Federated Hermes : Emmanuel Macron gewinnt die Wahl in Frankreich, doch das makroökonomische Umfeld bleibt angespannt und die Aktienmärkte in Europa volatil.
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Geir Lode, Head of Global Equities bei Federated Hermes
Chi Chan, Portfolio Manager – European Equities at Federated Hermes Limited: „Die europäischen Aktienmärkte blieben diese Woche volatil. Der Wahlsieg Emmanuel Macrons in Frankreich führte nicht zu der von manchen erhofften Erholungsrallye. In immer mehr Fällen formulierten börsennotierte Unternehmen ihre Prognosen zurückhaltend oder revidierten sie sogar vollständig. Grund hierfür: die Unsicherheit der allgemeinen Nachfrage, die Beeinträchtigung durch die chinesische Nullzinspolitik und die auf die Gewinnspannen drückende Inflation der Produktionskosten. Wir präferieren weiterhin gut geführte, langfristig ausgerichtete Gewinner mit Preissetzungsmacht.“
Geir Lode, Head of Global Equities at Federated Hermes Limited: „Makroökonomische Sorgen bezüglich der Inflation und der Zinssätze beeinflussen weiterhin den Aktienmarkt. Die Gewinnsaison verlief bisher wie erwartet. Die durchschnittliche Gewinnsteigerung liegt jedoch unter der durchschnittlichen Umsatzsteigerung, was auf einen Margendruck durch höhere Material- und Arbeitskosten hindeutet.
Anhaltende Pandemieeffekte, wie die nach wie vor andauernden Lockdowns in China, verstärken weiterhin den Pessimismus der Anleger. Die Lieferkettenrückstände in China nehmen zu und beeinträchtigen Unternehmen weltweit. Die russischen Schlagzeilen im Zusammenhang mit der polnischen und bulgarischen Energieversorgung deuten auf eine Eskalation des Konflikts in der Ukraine hin – was zu einer weiteren Volatilität der Energiekosten und Sorgen über die Energieversorgung in Europa führt.
Der Markt geht bereits von einer hohen Rezessionswahrscheinlichkeit aus. Der Aktienindex S&P500 ist seit Jahresbeginn um mehr als zehn Prozent gefallen und die Renditen zehnjähriger US-Anleihen sind seit Jahresbeginn um mehr als ein Prozent gestiegen. Die Fed bereitet sich darauf vor, die Inflation zu bekämpfen, indem sie die Zinssätze schneller als erwartet anhebt, da die Inflation bei über acht Prozent liegt. In diesem Markt empfiehlt es sich für Anleger, den Fokus auf Aktien zu legen, die weniger von den Lohnkosten abhängig sind und eine bessere Kontrollmöglichkeit über Lieferketten aufweisen.“
Quelle : AdvisorWorld
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