Für das vierte Quartal 2015 hat M&G total 9158 Konsumenten in den neun Ländern Schweiz, Grossbritannien, Frankreich, Spanien, Deutschland, Österreich, Italien, Singapur und Hongkong befragt….
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Mario Eisenegger, Investment Specialist, Retail Fixed Interest at M&G
Die Schlüsselaussagen:
Die Schweiz hat in den letzten drei Quartalen 2015 eine tiefe Deflation erlebt, weil der schwache Euro die alpine Exportnation immer mehr unter Druck gesetzt hat.
Das Vertrauen der Schweizer Bevölkerung in die Schweizerische Nationalbank (SNB) liegt 9% tiefer als vor einem Jahr, als die Untergrenze des Euro zum Franken noch bestand. Doch haben die Schweizer immer noch ein sehr hohes Vertrauen in die Zentralbank: 51% stimmen ziemlich bis stark mit der SNB-Politik überein.
Die Inflationserwartungen sind in der Schweiz sowohl kurz- als auch langfristig gesunken: Die Ein-Jahr-Erwartungen liegen 0,3% tiefer (von 1,3% im letzten Quartal auf 1% in diesem Quartal) und die Fünf-Jahre-Inflationserwartungen sind 0,5% gesunken (von 2,5% im letzten Quartal auf 2% in diesem Quartal).
45% der Schweizer sind bezüglich der Wirtschaftspolitik des Bundesrates unentschlossen – das ist die höchste Stufe bei allen untersuchten Ländern. Allerdings stimmen 32% tendenziell bis stark mit der Wirtschaftspolitik der Regierung überein. Das ist das höchste Ergebnis in Europa.
32% der 25 bis 34 Jahre alten Schweizer erwarten, dass ihr Nettoeinkommen höher ausfallen wird (insgesamt 19% der Schweizer).
Kommentar von Mario Eisenegger, Investment Specialist, Retail Fixed Interest at M&G:
«Fast ein Jahr nach dem Wegfall der Euro-Franken-Untergrenze bleibt der Schweizer Franken ein Top-Anliegen für die Schweiz und ihre exportorientierte Wirtschaft. Die Lockerung der Geldpolitik-Massnahmen in der Eurozone und die globalen geopolitischen Risiken setzen die als sicherer Hafen bekannte Währung unter erheblichen Aufwertungsdruck und rufen nach weiteren Interventionen der Zentralbank.
Das Vertrauen der Schweizer Konsumenten in die Behörden ist weiterhin das höchste in Europa. Allerdings zeigt die Umfrage auch ein Rückgang in dieser Hinsicht. Das Vertrauen in die Notenbank ist gegenüber dem Vorjahr um 9% gesunken.»
Übersicht Europa:
Die jüngste Schwäche der europäischen Inflationsrate (HVPI 0,1% im Jahresvergleich) ist im Wesentlichen eine Folge des Rückgangs der Energiepreise. Es hat trotzdem zu einem erhöhten Druck auf die Europäische Zentralbank (EZB) geführt, die Stimulierung der Wirtschaft zu erhöhen, um einen weiteren Rückgang oder gar Deflation zu vermeiden. Seit Quantitative Lockerung (QE ) im Januar 2015 lanciert wurde, lag der Fokus des Mechanismus für eine Transmission auf einer schwächeren Währung. Doch einige dieser Errungenschaften wurden durch die Aufwertung des handelsgewichteten Euro von 7% zwischen März und September 2015 ausgeglichen.
Es gibt ein leichter Anstieg des Vertrauens in die EZB zu beobachten. Die Nettoerwartungen haben in den meisten Ländern generell zugenommen, obwohl sie unter dem Niveau vor einem Jahr liegen.
Die Inflationserwartungen scheinen sich in Deutschland, Österreich und Italien sowohl in der kurz- und langfristig stabilisiert zu haben. Sie fielen indes in Spanien und der Schweiz. Auf lange Sicht erwarten alle untersuchten Länder weiterhin eine Inflation, die auf 2% oder mehr steigen wird. Das deutet darauf hin, dass die europäischen Konsumenten in der Regel Vertrauen in die Fähigkeit der EZB haben, ihr Mandat zur Preis-Stabilisierung zu erfüllen.
Quelle: BondWorld.ch
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