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LGT Navigator: Konjunktur- und Energiesorgen verstärken Unsicherheiten

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LGT Navigator: Konjunkturängste und Sorgen um die Energieversorgung sorgen an den Kapitalmärkten für Unsicherheit.

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Nachdem zu Wochenbeginn neuste Wirtschaftsdaten aus China enttäuschend ausgefallen waren, deuteten auch neue Zahlen zur Industrieproduktion in den USA auf eine Abkühlung hin. Gleichzeitig wächst die Sorge um die Energiestabilität in Europa vor dem Hintergrund politischer Machtspiele zwischen der EU und Russland um die Gasversorgung. Andererseits könnte eine stärker als erwartete Abschwächung der Weltwirtschaft die grossen Zentralbanken veranlassen, ihren expansiven Kurs doch noch zu verlängern, was die Börsen und insbesondere die Technologiewerte stützt.

Angesichts eines trüberen Konjunkturausblicks kam der Dow Jones Industrial gestern nicht vom Fleck und schloss -0.1% tiefer bei 35’258.61 Punkten. Besser lief es beim breiten S&P 500, der um +0.34% auf 4’486.46 Zähler zulegen konnte. Gefragt waren zu Wochenbeginn aber vor allem Technologiewerte. In der Folge verzeichneten die Indizes an der Nasdaq Gewinne von rund einem Prozent. In der laufenden Berichtssaison haben bisher 41 Konzerne, die im S&P 500 enthalten sind, ihre Quartalsergebnisse vorgelegt. Davon haben dem Datendienstleister FactSet zufolge 80% die Erwartungen für den Gewinn pro Aktie übertroffen.

In Asien tendierten die Aktienindizes heute mehrheitlich mit leichten Aufschlägen, getrieben durch eine Erholung an den chinesischen Aktienmärkten und positiven Vorgaben der Tech-Werte in den USA. Der breiteste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ausserhalb Japans legte um knapp ein Prozent zu und hat damit seit dem 12-Monatstief vom 5. Oktober um etwa 5% gutgemacht. In Tokio notiert der 225 Aktien umfassende Nikkei-Index rund ein halbes Prozent höher.

Russland weitet Gas-Angebot nicht aus

Die Gaspreise in Europa und Grossbritannien sind erneut kräftig gestiegen. Bei einer Auktion am Montag hatten Händler darauf gehofft, dass Gazprom die Pipelinekapazität ausweitet, nachdem die russische Regierung entsprechende Signale gegeben hatte. Diese Hoffnungen zerschlugen sich jedoch und der Gaspreis für Kontinentaleuropa verteuerte sich um +17.7% auf EUR 104.00 pro Megawattstunde (Referenzkontrakt für Lieferung im November). Der Preis für den entsprechenden britischen Referenzkontrakt kletterte mehr als +15% auf GBP 2.71 pro Therm. Kontinentaleuropa bezieht über einen Drittel des Gasbedarfs von Gazprom. Nach dem langen Winter im vergangenen Jahr sind die Lager in Russland und in der EU allerdings geschrumpft. Zudem steht der Vorwurf im Raum, Russland würde Europas Abhängigkeit politisch ausnutzen, um die Inbetriebnahme der neuen Pipeline «Nord Stream 2» zu erzwingen.

US-Produktion schrumpft

Amerikanische Industrieunternehmen haben die Produktion im September überraschend gedrosselt. Verglichen zum Vormonat hat das verarbeitende Gewerbe -1.3% weniger Produkte hergestellt, wie die US-Notenbank Fed am Montag in Washington mitteilte. Analysten hatten mit einem Zuwachs um +0.1% gerechnet. Für den Rückgang sind einmal mehr Lieferengpässe verantwortlich, die etwa beispielsweise die Produktion von Fahrzeugmotoren beeinträchtigt haben.

EZB beschwichtigt Inflationsängste

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am Montag erneut bekräftigt, dass sie den starken Anstieg der Inflation für vorübergehend hält. Zwar gebe es «sicherlich Preisdruck», erklärte das italienische Ratsmitglied Ignazio Visco gegenüber Bloomberg TV. Allerdings seien derzeit keine relevanten Zweitrundeneffekte zu beobachten, wie etwa ein Übergreifen von höheren Löhnen auf die Preisentwicklung. Visco plädierte dafür, dass die Notenbank bei ihrer Geldpolitik weiterhin flexibel agieren sollte. In der vergangenen Woche hatte sich bereits das französische Ratsmitglied Francois Villeroy de Galhau dafür ausgesprochen, Teile des Pandemie-Notkaufprogramms PEPP auch in Zukunft beizubehalten. Die Aussagen der europäischen Währungshüter deuten darauf hin, dass kein schnelles Ende der ultraexpansiven Geldpolitik zu erwarten ist. Dagegen haben die amerikanische sowie die britische Notenbank signalisiert, noch 2021 einen geldpolitischen Kurswechsel einzuläuten.

Wirtschaftskalender 19. Oktober

MEZLandIndikatorLetzte Periode
14:30USABaugenehmigungen (September, M/M)+5.6%
14:30USABaustarts (September, M/M)+3.9%

Unternehmenskalender 19. Oktober

LandUnternehmenPeriode
DEDeutsche BörseQ3
FRKeringQ3 Umsatz
FRDanoneQ3 Umsatz
FRVinciQ3 Umsatz
AUTTelekom AustriaQ3
SWEEricssonQ3
USAJohnson & JohnsonQ3
USANetflixQ3
USAProcter & GambleQ3
USATravelersQ3
USAPhilip MorrisQ3

Quelle: BondWorld.ch


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