Raiffeisen Börse täglich : Die Aktienmärkte in Europa werden heute voraussichtlich mit einer negativen Note eröffnen.
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DER TAG | Rücksetzer zur Eröffnung erwartet
Auf die Stimmung drücken nach wie vor die Unruhen im Nahen Osten und die immer weiter steigenden Renditen. Zudem sind die Vorlagen aus Asien tiefrot. Der Druck vom Umfeld lässt dagegen etwas nach. Neue Impulse können nun von der Berichtssaison ausgehen.
SCHWEIZ | Krise im Nahen Osten belastet Börse schwer
Die Spannungen im Nahen Osten hielten die Anleger gestern auf Trab. Sie seien nach dem verheerenden Raketeneinschlag in ein Krankenhaus im Gazastreifen noch mehr verunsichert, sagte ein Händler. Sollte es im Nahen Osten zu einem Flächenbrand und einer Ausbreitung der Krise kommen, dann ist mit deutlich steigenden Energiepreisen zu rechnen. Und davor fürchten sich die Börsianer, da dies die Inflationstrends befeuern dürfte und die Notenbanken zu weiteren Zinsschritten zwingen könnte. Zudem würde ein solches Szenario der Entwicklung in der Weltwirtschaft zusetzen, hiess es. Darüber hinaus kam zur Wochenmitte das Thema Handelskrieg zwischen den USA und China wieder verstärkt auf, vor allem in der Chipindustrie. Bei den Einzeltiteln standen am Berichtstag die Papiere von ABB (-6.5%) im Mittelpunkt. Der Elektrokonzern hatte im dritten Quartal zwar den Umsatz kräftig gesteigert, enttäuschte aber mit den Angaben zum Auftragseingang, was am Markt Gewinnmitnahmen auslöste. Die Titel des Pharmazulieferers Lonza fanden nach ihrem Kurseinbruch am Dienstag derweil noch keinen Boden und gaben um weitere 3.5% nach.
GLOBAL | Chipwerte stehen unter Druck
Die Furcht vor einer Ausweitung des Kriegs zwischen Hamas und Israel hat gestern die Börsen in Europa und die Wall Street belastet. Während die Ölpreise weiter stiegen, waren vermeintlich sichere Häfen wie Gold gefragt. Eine Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten habe das Potenzial, auf dem ohnehin bereits engen Ölmarkt für weitere Lieferrisiken zu sorgen, sagte ein Börsianer. Chipwerte standen erneut unter Druck, nachdem die USA eine weitere Verschärfung ihrer Ausfuhrbeschränkungen hochmoderner Halbleiter nach China angekündigt hatten. Nvidia büssten weitere 4% ein, AMD und Intel sanken um 2.8% bzw. 1.2%. Die Papiere von Spirit Aerosystems schnellten dagegen um mehr als 23% in die Höhe. Der Hersteller von Flugzeugteilen hatte wichtige Verträge mit seinem grössten Kunden Boeing umstrukturiert, um seine Finanzen zu stärken.
Quelle : AdvisorWorld.ch
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