Raiffeisen Börse täglich : Nachdem der SMI gestern Morgen klar im Minus notierte, gaben gute Studiendaten beim Index-Schwergewicht Roche GS (+2.1%) dem Leitindex am Nachmittag einen Schub.
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DER TAG | Fed-Ergebnisse werden verarbeitet
Die Börse in der Schweiz wird voraussichtlich etwas verhalten in den Handel starten, da die Anleger die Ankündigung der US-Notenbank verarbeiten werden. Auf die Stimmung an den globalen Aktienmärkten drückt heute Oracle. Der Tech-Konzern erlitt an der Wall Street im nachbörslichen Handel einen Kurseinbruch von rund 12%. Am Vormittag steht die Schweizer Notenbank mit ihrem Zinsentscheid im Blickpunkt.
SCHWEIZ | Cicor sind eingebrochen
Nachdem der SMI gestern Morgen klar im Minus notierte, gaben gute Studiendaten beim Index-Schwergewicht Roche GS (+2.1%) dem Leitindex am Nachmittag einen Schub. Händler sprachen insgesamt aber von einer eher lethargischen Sitzung vor dem nach Börsenschluss erwarteten Zinsentscheid der US-Notenbank. Im Gegenzug verloren die Papiere des Konkurrenten Novartis (-1.3%) relativ deutlich. Hier war am Markt von Umschichtungen in Roche die Rede. Das dritte Schwergewicht Nestlé (-0.2%) büsste zum Schluss leicht Terrain ein. Viel Bewegung gab es zum Teil in der zweiten Reihe. Allen voran brachen Cicor (-28%) nach einer Gewinnwarnung massiv ein. Dass dies kurz nach einem Investorentag geschehen sei, habe wohl zu starker Verunsicherung im Markt geführt, hiess es im Handel. Zudem haben viele Anleger Gewinne mitgenommen, gehören die Titel doch mit einer Verdreifachung im Jahresverlauf zu den besten Schweizer Aktien.
GLOBAL | US-Notenbank senkt Leitzins
Die US-Notenbank senkt zum dritten Mal in diesem Jahr den Leitzins. Der Zentralbankrat setzte das Zinsniveau um 0.25 Punkte auf eine Spanne von 3.5% bis 3.75% herab. Der Grund sind nach Aussage der Fed Bedenken bezüglich eines schwachen Arbeitsmarkts, während die hartnäckige Inflation auf hohem Niveau als vorübergehend betrachtet wird. Die Risiken für die Beschäftigung hätten in den vergangenen Monaten zugenommen, hiess es von der Fed. Die Zinssenkung solle helfen, den Arbeitsmarkt zu stabilisieren, sagte Fed-Chef Jerome Powell. Eine Mehrheit von Volkswirten hatte eine Zinssenkung erwartet. Unklar ist, wie es 2026 weitergeht. Schliesslich steht im Mai ein Wechsel an der Spitze der Notenbank an. Unterdessen rechnet die Fed nun im kommenden Jahr mit mehr Wachstum als bislang. Für 2026 geht die Zentralbank im Median mittlerweile von einem Plus von 2.3% aus – noch im September hatten die Experten 1.8% für das neue Jahr vorhergesagt. Die Konjunkturerwartungen für das ablaufende Jahr stiegen leicht auf 1.7% (zuvor 1.6%). Die Inflation dürfte 2026 unterdessen nachlassen.
Quelle : InvestmentWorld.ch
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