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Mögen die Märkte mit Ihnen sein. Immer. Auch 2016.

Das neue Jahr bringt viele alte Bekannte, die uns Anlegern so vertraut sind, wie die Helden der Star Wars-Saga: Die globalen Ungleichgewichte haben sich zwar verringert, sind aber nicht gänzlich verschwunden……..


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Hans-Jörg Naumer Global Head of Global Capital Markets & Thematic Research


Bei näherem Hinsehen zeigt sich, dass die Leistungsbilanzüberschüsse eher auf einen Rückgang der Importe als auf wachstumsbegünstigende Exporte zurückzufüh-ren sind. Eine der Hauptursachen für globale Ungleichgewichte ist die zur Stützung der Konjunktur weltweit gelockerte Geldpoli-tik. Die Leitzinsen in den entwickelten Ländern sind auf Rekord-tiefstände gefallen. Dabei hat es seit dem Zusammenbruch von Lehman Brothers im Jahr 2008 über 700 Zinssenkungen gege-ben.

Der durchschnittliche globale Leitzins beträgt mit aktuell 2,3 % nur noch die Hälfte der Trendwachstumsrate des nominalen Bruttoinlandsprodukts. Nicht zuletzt die niedrigen Finanzie-rungskosten haben in vielen Volkswirtschaften zu überhöhter Verschuldung geführt. Die Schuldenquoten befinden sich in den entwickelten Staaten nahe ihren historischen Höchstständen.

Die Geldpolitik wird auch deshalb weiterhin sehr wachstums-freundlich bleiben. Dabei verfolgen die Notenbanken in Europa und Japan unverändert einen ausgeprägten Kurs der quantitati-ven Lockerung. Darin ändert auch die jüngste Leitzinsanhebung der US-Notenbank Fed nichts. Im neuen Jahr dürften zwar noch zwei weitere Zinsanhebungen folgen, gemessen z.B. aber an der anerkannten „Taylor-Regel“ müsste die Federal Funds Rate deut-lich höher liegen. Diese anhaltend expansive Geldpolitik und eine Konjunkturentwicklung, die etwa im Rahmen des Wachs-tumspotentials liegen dürfte, sollte die Aktienmärkte längerfris-tig stützen

Fazit: Das Marktumfeld dürfte – zumindest in den entwickelten Ländern – weiterhin von niedrigem Wirtschaftswachstum, niedriger Inflation und niedrigen Zinsen geprägt bleiben. Anle-ger haben daher kaum eine andere Wahl, als Risiken einzuge-hen. Dabei geht es im Negativrenditeumfeld bei teilweise er-höhten Bewertungen vor allem um Kapitalerträge, weniger um Kursgewinne. Fingerspitzengefühl gehört bei der Anlageent-scheidung also dazu.

Die sich abzeichnende Volatilität führt mich zu dem Wunsch:

Mögen die Märkte mit Ihnen sein. Immer. Auch 2016. In die-sem Sinne, verbleibe ich Ihr

Politische Ereignisse 2016

Januar:

Jan Präsidentschaftswahlen Portugal

14. Jan BoE Minutes

16. Jan Parlaments – und Präsidentschaftswahlen Taiwan

21. Jan EZB Ratssitzung

24. Jan Präsidentschaftswahlen Portugal

26.-27. Jan FOMC-Sitzung

28. – 29. Jan BoJ Sitzung

Februar:

01. Feb Iowa Caucus

Quelle: BondWorld.ch


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