LGT Navigator : Nachdem Tech-Werte die Aktienmarktrally in den USA zu Jahresbeginn angetrieben haben, sind diese Woche alle Augen auf die Marktberichte der grossen Technologieunternehmen gerichtet.
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Das gestrige Plus von 12% der Tesla-Aktie trotz der Verfehlung des Quartalsumsatzes unterstrich die positive Marktstimmung, als Meta gestern nach Börsenschluss die Ergebnisse für das erste Quartal vorlegte. Die Meta-Aktie fällt jedoch im Nachhandel um bis zu 19% aufgrund schwacher Umsatzprognose und Ausgabenprognose Künstlicher Intelligenz (KI). Die Aktienindizes in den USA und Asien waren gestern und heute gemischt.
Der Social-Media-Konzern Meta übertraf die hohen Erwartungen mit einem Umsatzwachstum von 27% auf 36.5 Milliarden US-Dollar und einer Verdoppelung des Gewinns auf 12.4 Milliarden US-Dollar. Die Aktien des Unternehmens, die im bisherigen Jahresverlauf um mehr als 40% gestiegen sind, fielen jedoch im nachbörslichen Handel um bis zu 19% und vernichteten damit eine Marktkapitalisierung von mehr als USD 200 Milliarden. Die Anlegerinnen und Anleger waren über die hohen Investitionsausgaben für Künstliche Intelligenz und die schwächere Umsatzprognose nicht glücklich.
Alphabet, das heute zusammen mit Microsoft seine Ergebnisse veröffentlicht, gehörte mit einem Rückgang von 3.3% nach Meta zu den grössten Verlierern. Auch Microsoft, Amazon und andere Social-Media-Unternehmen rutschen nach dem Meta-Bericht ab.
Im New Yorker Handel sind die Gewinne im Vorfeld des Quartalsberichts von Meta etwas zurückgegangen. Der technologielastige Nasdaq 100 schloss 0.3% höher bei 17’526.80 Punkten. Der Dow Jones Industrial gab nach vier Gewinntagen in Folge um 0,1% auf 38’460.92 Punkte nach. Der marktbreite S&P500 bewegte sich mit einem kleinen Plus von 0.02% auf 5071.63 Punkte kaum.
Im asiatisch-pazifischen Raum waren die Aktienmärkte gemischt. Der südkoreanische Kospi gab um 1.5% nach. Der Hang Seng Index in Hongkong gewann 0.1%, während der Shanghai Composite leicht im Minus war mit -0.05%. In Tokio liegt der Nikkei 225 mit 0.05% leicht im grünen Bereich. Die Märkte in Australien und Neuseeland sind heute wegen eines Feiertags geschlossen.
In Europa hellen sich die Erwartungen auf: Die Stimmung von deutschen Unternehmen hat sich verbessert und der ifo-Geschäftsklimaindex ist im April auf 89.4 Punkte gestiegen, nach 87.9 Punkten im März. Damit ist der Index zum dritten Mal in Folge nach oben geklettert. Die Konjunktur stabilisiert sich – insbesondere durch den Dienstleistungssektor, der auch die wachsende Wirtschaftstätigkeit in der Eurozone antrieb. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) zeigte diesen Monat einen Wachstumswert von 51.4. Nachdem die grösste Volkswirtschaft Europas, Deutschland, im gesamten Jahr 2023 geschrumpft war und die Wirtschaft der Eurozone Ende 2023 nur knapp einer Rezession entwichen ist, sind das positive Signale.
Zudem hat Bundesbank-Präsident Joachim Nagel angekündigt, er sei für eine Zinssenkung im Juni, wenn die Daten – wie das Lohnwachstum im ersten Quartal – das Vertrauen in die Erreichung des 2%-Inflationsziels stärken. Er warnt jedoch davor, dass nicht unbedingt eine Serie von Zinssenkungen folgen würde. Er ist noch nicht vollständig überzeugt, dass die Inflation rechtzeitig und nachhaltig zum Zielwert zurückkehren wird. Die Kerninflation, insbesondere im Dienstleistungssektor, bleibt hoch. Der deutsche DAX legte am Mittwoch um 0.5% zu und der Euro Stoxx 50 ist um 0.4% gefallen.
Die ZEW-Konjunkturerwartungen für die Schweiz zeigen zum dritten Mal in Folge einen anhaltenden Aufwärtstrend mit einem Indexwert von 17.6 gegenüber dem vorherigen Wert von 11.5. Diese anhaltend positive Stimmung deutet auf ein wachsendes Vertrauen in die Schweizer Wirtschaft hin. Wobei der Schweizer Aktienmarkt am Mittwoch hauptsächlich aufgrund der schwergewichteten Roche (-3.3%), aber auch der UBS-Aktien (-2.9%) eingebüsst hat. Der Schweizer Leitindex SMI beendete den Handelstag bei 11’370.74 Punkten, verzeichnete einen Rückgang von 0.9 Prozent und erreichte damit das Tagestief.
Unternehmensnachrichten im Fokus: Quartalszahlen von Alphabet, BASF, BNP Paribas, Deutsche Bank, Holcim, Idorsia, Inficon, Merck Co., Microsoft, Nestle, Sanofi
Konjunkturdaten im Fokus: Deutschland GfK Konsumklima-Index, USA Bruttoinlandsprodukt, USA Erstanträge Arbeitslosenunterstützung
Quelle: InvestmentWorld.ch
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