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LGT Navigator : Positive US-BIP-Revision hebt Marktstimmung vor US-Inflationsdaten

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LGT Navigator : Die US-Aktienmärkte schlossen am Donnerstag höher, nachdem die robusten Wachstumszahlen zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das zweite Quartal die Erwartungen übertrafen und das Vertrauen in die weltweit grösste Volkswirtschaft stärkten.

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Anlegerinnen und Anleger richten ihren Fokus nun auf die heutigen Zahlen zum US-Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE), das bevorzugte Inflationsmass der Federal Reserve, nachdem die Erwartungen einer Zinssenkung in dieser Woche zugenommen haben und Gold seine Gewinne ausgebaut hat. Technologiewerte führten die Wall Street nach oben – trotz eines Kursrückgangs bei Nvidia – während die asiatischen Börsen uneinheitlich tendierten: Chinesische Aktien entwickelten sich überdurchschnittlich, japanische Titel standen hingegen nach schwächeren Makrodaten unter Druck. Die europäischen Aktienmärkte beendeten die Handelssitzung am Donnerstag wenig verändert, da die Stimmung in der Region weiterhin verhalten blieb.
Das US-BIP stieg gemäss revidierter Daten des Bureau of Economic Analysis im zweiten Quartal um 3.3% und übertraf damit sowohl die erste Schätzung von 3% als auch die Markterwartungen. Diese starke Entwicklung folgt auf einen Rückgang von 0.5% im ersten Quartal und verkompliziert den Ausblick vor der geldpolitischen Sitzung der Federal Reserve im September. Die Fed wird dieses starke Wachstum zusammen mit den heutigen PCE-Daten berücksichtigen, die laut Marktprognosen stabil bleiben sollen. Am US-Arbeitsmarkt sanken die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung gemäss den am Donnerstag veröffentlichten Daten des Arbeitsministeriums in der Woche bis zum 23. August leicht um 5000 auf saisonbereinigte 229’000 und zeigen damit weiterhin eine geringe Anzahl an Entlassungen.

Nasdaq steigt trotz Nvidia-Schwäche

Technologiewerte führten die Gewinne an der New York Stock Exchange am Donnerstag an. Der Nasdaq 100 schloss 0.6% im Plus, obwohl die Nvidia-Aktie nach als zu verhalten wahrgenommenen Wachstumserwartungen um 0.8% nachgab. Im Fokus stand Nvidias Versuch, das Chinageschäft wiederzubeleben, doch Analystinnen und Analysten blieben optimistisch und erhöhten ihre Kursziele. Der S&P 500 legte um 0.3% zu, während der Dow Jones Industrial um 0.2% anstieg.

Gold steigt, Dollar unter Druck

Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung der US-Notenbank am 17. September ist laut CME FedWatch in dieser Woche auf fast 85% gestiegen – nach rund 78% in der Vorwoche, bevor Fed-Präsident Jerome Powell eine Zinssenkung als wahrscheinlicher bezeichnete. Der Goldpreis zog angesichts der erhöhten Wahrscheinlichkeit ebenfalls an und handelte spät in der Woche über USD 3400 je Unze. Der US-Dollar-Index notierte indes leicht schwächer, und die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe fiel auf 4.2%.

Tokio-Inflation verlangsamt sich, Arbeitslosenquote sinkt

In Tokio legte der Kern-Verbraucherpreisindex im August gegenüber dem Vorjahr um 2.5% zu, nach einem Plus von 2.9% im Juli und damit weiterhin über dem 2%-Ziel der Bank of Japan, wie am Freitag veröffentlichte Daten zeigen. Der Index, der frische Lebensmittel ausklammert, Energie aber einschliesst, entsprach damit den Markterwartungen. Die Arbeitslosenquote in Japan sank im Juli zudem auf 2.3% nach 2.5% im Juni. Diese Zahlen deuten auf anhaltenden Inflationsdruck in Tokio hin, während Verbesserungen am Arbeitsmarkt die Erwartungen einer schrittweisen geldpolitischen Anpassung durch die Zentralbank stärken. Der Nikkei 225 verlor am Freitag 0.3%.

China-Börsen setzen August-Rally fort

In der restlichen Asien-Pazifik-Region zeigten sich die Börsen am Freitag uneinheitlich: Die Aktienmärkte in China setzten ihre starke August-Rally fort und erreichten mehrjährige Höchststände. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg um 0.8%, der CSI 300 am chinesischen Festland legte um 0.5% zu. Der südkoreanische Kospi gab indes um 0.3% nach, Australiens S&P/ASX 200 verlor 0.1%.

EU-Konjunkturstimmung schwächer im August

Der Economic Sentiment Indicator für die EU sank im August um 0.3 Punkte auf 94.9 und notiert damit weiterhin unter seinem langfristigen Durchschnitt; im Euroraum wurde ein vergleichbarer Rückgang verzeichnet. Die Unsicherheit war im Monatsverlauf zwar rückläufig, insgesamt signalisieren jedoch die Konjunktur- und Arbeitsmarktindikatoren weiterhin unterdurchschnittlichen Aufschwung in der Region. Die europäischen Aktienmärkte blieben am Donnerstag insgesamt kaum verändert. Der Euro Stoxx 50 legte um 0.1% zu, der deutsche DAX schloss unverändert, und Frankreichs CAC 40 stieg um 0.2%. Der Swiss Market Index ging ebenfalls nahezu unverändert aus dem Handel.

Unternehmens- und Wirtschaftskalender

Unternehmensnachrichten im Fokus: Quartalszahlen von Alibaba Group Holding.

Konjunkturdaten im Fokus: Einzelhandelsumsätze Deutschland (08:00), KOF Konjunkturbarometer Schweiz (09:00), Arbeitslosenquote Deutschland (09:55), Geschäftsklimaindex Eurozone (11:00), Verbraucherpreisindex Deutschland (14:00), Bruttoinlandsprodukt Kanada (14:30), persönliche Konsumausgaben USA (14:30), Verbrauchervertrauen der University of Michigan (16:00).

Quelle: InvestmentWorld.ch


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