Raiffeisen Börse täglich : Die Schweizer Börse dürfte heute voraussichtlich mit leichten Gewinnen eröffnen. Nach dem Abverkauf des Vortages werden die anderen Börsen in Europa wenig verändert erwartet.
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DER TAG | Gut behaupteter Start erwartet
Das Fed-Protokoll ist nicht dazu angetan, die Stimmung unter Anlegern zu heben. Die Markterwartung, dass die Fed bereits im März erstmals die Leitzinsen senken wird, dürfte nach dem Protokoll einen weiteren Dämpfer erhalten. Für Zurückhaltung sorgen auch die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten. Der Iran hat Israel und die USA für den Anschlag mit knapp 100 Toten nahe dem Grab des Generals Kassem Soleimani verantwortlich gemacht.
SCHWEIZ | SMI dank Schwergewichten im Plus
Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch durchzogen in das neue Börsenjahr gestartet. Nur dank kräftiger Hilfe der Schwergewichte verblieb der Leitindex SMI nach sehr starkem Beginn bis zum Handelsende im Plus. Zykliker, vor allem Tech-Werte, verbuchten dagegen teils massive Gewinnmitnahmen. Die Umschichtungen von Kapital in defensive Werte bescherte den Schwergewichten Novartis (+4.4%), Roche (GS: +3.0%) und Nestlé (+1.8%) grosse Gewinne. Roche und Nestlé machten damit einen Teil der im letzten Jahr erlittene Verluste wett. Roche waren im Börsenjahr 2023 um knapp 16 Prozent abgerutscht, Nestlé hatten annähernd 9 Prozent verloren. Stark nachgefragt wurden auch Sandoz (+4.5%), früher Teil von Novartis und seit Herbst 2023 eigenständig an der Börse. Zudem zählten Titel wie Swisscom (+1.9%), Kühne+Nagel (+1.7%) sowie die Versicherer Zurich (+0.8%) und Swiss Re (+0.6%) zu den Gewinnern. Das Erdbeben und ein Flugzeugunfall in Japan belasteten den Versicherungssektor kaum. Auf der Gegenseite wurden Tech-Werte wie VAT (-7.7%) sowie aus den hinteren Reihen U-blox (-4.8%), Comet (-4.5%) und AMS Osram (-5.4%) im Zuge der Branchenschwäche verkauft.
GLOBAL | Wall Street schloss mit Verlusten
Erneut mit Abgaben hat sich die Wall Street am Mittwoch gezeigt. Anleger trennten sich wie am Vortag vor allem von den 2023 gut gelaufenen Chipaktien. Die Zinssenkungserwartungen schienen etwas zu weit gelaufen sein, hiess es. Dazu kamen jüngst schwache Konjunkturdaten aus China und eine weitere Eskalation des Nahostkrieges. Und nicht zuletzt gab die US-Notenbank im Protokoll ihrer jüngsten Sitzung keine Antwort auf die Frage, die viele Anleger umtreibt, nämlich wann sie denn damit beginnen werde, die Zinsen zu senken.
Quelle : AdvisorWorld.ch
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