LGT Navigator : Die von der Fed und auch anderen Zentralbanken eingeleitete Reduktion des geldpolitischen Stimulus bremst die Aktienbörsen weiterhin aus.
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Mit Spannung werden nun die Mitte Woche anstehenden Inflationsdaten aus den USA erwartet, die einen Einfluss auf die Ausrichtung der US-Notenbank haben werden. Angesichts des potenziell nachhaltigeren Inflationsdrucks gehen in der Zwischenzeit viele Marktteilnehmer bereits von vier Zinserhöhungen durch das Fed im laufenden Jahr aus. Die Börsen dürften in nächster Zeit im Bann der laufenden Adjustierung der Zinserwartungen bleiben.
An der Wall Street dominierte zu Wochenbeginn die Zurückhaltung der Investoren und die Aktienindizes mussten zu Handelsbeginn kräftige Verluste einstecken. Bis zum Handelsschluss konnten die Indizes aber wieder aufholen und der Dow Jones Industrial schloss knapp ein halbes Prozent tiefer. Der marktbreite S&P 500 ging mit einem nur moderaten Tagesverlust von -0.14% aus dem Rennen. An der Technologiebörse Nasdaq griffen Anleger nach den heftigen Verlusten in der ersten Handelswoche des Jahres wieder zu und hielten die Tech-Indizes am Montag knapp über Wasser. Zum Handelsauftakt hatten die Nasdaq-Indizes noch rund zwei Prozent verloren und fielen auf den tiefsten Stand seit Mitte Oktober 2021. Gleichzeitig kletterte die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf bis zu 1.8%.
Sentix-Konjunkturbarometer deutet auf Stabilisierung des deutschen Wirtschaftstrends
Der Konjunkturindex des deutschen Finanzmarktanalyseunternehmens Sentix ist zu Jahresbeginn erstmals seit Juli 2021 wieder gestiegen und deutet damit auf eine Stabilisierung des Wirtschaftstrends in Deutschland hin. Laut Sentix bestätige sich die konjunkturelle Verschnaufpause im Wirtschaftszyklus nach dem Rückgang der Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 und der nun erfolgten Stabilisierung. Der sogenannte «Mid-Cycle Slowdown» dürfte von einer erneuten Konjunkturbelebung abgelöst werden, meinte Patrick Hussy von Sentix.
Grossbritanniens Industrie leidet weiterhin unter dem Brexit
Einer aktuellen Umfrage unter 228 Unternehmen zufolge wird der britische Industriesektor nach wie vor vom Ausstieg des Königreichs aus der Europäischen Union belastet. Zwei von drei Unternehmen gaben an, der Brexit habe ihr Geschäft moderat oder signifikant belastet. Mehr als die Hälfte rechnet damit, dass der Brexit auch in diesem Jahr noch dem Geschäft schaden wird. Allerdings zeigten sich auch drei Viertel der befragten Firmen optimistisch, dass sich die Bedingungen verbessern werden.
Fed-Vize tritt frühzeitig zurück
Der Vizechef der Federal Reserve, Richard Clarida, tritt kurz vor Ende seiner regulären Amtszeit Ende diesen Monats zurück. Hintergrund ist ein Skandal um private Börsengeschäfte. Der New York Times zufolge sollen die Börsengeschäfte Claridas noch weiter gegangen sein, als im vergangenen Jahr im Rahmen der Offenlegungspflicht bekanntgeworden war. US-Präsident Joe Biden hat Ende November bereits Zentralbankratsmitglied Lael Brainard als neue Vizechefin der Fed nominiert. Der US-Senat muss dieser Personalie aber noch zustimmen.
Naturkatastrophenjahr 2021 laut Münchener Rück auf Platz vier
Die Schäden im vergangenen Jahr bekräftigen gemäss der Münchener Rückversicherung die Einschätzung des besorgniserregenden Langfristtrend zunehmender Zerstörungen durch Naturkatastrophen. Global haben Naturkatastrophen Schäden von USD 280 Milliarden angerichtet. Davon seien aber lediglich etwa USD 120 Milliarden versichert gewesen. In der Rangliste der teuersten Naturkatastrophenjahre liegt 2021 laut Munich Re auf Platz vier. Das bislang teuerstes Jahr war 2011 mit dem Seebeben, Tsunami und dem folgenden Atomunglück in Japan.
Wirtschaftskalender 11. Januar
| MEZ | Land | Indikator | Letzte Periode |
| 10:00 | IT | Einzelhandelsumsätze (November, M/M) | +0.1% |
| 11:20 | EZ | EZB-Präsidentin Lagarde | |
| 16:00 | USA | Fed-Vorsitzender Powell |
Unternehmenskalender 11. Januar
| Land | Unternehmen | Periode |
| CH | Sika | Jahresumsatz |
Quelle: BondWorld.ch
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