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LGT Navigator : Aktien legen zu, Anleiherenditen sinken

LGT Navigator : Die US-Börsen legten am Donnerstag zu, da rückläufige US-Staatsanleihenrenditen die Aktienindizes unterstützten.

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Anlegerinnen und Anleger gehen zunehmend von Zinssenkungen durch die US-Notenbank (Fed) aus, nachdem in dieser Woche in den USA eine Reihe schwächerer Arbeitsmarktdaten veröffentlicht wurden. Die Aktienmärkte in Europa notierten am Donnerstag überwiegend im Plus, während ein US-Japan-Handelsabkommen zum Wochenschluss für Optimismus in Asien sorgte. Der Markt erwartet, dass die heute Nachmittag anstehenden US-Arbeitsmarktdaten die Abschwächung am Arbeitsmarkt bestätigen und damit die Hoffnung auf eine Zinssenkung der Fed in diesem Monat untermauern.

Die US-Aktienmärkte legten am Donnerstag dank einem Rückgang der Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen zu. Der Dow Jones Industrial schloss 0.8% höher bei 45’621.29 Punkten. Der Nasdaq 100 stieg um 0.9%, und der S&P 500 legte 0.8% zu, da Anlegerinnen und Anleger nun angesichts der erwarteten schwachen Beschäftigungsdaten für August moderate Zinssenkungen der Fed erwarten. Die Renditen von US-Staatsanleihen gaben über die gesamte Kurve nach, wobei die zweijährige Anleihe bei 3.6% und die zehnjährige bei 4.2% notiert.

Einstellungen im US-Privatsektor verlangsamen sich deutlich

Makroökonomische Daten stützten die Erwartung einer Zinssenkung durch die Fed bei ihrer nächsten Sitzung am 17. September. Im August stieg die Beschäftigung im US-Privatsektor laut ADP-Daten vom Donnerstag um lediglich 54’000, deutlich unter den Markterwartungen und weniger als der revidierte Wert von 106’000 im Juli. Anhaltende Sorgen über die Verbraucherstimmung, Arbeitskräftemangel und durch Künstliche Intelligenz (KI) verursachte Störungen wurden als Gründe für das schwächere Wachstum genannt. Der Bericht folgt auf schwache Daten zu Anträgen auf Arbeitslosenunterstützung (+8000 auf 237’000 in der Woche zum 30. August) und ein historisch niedriger Wert offener Stellen. Gleichzeitig stieg das US-Aussenhandelsdefizit im Juli laut Daten vom Donnerstag deutlich auf USD 78.3 Mrd., nach USD 59.1 Mrd. im Juni, da die Importe um 5.9% zulegten, während die Exporte nur um 0.3% stiegen.

Aktien im Asien-Pazifik-Raum steigen dank Japan-Handelsabkommen

Die Aktienmärkte in der Region Asien-Pazifik notierten am Freitag fester, nachdem US-Präsident Donald Trump am Donnerstag ein Handelsabkommen mit Japan abgeschlossen hatte, das einen Basistarif von 15% auf nahezu alle japanischen Importe, darunter auch Autos, sowie sektorspezifische Abgaben vorsieht. Die Zollsenkungen gelten rückwirkend ab Anfang August, wobei die Entlastung für Automobile ab nächster Woche greift – mit Auswirkungen auf grosse japanische Automobilhersteller wie Toyota, die im vergangenen Monat aufgrund der Zölle einen deutlichen Gewinneinbruch prognostizierten. Das Abkommen sorgte für Erleichterung an den Börsen in der Region: der Nikkei 225 in Tokio stieg um 0.9%, der Kospi in Seoul lag 0.2% höher und der australische S&P/ASX 200 legte 0.5% zu. Der Hang Seng-Index in Hongkong kletterte um 0.7%, und der CSI 300 auf dem chinesischen Festland stieg um 1%.

Schweizer Inflation bleibt im August verhalten

Die Verbraucherpreise in der Schweiz sanken im August im Vergleich zum Vormonat um 0.1%, womit die jährliche Inflationsrate laut Daten des Bundesamts für Statistik vom Donnerstag bei 0.2% lag. Der leichte monatliche Rückgang wurde vor allem durch niedrigere Preise für internationale Pauschalreisen, Zusatzunterkünfte und Luftverkehr verursacht, teilweise ausgeglichen durch höhere Mieten sowie steigende Kosten für Kleidung und Schuhe. Die Kerninflation stieg gegenüber dem Vorjahr um 0.7%, während die Preise für Importprodukte um 1.3% zurückgingen. Der Swiss Market Index schnitt am Donnerstag besser ab als die europäischen Märkte und gewann 1.5%.

Einzelhandelsumsatz im Euroraum sinkt im Juli

Das Volumen des Einzelhandels im Euroraum sank im Juli laut am Donnerstag veröffentlichter Zahlen von Eurostat um 0.5% gegenüber Juni, nach einem Anstieg von 0.6% im Vormonat. Der Rückgang war vor allem auf niedrigere Umsätze bei Lebensmitteln, Getränken, Tabak und Treibstoffen zurückzuführen, die einen leichten Zuwachs bei Nichtlebensmittelprodukten überkompensierten. Auf Jahresbasis stieg der Einzelhandelsumsatz im Euroraum um 2.2% und profitierte von Zuwächsen in allen wichtigen Sektoren, wenn auch langsamer als im Juni. Der Euro Stoxx 50 legte am Donnerstag um 0.4% zu.

Deutsche Wirtschaft dürfte 2025 nur um 0.1% wachsen

Die deutsche Wirtschaft dürfte laut am Donnerstag veröffentlichten Prognosen des IfW Kiel im Jahr 2025 nach zwei Jahren der Schrumpfung nur um 0.1% wachsen. Während sich die Geschäftsstimmung aufgrund erwarteter staatlicher Mehrausgaben verbessert hat, bleibt die Unsicherheit über die US-Handelspolitik belastend. Das Institut erwartet, dass das Wachstum 2026 auf 1.3% anzieht, wobei staatliche Investitionen eine wichtige Rolle beim Aufschwung spielen. Mit zunehmender wirtschaftlicher Aktivität soll die Arbeitslosenquote von 6.3% in diesem Jahr bis 2027 auf 5.8% sinken, während das Haushaltsdefizit im selben Zeitraum auf 3.5% des Bruttoinlandsprodukts steigen dürfte. Der DAX handelte am Donnerstag 0.7% höher.

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Quelle: InvestmentWorld.ch


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