Während den Marktturbulenzen sind die Renditen Schweizer Staatsanleihen weiter in den negativen Bereich gefallen. Unternehmensanleihen guter bis mittlerer Qualität bleiben attraktiv. Die Risikoprämien im Finanzsektor sind deutlich angestiegen und dürften erhöht bleiben. Auch bei Schwellenländern ist anhaltend Vorsicht geboten…..
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Raiffeisen Anlagepolitik- Februar 2016 – Obligationen

Die steigende Nachfrage nach sicheren Anlagen während der Marktturbulenzen hat die Preise von sicheren Staatsanleihen weiter nach oben getrieben. Ein immer höherer Anteil der Staatsanleihen aus entwickelten Ländern weist mittlerweile eine negative Verfallsrendite auf. Auch die Renditen von 10-jährigen japanischen Obligationen haben die 0%-Schwelle zum ersten Mal unterschritten. Der Anteil der Staatsanleihen mit negativem Zins hat sich seit Januar 2015 mehr als verdreifacht (siehe Grafik).
Der tiefe Ölpreis, die Sorgen um die US-Konjunktur sowie die erhöhte Volatilität auf den globalen Märkten haben die Erwartungen für die Anzahl der Zinssteigerungen durch die US-Notenbank deutlich gesenkt und damit den Zinsrückgang am Anleihenmarkt unterstützt. Eine rasche Trendumkehr zeichnet sich nicht ab, aber mit tiefen oder sogar negativen Verfallsrenditen bleiben wir bei Staatsanleihen stark untergewichtet.
Investment-Grade bevorzugt
Die Empfehlung für Unternehmensanleihen guter bis mittlerer Kreditqualität für die Eurozone und die Schweiz halten wir aufrecht. Bei Anleihen aus dem Finanzsektor ist aber erhöhte Vorsicht angezeigt, auch nachdem die Verfallsrenditen jüngst deutlich angestiegen sind. Zahlreiche Negativfaktoren belasten den Sektor, wie tiefe Zinsen, die ausstehenden Risiken im Energiesektor, sowie Konjunktursorgen im Allgemeinen. Die Prämien für die Versicherung der Schulden gegen einen Zahlungsausfall im Europäischen Finanzsektor schnellten hoch (siehe Grafik).
Sie sind zwar nicht auf dem Niveau zur Zeit der globalen Finanzkrise, was aber aufgrund der aktuell vorteilhafteren Voraussetzungen auch nicht gerechtfertigt wäre. Die Risikoaversion der Investoren dürfte aber erhöht bleiben, womit wir auch die Allokation für High-Yield-Anleihen aus der Eurozone auf neutral senken.
Risikoprämien für die Schwellenländer steigen
Die Schwellenländer und insbesondere die Ölproduzenten sind weiterhin Gegenwind ausgesetzt. Die Währungsabwertung erschwert die Schuldenlast der USDdenominierten Anleihen. Parallel zu abwertenden Währungen sind die Renditen für Schwellenländer-Obligationen angestiegen (siehe Grafik).
Solange sich keine Trendwende bei den Schwellenländerwährungen bestätigt, meiden wir Lokalwährungsanleihen. Für USD-Anleihen bleiben wir neutral gewichtet
Quelle: BONDWorld.ch
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