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Ninety One : COP27: ‘Portfolio-Reinheit’

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Ninety One : COP27: ‘Portfolio-Reinheit’ entzieht Schwellenländern dringend benötigte Investitionsgelder. Die Welt braucht echte realwirtschaftliche Veränderungen.

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John Green, Chief Commercial Officer von Ninety One, plädiert für die Mobilisierung von Kapital zur Finanzierung des Netto- Null-Übergangs in den Schwellenmärkten.


Der weltweite Ausstoss an Treibhausgasen beläuft sich auf rund 50 Milliarden Tonnen pro Jahr1. Rund die Hälfte dieser Emissionen wird von Schwellenländern verursacht. In den nächsten 15 Jahren werden diese Länder voraussichtlich für 90-100% des weltweiten Anstiegs der Treibhausgasemissionen verantwortlich sein. Um diese Herausforderung effektiv anzugehen und echte realwirt- schaftliche Veränderungen herbeizuführen, müssen bedeutende Summen an Kapital aus dem privaten Sektor in Investitionen in den Schwellenländern fliessen. Ansonsten könnte das Netto- Null-Ziel in weite Ferne rücken.

Viele Asset Owner und Investmentmanager haben sich Ziele für die Dekarbonisierung ihrer Portfolios gesetzt. Eine mechanische Anwendung dieser Vorgaben hat häufig Desinvestitionen zur Folge, durch die Schwellenländern dringend benötigtes Investitionskapital entzogen wird. Dadurch verschlimmert sich das Problem der hohen Emissionen.

Investoren aus dem privaten Sektor können eine bedeutende Rolle im Dekarbonisierungsprozess der Schwellenländer spielen
und dabei von einem immer breiteren Spektrum an Anlagemöglichkeiten profitieren. Die Bereitstellung von Kapital für Unternehmen aus Schwellenländern, um diese bei der Umsetzung ihrer Übergangspläne zu unterstützen, ist ein Beispiel. Im Interesse der Kapitalgeber könnten derartige Finanzierungen an die Bedingung geknüpft werden, dass die Investitionsnehmer glaubwürdige

Für 60% der für unsere unabhängige Studie The rise of transition finance befragten Asset Owner ist die Bekämpfung des Klima- wandels ein strategisches Ziel – 51% gaben an, dass ihr Fonds Emissionsreduktionsziele hat, die auf eine realwirtschaftlicheWirkung abstellen. Nur 19% der Asset Owner investieren dagegen in Transitionsfinanzierung. Ein noch kleinerer Anteil (16%) gab an, dass ihr Fonds in Transitionsfinanzierung in Schwellenländern investiert. Bemerkenswert ist allerdings, dass 86% dieser Gruppe die Ausweitung der Transitionsfinanzierung in Schwellenländern als Priorität betrachten. Asset Owner und Investmentmanager, die emissionsintensive Unternehmen – vor allem aus Schwellenländern – aus ihren Portfolios ausschliessen, lassen wirkungsvolle Hebel im Kampf um die Erreichung der Netto-Null-Ziele ungenutzt.

Der Klimawandel ist eine Herausforderung für die gesamte Menschheit. Wir müssen diese Herausforderung gemeinsam an-gehen und Kapital so einsetzen, dass es zu einer erfolgreichen Net-Zero-Transition beiträgt. Ohne einen geordneten und koor-
dinierten Ansatz, der niemanden zurücklässt, werden wir dieses Problem nicht lösen.

1 Our World in Data, Our World in Data CO2 and Greenhouse Gas Emissions database https://our-worldindata.org/greenhouse-gas-emissions
2 Übergangspläne und regelmässige Fortschrittsberichte bereit- stellen.

Quelle: AdvisorWorld


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