LGT Navigator : Die Wirtschaftstätigkeit im US-Dienstleistungssektor ist im vergangenen Monat drastisch zurückgegangen und hat sich wieder in den Bereich der Kontraktion begeben.
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Die Daten aus dem Dienstleistungssektor und die ebenfalls am Mittwoch veröffentlichten schwachen Arbeitsmarktdaten hellten die Stimmung an den Märkten auf, da die Händlerinnen und Händler davon ausgingen, dass die Schwäche eine schnellere Zinssenkung durch die Federal Reserve (Fed) bedeutet. Die Renditen von US-Staatsanleihen fielen über die gesamte Kurve hinweg, Aktien zogen an und der Dollar schwächte sich ab. In der Politik gehen die britischen Wählerinnen und Wähler heute zu den Urnen.
Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor des Institute for Supply Management (PMI) lag bei 48.8 und damit unter dem Wert vom Mai (53.8). Der Index liegt nun zum zweiten Mal in den letzten drei Monaten unter der 50er-Marke, was eine Schrumpfung signalisiert. Der Juni-Wert war der niedrigste seit Sommer 2020 – dem Jahr des Corona-Ausbruchs – und lag auch weit unter den Markterwartungen.
Darüber hinaus zeigten die am Mittwoch veröffentlichten Beschäftigungsdaten eine deutliche Verschlechterung auf dem US-Arbeitsmarkt. Im vergangenen Monat stieg die Zahl der Beschäftigten in der Privatwirtschaft in den USA um 150’000, wie aus dem nationalen Beschäftigungsbericht von ADP hervorgeht. Ökonominnen und Ökonomen hatten eine höhere Zahl erwartet. Auch die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenunterstützung stiegen in der neunten Woche in Folge. Der für Freitag erwartete US-Arbeitsmarktbericht wird weitere Einzelheiten über die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt liefern.
Wirtschaftstätigkeit im Euroraum sinkt
Das Unternehmenswachstum im Euroraum hat sich im Juni deutlich verlangsamt: Der Composite Purchasing Managers’ Index (PMI) fiel auf 50.9 und lag damit leicht über der ersten Schätzung von 50.8, aber deutlich unter dem 12-Monats-Hoch vom Mai (52.2). Der PMI für den Dienstleistungssektor ging leicht von 53.2 auf 52.8 zurück, während im verarbeitenden Gewerbe ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen war, da die Nachfrage trotz gesunkener Fabrikpreise zurückging, was dazu führte, dass der zusammengesetzte Index für das Neugeschäft unter den Break-Even-Punkt fiel. In der grössten Volkswirtschaft des Euroraums, Deutschland, blieb der PMI für den Dienstleistungssektor über 50, was auf ein Wachstum hindeutet, aber die Expansionsrate sank mit einem Juni-Wert von 53.1 gegenüber 54.2 im Mai. Die Europäische Zentralbank hat zwar im vergangenen Monat die Zinssätze gesenkt, doch die Unsicherheit über den Zeitpunkt weiterer Zinssenkungen hat aufgrund der guten Arbeitsmarktdaten und des anhaltenden Preisdrucks zugenommen. Die europäischen Aktien erholten sich am Mittwoch: Der Euro Stoxx 50 stieg um 1.3%, und der deutsche DAX beendete die Sitzung mit einem Plus von 1.2%.
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Unternehmensnachrichten im Fokus: Es stehen heute keine wichtigen Unternehmensnachrichten an.
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Quelle: InvestmentWorld.ch
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