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LGT Navigator: COP26 wohl nicht der erhoffte «Game-Changer»

LGT Navigator: An der UN-Klimakonferenz in Glasgow werden die 200 teilnehmenden Länder zwar aufgefordert die Ziele bis zum Ende des nächsten Jahres zu verschärfen, anstatt wie bisher alle fünf Jahre.

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Es musste aber auch eingeräumt werden, dass die bisher eingegangenen Verpflichtungen zur Verringerung der Emissionen von Treibhausgasen bei weitem nicht ausreichen, um zu verhindern, dass die Erwärmung der Erde 1.5 Grad über den vorindustriellen Temperaturen liegt. Die hochgesteckten Erwartungen wurden nur teilweise erfüllt und der Gipfel wird wohl nicht der erhoffte «Game-Changer» im Kampf gegen den Klimawandel sein.

Die Weltklimakonferenz in Glasgow konnte sich zwar auf eine Abschlusserklärung einigen, jedoch wurde in letzter Minute auf Bestreben von Indien und China noch ein klares Bekenntnis zum Ausstieg aus der Kohle und dem Ende fossiler Subventionen abgeschwächt. Es wird zumindest festgehalten, dass die von den Ländern bisher eingegangenen Verpflichtungen zur Verringerung der Emissionen von Treibhausgasen bei weitem nicht ausreichen, um zu verhindern, dass die Erwärmung der Erde 1.5 Grad über den vorindustriellen Temperaturen liegt. Die Regierungen werden deshalb aufgefordert, diese Ziele bis zum Ende des nächsten Jahres zu verschärfen, anstatt wie bisher alle fünf Jahre. Alok Sharma, der Präsident des COP26-Gipfels meinte: «Wir können heute glaubwürdig sagen, dass wir 1.5 Grad Celsius in Reichweite gehalten haben. Aber der Puls ist schwach, und wir werden nur überleben, wenn wir unsere Versprechen einhalten». Obwohl der Gipfel einige Fortschritte erzielen konnte, bleiben die Verpflichtungen schlussendlich mehr oder weniger Versprechungen und es muss sich zeigen, ob diese schlussendlich auch umgesetzt werden.

Erneuter Wirtschaftseinbruch in Japan noch stärker als erwartet

Unterdessen wurde aus Japan gemeldet, dass die weltweit drittgrösste Wirtschaft im dritten Quartal erstmals seit zwei Quartalen wieder geschrumpft ist. Dabei schwächte sich das BIP erstmals seit zwei Quartalen ab und dies noch deutlicher als erwartet mit einer annualisierten Rate von -3% gegenüber dem Vorquartal. Hintergrund sind vor allem die weltweiten Lieferunterbrechungen, welche die Exporte und die Investitionen der Unternehmen beeinträchtigten.

Der Wochenauftakt an Asiens Aktienmärkten verlief trotzdem mehrheitlich positiv, gestützt durch gute Wirtschaftsdaten aus China und die positiven Vorgaben von der Wall Street am Freitag. So zeigten sich die Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion im Oktober, trotz neuer Beschränkungen zur Bekämpfung von Covid-19-Ausbrüchen und Lieferengpässen, stärker als erwartet.

US-Konsumentenstimmung trübt sich wieder ein

Die Stimmung der amerikanischen Verbraucher hat sich im November abgekühlt. Das Konsumentenvertrauensbarometer der Universität Michigan fiel dabei deutlich entgegen den Erwartungen von 71.7 Zählern im Vormonat auf 66.8 Punkte zurück. Im Konsens hatten Analysten mit einer Verbesserung auf 72.5 gerechnet. Zugleich erhöhten sich auch die Inflationserwartungen der Konsumenten auf Sicht von zwölf Monaten.

Bank of England laut Umfrage vor erstem Zinsschritt

Einer aktuellen Umfrage von Reuters zufolge wird die Bank of England als erste der «grossen» Zentralbanken den Leitzins innerhalb der nächsten zwei Monate anheben. In der vom 8. bis 12. November durchgeführten Umfrage prognostiziert eine knappe Mehrheit der 47 befragten Volkswirten eine erste Zinsstraffung am nächsten geldpolitischen Richtungsentscheid am 16. Dezember. Es wäre die erste Zinserhöhung im Dezember seit 1994. Sollte die Bank of England aufgrund der verschiedenen Risiken, wie Pandemie, Lieferketten oder spezifische Folgen des Brexits, entscheiden nochmals zuzuwarten, rechnen fast 100% der befragten Ökonomen fest mit einer Zinsstraffung um 15 Basispunkte im ersten Quartal 2022 und einer weiteren Erhöhung im zweiten Quartal um 25 Basispunkte. Notenbankchef Andrew Bailey meinte letzte Woche – als der bereits antizipierte erste Zinsschritt nochmals aufgeschoben wurde – dass die Bank of England handeln werde, wenn die Erwartungen einer höheren Inflation die Löhne in die Höhe treiben.

Grosshandelspreise in Deutschland mit stärkstem Anstieg seit 1974

Der Inflationsdruck in Deutschland nimmt weiter zu. So stiegen die Grosshandelspreise im Oktober gegenüber der Vorjahresperiode um +15.2% – der stärkste Anstieg seit 47 Jahren! Hintergrund sind die starken Preissteigerungen bei vielen Rohstoffen und Vorprodukten. So seien beispielsweise die Preise für Erze und Metalle um rund +61% gestiegen und Holz ist 48% teurer als ein Jahr zuvor. Die Preisentwicklung im Grosshandel wirkt sich zeitverzögert auch auf die Konsumentenpreise aus. Diese sind zuletzt auf Jahressicht um +4.5% so stark gestiegen wie seit 1993 nicht mehr.

Inflation in Spanien zieht deutlich an

In Spanien sind die Verbraucherpreise im Oktober auf Jahressicht um +5.4% gestiegen, womit der kräftigste Teuerungsschub seit 29 Jahren beobachtet wurde. Dem Statistikamt INE zufolge erstrecke sich der Preisanstieg über fast alle Produktkategorien.

Wirtschaftskalender 15. November

MEZLandIndikatorLetzte Periode
11:00EZHandelsbilanz (Oktober)EUR +4.8 Mrd.
14:30USANY Fed Empire State Industrieindikator (November)+19.8

Unternehmenskalender 15. November

LandUnternehmenPeriode
NLAhold DelhaizeInvestorentag
USAWarner Music GroupQ4

Quelle: BondWorld.ch


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