Nuveen : Japan, Grossbritannien, Brasilien und Mexiko im Fokus für Diversifikation
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Saira Malik, CIO von Nuveen
Die kürzlich veröffentlichten Daten zum US-Verbraucherpreisindex für August sorgten für Aufregung unter den Anlegern. Sie lieferten weitere Beweise dafür, dass die Inflation auf dem aktuellen Niveau verharrt.
Da die Inflation immer noch deutlich über dem 2-Prozent-Ziel der Fed liegt, gehen wir davon aus, dass der aktuelle Zinserhöhungszyklus Ende 2023 unterbrochen wird und die Zinssätze dann bis 2024 auf einem hohen, aber stabilen Niveau bleiben. Das führt möglicherweise zu einer leichten Abschwächung des US-Bruttoinlandprodukts (BIP) und erhöhter Marktvolatilität.
Derzeit wird der S&P-500-Index mit einem Aufschlag von ca. sechs Prozent auf seinem 10-Jahres-Durchschnitt beim Kurs-Gewinn-Verhältnis gehandelt. Diese Bewertungen sind die Grundlage für unsere neutrale Haltung gegenüber US-Aktien.
Ein global diversifiziertes Aktienportfolio bietet jedoch attraktive Chancen in bestimmten Bereichen sowohl der Industrie- als auch der Schwellenländer.
Japan
Japan ist eines der wenigen Länder, die eine beschleunigte wirtschaftliche Expansion und nach oben revidierte BIP-Wachstumsschätzungen verzeichnen. Obwohl die Wachstumsprognosen für Japans Geschäftsjahr 2024 niedriger sind (+1,0 Prozent), sind wir der Meinung, dass Japan die Wachstumsaussichten von +1,1 Prozent für die entwickelten Märkte insgesamt übertreffen könnte. Robuste Verbraucherdaten, starke Unternehmensgewinne und steigende Investitionsausgaben werden als Faktoren für das positive Potenzial des japanischen Marktes genannt.
Grossbritannien
Das Vereinigte Königreich hat in diesem Jahr nicht vollständig von den globalen Aktienrenditen profitiert. Obwohl sich der Anstieg der Gesamtpreise gegenüber dem Höchststand von 11,1 Prozent (Oktober 2022) auf 6,8 Prozent (Juli 2023) drastisch verlangsamt hat, erweist sich die Inflation als Gegenwind. Der FTSE-100-Index wird derzeit mit einem Forward-Kurs-Gewinn-Verhältnis von 10,6x gehandelt und liegt damit mehr als 20 Prozent unter seinem 10-Jahres-Durchschnitt. Schliesslich denken wir, dass die Bank of England ihren aggressiven Straffungszyklus in absehbarer Zeit mit nur ein oder zwei weiteren Zinserhöhungen abschliessen wird, was ein weiterer Rückenwind für britische Aktien sein könnte.
Schwellenländer: Brasilien und Mexiko
Bei den Schwellenländeraktien halten wir Brasilien und Mexiko für attraktiv. In beiden Ländern sind die nominalen und realen Zinssätze hoch, und die Inflation geht zurück. Nach einem frühen und aggressiven Zinserhöhungszyklus, der 2021 begann, senkte die brasilianische Zentralbank Anfang vergangenen Monats zum ersten Mal die Zinsen, und weitere Zinssenkungen werden erwartet.
Mexiko profitiert vom «Nearshoring», bei dem Unternehmen aus Nachbarländern ihre Betriebe nach Mexiko verlagern oder erweitern, um von der Effizienz der Lieferketten und niedrigeren Kosten zu profitieren. Die komplizierten Handelsbeziehungen zwischen den USA und China sowie Russlands Einmarsch in die Ukraine haben die USA dazu veranlasst, mehr Waren aus Mexiko zu beziehen. Dies führte dazu, dass auch die mexikanischen Exporte in den vergangenen Monaten Rekordhöhen erreicht haben.
Quelle: AdvisorWorld.ch
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