jones Industrial schloss am Donnerstag 1.7% höher und der S&P 500 gewann 1.9%. Der Nasdaq-100 stieg um 1.7%. Die Gewinnsaison wurde mit den Quartalszahlen des Tech-Schwergewichts Apple fortgesetzt, die am späten Donnerstag die Schätzungen der Analystinnen und Analysten übertrafen. Kommentare, wonach die Einnahmen im laufenden Quartal nicht steigen werden, beunruhigten jedoch die Händlerinnen und Händler, und die Aktien des Unternehmens fielen im nachbörslichen Handel um 3.4%.
Auch in Europa blieb die Stimmung gegen Ende der Woche gut. Der Euro Stoxx 50 beendete die Sitzung am Donnerstag mit einem Plus von 1.9%.
Nach dem Federal Reserve (Fed) am Vortag beliess auch die Bank of England (BOE) am Donnerstag die Zinssätze unverändert. Ihr Leitzins bleibt bei 5.25% und damit auf dem höchsten Stand seit 15 Jahren. Wie die anderen grossen Zentralbanken bekräftigten auch die Vertreter der BOE, dass hohe Zinssätze noch eine ganze Weile notwendig sein werden, um die Inflation zu senken. Die Preise steigen immer noch mehr als dreimal so schnell wie die von der BOE angestrebte Rate von 2%, sind aber von einem Höchststand von über 11% deutlich zurückgegangen. Die europäischen Märkte erholten sich, der Euro Stoxx stieg um fast 2%.
Anderswo in Europa stieg die Arbeitslosenquote in Deutschland auf 5.8%. Das ist der höchste Stand seit mehr als zwei Jahren in Europas grösster Volkswirtschaft.
In der Schweiz stiegen die Verbraucherpreise im Oktober im Vergleich zum Vormonat um 0.1% und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1.7%. Der Kernverbraucherpreisindex, der die volatilen Lebensmittel- und Energiepreise nicht berücksichtigt, lag bei 1.5% und damit etwas höher als die 1.3% des Vormonats. Die Inflation in der Schweiz liegt seit mehreren Monaten in Folge unter dem Zielwert der Schweizerischen Nationalbank von 2%. Aufgrund der relativ niedrigen Inflationsrate beliess die SNB die Zinsen auf ihrer letzten Sitzung unverändert.
Unternehmensnachrichten im Fokus: Quartalszahlen von Société Générale, Swiss Re, Raiffeisen International, BMW, A.P. Moller-Maersk.
Konjunkturdaten im Fokus: SECO Arbeitsmarktdaten Schweiz (07:45 Uhr), Handelsbilanz Deutschland (08:00), Industrieproduktion Frankreich (08:45), Fremdwährungsbestand Schweiz (09:00), Arbeitslosenquote Eurozone (11:00), Arbeitsmarktbericht USA (13:30), ISM Services PMI USA (15:00).
Quelle: BondWorld.ch
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