LGT Navigator : Die Inflation in den USA kam im Monatsvergleich zum Stillstand und brachte die US-Notenbank (Fed) ihrem jährlichen Inflationsziel von 2% näher.
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Diese Nachricht reichte der Wall Street nicht aus, um ihre Gewinne im Freitagshandel zu halten. In Europa erzielte die einwanderungsfeindliche Partei Rassemblement National (RN) von Marine Le Pen in der ersten Runde der französischen Parlamentswahlen am Sonntag historische Gewinne. Der Euro erholte sich. In Asien war der Aktienhandel zu Beginn der neuen Woche uneinheitlich.
Die persönlichen Konsumausgaben (PCE) in den USA blieben im Mai unverändert, so dass sich das Wachstum im Jahresvergleich auf 2.6% verringerte. Der Kern-PCE, der die Energie- und Lebensmittelpreise ausschliesst, lag ebenfalls bei 2.6% im Vergleich zum Vorjahresmonat. Während die Kosten für Dienstleistungen in diesem Monat stiegen, sanken sie für Waren. Die Daten wurden dahingehend interpretiert, dass sie die Fed einen Schritt näher an eine Zinssenkung in diesem Jahr bringen. Der Verbraucherstimmungsindex der Universität Michigan trug am Freitag ebenfalls zur positiven Stimmung bei, nachdem er für Juni auf 68.2 nach oben korrigiert worden war. Dies liegt über dem vorläufigen Wert von 65.6, aber immer noch unter dem Wert von 69.1 im Mai. In New York begannen die Aktienmärkte am Freitag stark, verloren aber im weiteren Verlauf an Schwung und schlossen den Tag im Minus. Der Dow Jones Industrial verlor 0.1%, der S&P 500 fiel um 0.4% und der Nasdaq-100 gab 0.6% nach.
Eine Woche mit PMI, Zentralbankern, Inflationsdaten und Wahlen
Die Woche beginnt am Montag mit den Einkaufsmanagerindizes des verarbeitenden Gewerbes aus mehreren Ländern, darunter der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe der USA. Am Mittwoch folgen die PMI-Daten für den Dienstleistungssektor. Die Inflationsdaten aus Deutschland (Montag), dem Euroraum (Dienstag) und der Schweiz (Donnerstag) werden Aufschluss darüber geben, wie schnell sich der Preisanstieg den Zielen der Zentralbanken nähert. Auch eine Reihe von Reden und Podiumsdiskussionen der Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde (Montag, Dienstag und Mittwoch), sowie des Vorsitzenden der Federal Reserve, Jerome Powell (Dienstag), auf dem EZB-Zentralbankforum in Portugal könnten den Anlegerinnen und Anlegern einen Einblick in die Denkweise der obersten Geldpolitikerinnen und Geldpolitiker geben. Der US-Arbeitsmarktbericht schliesst die Woche am Freitag ab. Auf politischer Ebene finden im Vereinigten Königreich am Donnerstag Wahlen statt, und in Frankreich wird am Sonntag die zweite Runde der Wahlen abgehalten.
In Tokio wurde der Nikkei 225 fast unverändert gehandelt, nachdem Japan seinen BIP-Rückgang im ersten Quartal auf 2.9% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum korrigiert hatte. Zuvor war man von einer Schrumpfung um 1.8% ausgegangen. Positiv zu vermerken ist, dass die Tankan-Umfrage unter grossen japanischen Herstellern im zweiten Quartal auf +13 gestiegen ist, gegenüber +11 im ersten Quartal. In Südkorea legte der Kospi um 0.1% zu und der australische S&P/ASX 200 verlor 0.3%.
Deutsche Arbeitsmarktschwäche hält an
Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juni um 19’000 gestiegen, wie aus den am Freitag veröffentlichten Daten hervorgeht. Dies war höher als von Ökonomen erwartet. Die Arbeitslosenquote stieg auf 6%. Der deutsche Leitindex DAX schloss am Freitag 0.1% höher, während der Euro Stoxx 50 0.2% verlor.
Abschliessend zu den makroökonomischen Daten der letzten Woche stieg das KOF-Konjunkturbarometer der Schweiz im Juni leicht an und liegt weiterhin knapp über seinem langfristigen Durchschnitt. Der Index stieg im Juni um 0.5 Punkte auf 102.7 Punkte. Für den Anstieg waren vor allem die Geschäftsaussichten mit dem Ausland verantwortlich. Der Schweizer SMI verlor am Freitag 0.2%.
Unternehmens- und Wirtschaftskalender
Unternehmensnachrichten im Fokus: Es stehen heute keine wichtigen Unternehmensnachrichten an.
Konjunkturdaten im Fokus: Einkaufsmanagerindizes Industrie aus mehreren Ländern im Laufe des Tages, darunter Spanien, Italien, Frankreich, Deutschland, der Eurozone, Grossbritannien und den USA; Einzelhandelsumsätze Schweiz, Verbraucherpreisindex Deutschland, ISM-Einkaufsmanagerindex Industrie USA, EZB-Präsidentin Christine Lagarde spricht.
Quelle: InvestmentWorld.ch
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