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BlackRock : Vorsicht bei kurzfristigen Zinsen

Volatile Aktienmärkte: Die Turbulenzen der letzten Woche liessen die Volatilität an den Aktienmärkten auf ein Fünfjahreshoch steigen. Bis Ende der Woche haben sich die Märkte in China erholt und die Möglichkeit einer Einigung zwischen Griechenland und seinen Gläubigern scheint wieder zu bestehen……

von Russ Koesterich, BlackRock’s Global Chief Investment Strategist


Letzteres führte zu einer überraschend guten Woche für europäische Aktien, mit dem Bankensektor als grössten Gewinner. Im Gegensatz dazu verzeichneten Aktien in Asien eine besonders negative Woche mit fallenden Kursen in Japan, Hong Kong und Korea.

Die Aktienmärkte in den Vereinigten Staaten schlossen die von Volatilität geprägte Woche ohne grössere Veränderungen der wichtigsten Indizes. Zinssensitive Aktien von Versorgern stiegen stark an, befeuert durch die Suche der Investoren nach sicheren Häfen, während Aktien im Energiesektor unter dem sinkenden Ölpreis litten. Nächste Woche dürfte der Fokus auf den Gewinnzahlen von US-Unternehmen liegen. Ein starker US-Dollar und ein durchzogenes zweites Quartal haben dazu geführt, dass Analysten einen Rückgang der Gewinne um 4.5% erwarten.

Diese gedämpften Erwartungen sollten Unternehmen Raum lassen, für positive Überraschungen zu sorgen.

Gemischte Signale an Anleihenmärkten: Die Zinsen für US-Anleihen fielen vergangene Woche auf 2.19%. Der Rückgang hielt allerdings nicht an. Eine Verbesserung der Marktstimmung, gepaart mit einem grossen Angebot, drückte die Zinsen bis zum Ende der Woche wieder auf 2.40%. Nachdem die Zinsen für deutsche Staatsanleihen zu Beginn der Woche sanken, stiegen diese ironischerweise um ungefähr 10 Basispunkte, da die Überzeugung wuchs, dass eine Lösung mit Griechenland gefunden werden kann.

Diese wachsende Überzeugung führte zu fallenden Zinsen in europäischen Peripheriestaaten sowie zu einer Verengung der Risikoaufschläge für Unternehmensanleihen. Während die US-Notenbank Notiz von den Ereignissen in Europa und China nimmt, haben Kommentare von Janet Yellen bestätigt, dass die Neigung bestehen bleibt, die Zinsen noch in diesem Jahr zu erhöhen. Dies deckt sich mit unserer Sicht und bestätigt unsere Vorsicht bezüglich kurzfristiger Zinsen. Dieses Risiko wurde letzte Woche sichtbar, als die Zinsen für zweijährige Anleihen stark anstiegen und die Woche bei 0.65% schlossen.

Fortschritte in Griechenland: Nach dem Gewinn des nationalen Referendums hat der griechische Premierminister Alex Tsipras letzte Woche eine Kehrtwende vollzogen und angeboten, den meisten Forderungen der Gläubiger nachzukommen. Im Gegenzug für das benötigte dreijährige Sanierungsprogramm hat Griechenland eine umfangreiche Liste an Reformen angeboten, einschliesslich der Schlüsselpunkte bezüglich Mehrwertsteuer und Rentenreform. Die Regierungschefs der Eurozone haben nach ausgiebigen Diskussionen in Brüssel ihrerseits dem dritten Sanierungsprogramm zugestimmt. Trotz des vorherrschenden Optimismus bleiben praktische Hindernisse bestehen. So etwa der Widerstand von zahlreichen europäischen Ländern, welche das Sanierungsprogramm genehmigen müssen, oder die glaubwürdige Umsetzung durch die griechische Regierung.

„Die gedämpften Erwartungen bezüglich der Gewinnzahlen von US-Unternehmen lassen Raum für positive Überraschungen.“

Quelle: AdvisorWorld.ch


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