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LGT Navigator: US-Notenbank dürfte am geldpolitischen Kurs festhalten

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LGT Navigator : An der Wall Street fanden am Donnerstag Investoren attraktive Einstiegsniveaus und sorgten für eine erneute Erholung der Aktienindizes.

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In den USA hat sich die Lage am Jobmarkt im November erneut verbessert, allerdings sind die hohen Erwartungen verfehlt worden. Im europäischen und im amerikanischen Servicesektor hat sich die Stimmung jüngst aufgehellt, nun schürt die Virusvariante Omikron jedoch erneut Unsicherheit. Die asiatischen Börsen starten uneinheitlich in die neue Handelswoche.

Die neusten Arbeitsmarktdaten aus den USA fielen zwar nicht so stark aus wie erwartet, jedoch dürfte dies die amerikanische Notenbank nicht von ihrem bereits eingeschlagenen Pfad der Drosselung der Anleihenkäufe («Tapering») abbringen. Die geldpolitische Wende sowie die Frage, wie nachhaltig der Inflationsanstieg sein wird und wie sich die Virusvariante Omikron auf den Pandemieverlauf auswirken wird, dürften die bestimmenden Faktoren an den Kapitalmärkten zum Jahresende sein.

An der Wall Street drehten die Aktienindizes am Freitag nach einem freundlichen Auftakt nach Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten in die Verlustzone und der Dow Jones Industrial schloss mit einem leichten Tagesverlust von -0.17% bei 34’580.08 Punkten. Auf Wochensicht verlor der Dow knapp -1% und notiert damit nun mehr als -5% unter den im November erreichten Rekordwerten. Der S&P 500 ging -0.84% tiefer bei 4’538.43 Zählern ins Wochenende. Wesentlich stärker war der Verkaufsdruck an der Technologiebörse Nasdaq, wo die Indizes um rund -1.7% nachgaben und über die Woche gesehen knapp -2% verloren.

In Asien starten die Börsen uneinheitlich in die neue Woche. In Tokio verliert der Nikkei -0.3% und in Hongkong büsst der Hang Seng -1.3% ein, wobei insbesondere Technologieaktien unter Druck stehen. Der Shanghai Composite gewinnt +0.1%.

Erholung am US-Arbeitsmarkt setzt sich fort, wenn auch langsamer als erhofft

In den USA sind im November 210’000 neue Jobs entstanden, womit die hochgesteckten Erwartungen der Analysten (Konsens +550’000) deutlich verfehlt wurden. Dagegen sank die Arbeitslosenrate überraschend kräftig von 4.6% auf 4.2% und näherte sich damit dem Vorkrisenniveau von 3.5% im Februar 2020. Das Fed dürfte sich durch die Arbeitsmarktdaten kaum irritieren lassen, aber auch nicht gezwungen sein, den Exit aus der ultra-expansiven Geldpolitik zu forcieren.

US-Dienstleister in bester Stimmung

Nach der von der Delta-Variante verursachten Wachstumsverlangsamung im dritten Quartal hat sich der Dienstleistungssektor in den USA wieder deutlich erholt und präsentierte sich im November in bester Stimmung. Der für den Sektor publizierte Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management (ISM) erreichte mit 69.1 Punkten sogar ein Rekordhoch, respektive den höchsten Stand seit Beginn der Umfrage im Jahr 1997.

Auch das Londoner Marktforschungsinstitut IHS Markit zeigte sich überzeugt, dass sich die Dynamik der US-Wirtschaft im vierten Quartal bisher beschleunigt habe. Das Wachstum werde angeführt von den Dienstleistern, während der verarbeitende Sektor unter Lieferengpässen und in einigen Fällen auch unter Arbeitskräftemangel leide, kommentierte IHS-Markit-Chefökonom Chris Williamson.

Der entsprechende Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft im Euroraum (PMI Composite) verbesserte sich im November erstmals seit Juli wieder und stieg um 1.2 auf 55.4 Punkte. Hintergrund ist eine bessere Stimmung im Dienstleistungssektor. IHS-Markit-Chefökonom Chris Williamson gab jedoch zu bedenken, dass die Umfrage noch vor Bekanntwerden der neuen Coronavirus-Variante Omikron durchgeführt wurde. Die aktuellen Entwicklungen könnten aber gerade im Dienstleistungsbereich wieder für eine grössere Skepsis sorgen.

Inflation in der Türkei steigt über 20%

In der Türkei sind die Konsumentenpreise im November auf Jahressicht um 21.3% gestiegen. Das letzte Mal notierte die Teuerungsrate Anfang 2019 auf über 20%. Getrieben wird die Inflation vor allem durch die Lebensmittelpreise, die sich im Vergleich zum Vorjahr um +27% verteuert haben. Trotz der rasant steigenden Teuerung hat die türkische Zentralbank den Leitzinsen auf politischen Druck auf 15% gesenkt, was den Kursverfall der türkischen Lira verstärkt und die Importe verteuert hat.

Wirtschaftskalender 6. Dezember

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00DEAuftragseingang Industrie (Oktober, M/M)+1.3%
10:00ITEinzelhandelsumsätze (Oktober, M/M)+0.8%
10:30EZSentix-Konjunkturindex (Dezember)+18.3

Unternehmenskalender 7. Dezember

LandUnternehmenPeriode
CHABBKapitalmarkttag

Quelle: BondWorld.ch


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