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Bankenkrise: Ist Bitcoin nun das neue Schweizer Bankkonto?

Bitcoin: Die sich zuspitzende Bankenkrise hält die Welt auf Trab. In den USA sieht sich die US-Notenbank mit einem Dilemma konfrontiert: Um ihr Vertrauen nicht zu verspielen, muss sie die Inflation weiterhin bekämpfen.

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Pascal Hügli, Bitcoin-Experte und Dozent über Blockchain und Kryptoassets an der HWZ


Setzt die Zentralbank den Zinssatz diesen Mittwoch abermals hoch, droht sie die prekäre Situation der angeschlagenen Regionalbanken weiter zu verschlechtern.

In der Schweiz musste die Credit Suisse mit der UBS zwangsfusioniert werden – alles mit der tatkräftigen Unterstützung durch die Schweizer National Bank. Beiden Banken wird uneingeschränkter Zugang zu den Einrichtungen der Schweizer Nationalbank ermöglicht.

Für Pascal Hügli, Bitcoin-Experte und Dozent über Blockchain und Kryptoassets an der HWZ, ist klar: “Was uns die gegenwärtige Situation vor Augen führt: Immer mehr Menschen wird gerade bewusst, dass eine Bankeinlage ein ungesicherter Kredit ist, der an eine Gegenpartei gebunden ist. Vom einen auf den anderen Tag ist die Suche nach Alternativen einmal mehr losgetreten – wie schon zu Beginn der Finanzkrise von 2008.”

Wie Hügli aber anmerkt, gab es damals allerdings noch keinen Bitcoin. Dieser hat kein Gegenparteirisiko und kann eigenständig gehalten werden. Der digitale Kryptowert wurde aber erst im Zuge der letzten Finanzkrise als mögliche Antwort geschaffen. Wie die vergangenen Tage zeigen, scheint das Narrative von Bitcoin als Alternative denn auch zu verfangen, so der Bitcoin-Experte.

So ist das Kryptoasset seit den ersten Tumulten rund um die Silicon Valley Bank vor etwas mehr als einer Woche gegenüber dem US-Dollar um über 30% im Wert gestiegen. Gold hat über den ähnlichen Zeitrahmen eine Preissteigerung von ungefähr 6% hingelegt, während der Schweizer Franken im Vergleich zum US-Dollar nachgegeben hat. Bitcoin als Fluchtwährung also?

Für Hügli hat die Kursreaktion folgenden Grund: “Der starke Anstieg Bitcoins in dieser kurzen Frist dürfte vor allem darauf zurückzuführen sein, dass Bitcoin-Investoren aufgrund der Gegebenheiten das Ende des Zinsaufwärtszyklus antizipieren”. Er ist jedoch der Überzeugung, dass die aktuellen Ereignisse ein Bitcoin-Investment jedoch mittel- bis langfristig immer stärker legitimieren werden. Die Menschen werden Alternativen wollen und in einer digitalen Welt wird man nicht um Bitcoin herumkommen. Hügli spürt diesen Trend bereits in den ersten Anfragen von Family Offices und Vermögensverwaltern, die in diesen Tagen kontaktieren.

Quelle: AdvisorWorld


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