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LGT Navigator : Deflation in China belastet, aber asiatische Aktien steigen

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LGT Navigator : Die Verbraucherpreise in China sind im August weiter gesunken, was den anhaltenden deflationären Druck unterstreicht und die Erwartungen hinsichtlich neuer fiskalpolitischer Unterstützung zur Belebung der gedämpften Nachfrage neu entfacht hat.

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Trotz anhaltender Sorgen um die Konjunkturaussichten Chinas legten die Aktienmärkte im Asien-Pazifik-Raum am Mittwoch zu, gestützt durch Optimismus im Hinblick auf Zinssenkungen der US-Notenbank (Fed) sowie starke Kursgewinne bei Technologiewerten. Die US-Börsen setzten ihre Gewinne über Nacht fort, wobei der Nasdaq ein neues Rekordhoch erreichte. Gleichzeitig stieg der Ölpreis angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen im Nahen Osten an. Die europäischen Börsen zeigten sich stabil und ignorierten weitgehend die politischen Entwicklungen in Frankreich.

Der Verbraucherpreisindex (VPI) in China ging im August im Jahresvergleich um 0.4% zurück – ein stärkerer Rückgang als vom Markt erwartet und ein Beleg für das anhaltende deflationäre Umfeld in der weltweit zweitgrössten Volkswirtschaft, wie die am Mittwoch veröffentlichten Daten zeigten. Während die Kerninflation mit 0.9% das schnellste Tempo seit Februar 2024 verzeichnete, sorgten deutliche Rückgänge bei Nahrungsmittelpreisen und Gebrauchsgütern für die negative Gesamtzahl. Der Erzeugerpreisindex fiel im Vergleich zum Vorjahr um 2.9% und entsprach damit dem Konsens, zeigte jedoch eine schwache Industrienachfrage und Pekings fortgesetzte Bemühungen zur Preisstabilisierung. Da das Exportwachstum nachlässt und die Stimulierungskampagnen für die Verbraucherinnen und Verbraucher allmählich an Wirkung verlieren, fordern einige Marktteilnehmerinnen und Marktteilnehmer verstärkte fiskalische Unterstützung, um die schwache Binnenkonjunktur und die anhaltenden Deflationsrisiken auszugleichen. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg um 1.2% auf den höchsten Stand seit Ende 2021, und der CSI 300 in Festlandchina notierte 0.3% im Plus.

Aktien in Asien-Pazifik-Region steigen dank Fed-Optimismus

Im übrigen Asien-Pazifik-Raum zogen die Aktienmärkte am Mittwoch auf breiter Front an. Besonders Hongkong und Japan verzeichneten kräftige Zugewinne, gestützt durch Rekordstände an der Wall Street und Erwartungen einer US-Zinssenkung, die das Vertrauen der Anlegerinnen und Anleger stärkten. Japans Nikkei 225 legte um 0.7% auf 43’799.14 Punkte zu und nähert sich damit historischen Höchstständen, nachdem Premierminister Shigeru Ishiba am Sonntag seinen Rücktritt erklärte; dies befeuert Spekulationen auf eine wirtschaftsfreundlichere Politik. Der Kospi in Korea kletterte um 1.7%, und der australische S&P/ASX 200 gewann 0.3%. Grosse asiatische Technologielieferanten von Apple wie Foxconn und Samsung Electronics verzeichneten ebenfalls Kursgewinne – trotz verhaltener Marktreaktion nach den jüngsten Produktvorstellungen von Apple.

US-Indizes setzen Gewinne fort – Hoffnung auf Fed-Zinssenkung wächst

Die US-Aktienmärkte schlossen am Dienstag erneut höher: Der Dow Jones Industrial Average stieg um 0.4% auf 45’711.34 Punkte, der S&P 500 legte um 0.3% auf 6512.61 Punkte zu. Anlegerinnen und Anleger setzen angesichts zuletzt schwacher US-Arbeitsmarktdaten verstärkt darauf, dass die Fed am 17. September die Zinsen senken wird. Der Nasdaq Composite erreichte ein weiteres Rekordhoch, gestützt durch Optimismus hinsichtlich Technologieunternehmen, während auch der Goldpreis neue Höchststände erzielte – vor dem Hintergrund zunehmender geopolitischer Spannungen nach einem mutmasslichen israelischen Angriff auf Hamas-Führerinnen und Führer in Doha. Apple gab um 1.5% nach, da das neue iPhone Anlegerinnen und Anleger nicht überzeugte.

US-Jobwachstum deutlich nach unten revidiert

Die Zahlen zu den US-Nonfarm-Payrolls wurden laut vorläufigen Angaben des Bureau of Labor Statistics am Dienstag für den Zeitraum bis März um 911’000 Stellen nach unten korrigiert. Die Korrektur – die grösste ihrer Art seit 2002 – zeigt, dass sich die US-Konjunktur in grossen Teilen von 2024 und Anfang 2025 schwächer entwickelte als bisher angenommen, insbesondere in den Bereichen Freizeit, Gastgewerbe und Unternehmensdienstleistungen. In den letzten Monaten verlangsamte sich das durchschnittliche monatliche Beschäftigungswachstum auf lediglich 29’000 Stellen, was Sorgen um das Einkommenswachstum und einen schwächelnden Arbeitsmarkt verstärkt. Die deutliche Korrektur hat die Forderungen nach erneuten Zinssenkungen durch die Fed verstärkt und die Datenqualität in den Fokus der US-Entscheidungsträgerinnen und -Entscheidungsträger gerückt.

Europäische Aktien nach französischem Regierungssturz stabil

Die europäischen Aktienmärkte reagierten am Dienstag kaum auf den bereits erwarteten Sturz der französischen Mitte-rechts-Regierung unter François Bayrou; der EuroStoxx 50 stieg leicht um 0.1%. Die Anlegerinnen und Anleger zeigten sich zurückhaltend, da Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nach Bayrous Rücktritt aufgrund gescheiterter Haushaltsverhandlungen nun einen neuen Premierminister ernennen muss. Der CAC 40 in Paris gewann 0.2%, der DAX in Deutschland verlor 0.4% und der SMI in der Schweiz gab um 0.26% nach.

Ölpreise steigen nach israelischem Angriff in Katar

Die Ölpreise sprangen am Dienstag nach einem israelischen Angriff auf die Hamas-Führung in Katar deutlich nach oben, da sich die Sorge um Angebotsunterbrechungen beim wichtigen Energieexporteur verstärkte. Die Sorte Brent kletterte auf über USD 67 je Barrel, während der US-Ölpreis (West Texas Intermediate) über USD 63 je Barrel notierte – gestützt durch einen geringer als erwarteten Produktionsanstieg der OPEC+ und fortgesetzte Lageraufstockungen in China. Zusätzlichen Aufwärtsdruck brachten Erwartungen weiterer US-Sanktionen gegen Russland nach verschärften militärischen Auseinandersetzungen in der Ukraine sowie die wachsende Marktüberzeugung, dass die Fed bei ihrer Sitzung nächste Woche die Zinsen senken wird.

Unternehmens- und Wirtschaftskalender

Unternehmensnachrichten im Fokus: Quartalszahlen von Baloise. Hauptversammlung von Richemont.

Konjunkturdaten im Fokus: Erzeugerpreisindex USA (14:30).

Quelle: InvestmentWorld.ch


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