LGT Navigator : Der Teuerungsdruck in den Vereinigten Staaten hat sich im Oktober merklich abgekühlt. Mit 3.2% fiel die Inflationsrate im Oktober noch geringer aus als erwartet.
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Zur Wochenmitte legten die Aktienindizes an der New Yorker Börse weiter zu, während an Asiens Börsen der Schwung bereits wieder verloren ging. Neuste Wirtschaftsindikatoren aus den USA bekräftigten einerseits die Aussicht auf einen sich weiter abschwächenden Inflationsdruck, deuteten aber andererseits auch auf eine noch relativ robuste Konjunkturlage hin. Erleichtert dürften die Kapitalmärkte den gestern Abend abgewendeten “Shutdown” in Washington sowie das bisher positiv verlaufende Treffen von US-Präsident Joe Biden und Chinas Präsidenten Xi Jinping aufnehmen.
An der Wall Street sorgten weitere moderate Inflationsdaten für Kursgewinne. Der Dow Jones Industrial schloss bei 34’991.21 Punkten 0.47% höher. Erstmals seit Ende August kletterte der Dow zeitweise wieder über die Marke von 35’000 Punkten. Der S&P 500 gewann 0.16% und beendete den Mittwochshandel bei 4’502.88 Punkten. An der technologielastigen Nasdaq blieben die Indizes praktisch unverändert. Am Anleihenmarkt notiert die Rendite für zehnjährige US-Staatspapiere heute Morgen bei 4.5%. Im Devisenhandel gab der Euro nach den Gewinnen vom Vortag wieder nach und handelt zum US-Dollar bei etwa 1.0840.
In San Francisco scheint das Treffen von US-Präsident Joe Biden und Chinas Präsidenten Xi Jinping freundlich zu verlaufen. Die beiden Länder wollen u.a. militärische Kommunikation auf hoher Ebene wieder aufzunehmen.
In Asien führten die Aktien in Hongkong am Donnerstag die Indizes mehrheitlich nach unten. Der Hang-Seng-Index fiel um 1%, nachdem der Index in der vorangegangenen Sitzung noch um fast 4% zugelegt hatte. Unter Druck standen vor allem die Aktien des chinesischen EV-Unternehmens Xpeng (-4.2%) vor dem Hintergrund eines hohen Quartalsverlustes. Auf dem chinesischen Festland gab der CSI 300 um 0.7% nach. In Tokio handelte der Nikkei 225 kurz vor Schluss leicht tiefer, während der südkoreanische Kospi unverändert blieb. In Australien fiel der S&P/ASX 200 um 0.6%.
Wie gestern bekannt gegeben wurde, ist Japans Wirtschaft im dritten Quartal stärker geschrumpft als von Ökonomen erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel einer ersten Schätzung zufolge auf das Jahr hochgerechnet um 2.1%. Im Konsens wurde von einem annualisierten Rückgang um 0.4% ausgegangen. Im zweiten Quartal war die Wirtschaftsleistung der drittgrössten Volkswirtschaft hingegen noch um annualisiert 4.5% gewachsen.
Wie in den USA hat sich auch in Grossbritannien der Inflationsdruck im Oktober kräftig abgeschwächt. Im Jahresvergleich wurde eine Teuerungsrate von 4.6% gemessen (Konsens 4.7%), verglichen mit 6.7% im September. Einen dämpfenden Effekt hatten vor allem geringere Kosten für Wohnungs- und Haushaltsdienstleistungen. Ausserdem sind die Preise für Lebensmittel weniger stark gestiegen. Die Kernrate, also ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise, verringerte sich von 6.1% auf 5.7% bleibt damit aber auf einem sehr hohen Niveau. Die Abkühlung der Inflation dämpfte Spekulation auf eine weitere Zinserhöhung der Bank of England. In der Folge gelang der Londoner Börse mit Blick auf das laufende Jahr der Sprung in den positiven Bereich.
Unternehmensnachrichten im Fokus: Zurich Insurance Group, Investorentag, Siemens Jahreszahlen, Burberry Halbjahreszahlen, Aegon Q3-Trading Update, General Motors, Investor Day, Walmart, Macy’s, Warner Music Group, Alibaba Q3-Zahlen und Applied Materials Q4-Zahlen.
Konjunkturdaten im Fokus: Aus den USA Im- und Exportpreise Oktober, Erstanträge Arbeitslosenhilfe und Philly Fed Industrieindikator (14:30), Industrieproduktion Oktober (15:15) und NAHB-Index November (16:00).
Quelle: BondWorld.ch
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